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Geo-Engineering und die Forschungsfreiheit

Geo-Engineering und die Forschungsfreiheit

Timeloc
16. Februar 2010
Berlin
Deutschland

Am 16. Februar 2010 fand in Berlin ein Ecologic Dinner Dialog mit Lee Lane statt. Lee Lane ist Resident Fellow und stellvertretender Direktor des Geo-Engineering Projekts am American Enterprise Institute. Nach einem einführenden Vortrag diskutierten die Teilnehmer sowohl die technischen, politischen, soziologischen und rechtlichen Aspekte des Geo-Engineerings, als auch die Möglichkeiten der zukünftigen Forschung in diesem Bereich.

Am 16. Februar 2010 fand in Berlin ein Ecologic Dinner Dialog mit Lee Lane statt. Lee Lane ist Resident Fellow und stellvertretender Direktor des Geo-Engineering Projekts am American Enterprise Institute. Nach einem einführenden Vortrag diskutierten die Teilnehmer sowohl die technischen, politischen, soziologischen und rechtlichen Aspekte des Geo-Engineerings, als auch die Möglichkeiten der zukünftigen Forschung in diesem Bereich.

In seinem Vortrag erläuterte Lee Lane zunächst das Konzept des Geo-Engineering. Bei dem oft auch “climate engineering” genannten Geo-Engineering wird zwischen verschiedenen Techniken unterschieden, die den Klimawandel stoppen oder umkehren sollen: Air Capture und Solar Radiation Management (SRM).

Air Capture Techniken versuchen über die Düngung von Ozeanen oder das errichten von künstlichen Bäumen, CO2 aus der Atmosphäre zu absorbieren. Diese Techniken sind im Allgemeinen zwar teuer umzusetzen, verhindern aber neben dem Temperaturanstieg teilweise noch eine weitere Folge des Klimawandels, nämlich die Ozeanübersäuerung. SRM-Techniken hingegen versuchen die Menge an Solar Radiation in der Atmosphäre zu reduzieren, z.B. durch Einbringung von Seewasser in die Atmosphäre oder durch die Erzeugung künstlicher Wolken.

Um dem Klimawandel zu begegnen, schlug Lee lane einen Instrumentenmix vor, der nicht nur aus Geo-Engineeringmassnahmen, sondern auch aus Mitigation und Anpassung bestehen könnte. Die Reduzierung der Treibhausgase allein würde seiner Ansicht nach nicht ausreichen, um das Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen.

Lee Lane vertrat die Ansicht, dass Geo-Engineering relativ wirtschaftlich sei oder sogar zu Einsparungen führen könne. Auf der andern Seite räumte er ein, dass potentielle indirekte Kosten des Geoengineering, z.B. ein Abbau der Ozonschicht oder Niederschlagsstörungen, noch nicht umfassend eingeschätzt werden könnten. Lee Lane betonte am Ende seines Vortrages die Notwendigkeit der Forschung, nicht die Umsetzung im Bereich Geo-Engineering.

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Sprecher
Lee Lane
Datum
16. Februar 2010
Ort
Berlin, Deutschland