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Beurteilung einer kostendeckenden Preisgestaltung von Wasser

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Beurteilung einer kostendeckenden Preisgestaltung von Wasser

Projekt
Dauer
-

Durch die Einführung von Konzepten wie volle Kostendeckung, anreizbildende Preisgestaltung oder dem Verursacherprinzip, gibt Artikel 9 der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) Leitlinien für die Etablierung von Wasserpreismodellen vor, welche die nachhaltige und effiziente Nutzung von Wasser zu fördern. Somit stehen Mitgliedstaaten vor der zentralen Herausforderung ein funktionales Preissystem einzurichten, welches den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie in ausreichendem Maße gerecht wird und Wasserdienstleistungen gleichzeitig bezahlbar hält. Dieses Projekt untersucht, inwieweit die wichtigsten ökonomischen Prinzipien der WRRL bereits implementiert sind, indem Preisgestaltungsysteme für Wasser in den Sektoren Haushalt, Industrie und Landwirtschaft in ausgewählten europäischen Ländern beurteilt werden.

Die Bestimmungen innerhalb Artikel 9 der Wasserrahmenrichtlinie erfordern eine sorgfältige Aktualisierung der nationalen Wasser-Politik in der EU. Das vorrangige Ziel hierbei ist, ein funktionales Konzept der vollen Kostendeckung zu etablieren, welches die Umwelt-und Ressourcenkosten (ERC) beinhaltet. Wie sich herausgestellt hat, ist jedoch der Fortschritt der Mitgliedstaaten bei der Erfüllung dieser Bestimmungen in den meisten Fällen begrenzt, trotz der vorhandenen rechtlichen Rahmenbedingungen welche auf europäischer Ebene vorgegeben sind.

Darauf aufbauend ist das übergeordnete Ziel dieser Studie, die Herausforderungen zu analysieren welche sich mit der Umsetzung einer voll kostendeckenden Preisgestaltung in Zusammenhang mit der WRRL ergeben.

Die Struktur des Projekts ist in mehrere miteinander verbundene Aufgaben unterteilt:

  • Die Bereitstellung eines theoretischen Überblicks von im Wassersektor relevanten ökonomischen Instrumenten, mit einem Fokus auf anreizbildender Preisgestaltung, voller Kostendeckung und Verursacherprinzip
  • Die eingehende Analyse von Wasserpreisgestaltung im Allgemeinen, da diese als wirtschaftliches Instrument dienen kann um politische Ziele wie Kostendeckung einerseits und effiziente Nutzung andererseits zu erreichen
  • Der Vergleich und die Bewertung der Gestaltung von Wasserpreismodellen, Governance-Strukturen und Strategien in den Bereichen Wasser und Abwasser in ausgewählten europäischen Ländern und ihre jeweiligen Erfahrungen mit diesen
  • Die Exploration eines internationalen Meldesystems für die Kostendeckung von ERC welches sich auf bestehende europäische Benchmarking-Initiativen stützten würde.
  • Die Reflexion über die Bedeutung der Wasserversorgung für die soziale Wohlfahrt, da soziale Dimension berücksichtigt werden müssen wenn politische Entscheidungen getroffen werden, welche die Bereitstellung und Preisgestaltung von Wasserdienstleistungen beeinflussen

Der Ansatz der Analyse ermöglicht  einen Vergleich zwischen Haushalten, Industrie und Landwirtschaft in den ausgewählten Ländern.

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Umweltagentur (EUA) finanziert.
Ecologic Institut ist verantwortlich für die Spezifikation der aktuellen Tarifstrukturen und des Preisniveaus der Wasserversorgung in den Sektoren Haushalt, Landwirtschaft und Industrie; für die Beurteilung von voller Kostendeckung und anreizbildender Preisgestaltung; sowie für die vorgeschlagenen Optionen hinsichtlich einer Berichterstattung von Kostendeckungen von ERC, um Benchmarking und Vergleichbarkeit zu verbessern.

Kontakt

Finanzierung
Partner
Team
Marlene Angela Lange
Andrew Ayres
Prof. Stale Navrud (Norwegen)
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
EU-Wasserrahmenrichtlinie, Artikel 9, Wasserwirtschaft, Wassermanagement, Wasserversorgung, Wasserpolitik, Landwirtschaft, Industrie, Wasserpreisgestaltung, Wassertarife, wirtschaftspolitische Instrumenten, ökonomische Bewertung, volle Kostendeckung, Verursacherprinzip, Anreizstiftung, Knappheit, Erschwinglichkeit, Subventionen
Kroatien, England, Wales, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Schottland, Serbien, Slowenien, Spanien.