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Bewertung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch Medikamente in der Umwelt (PHARMAS)

Bewertung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch Medikamente in der Umwelt (PHARMAS)

In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder Spuren pharmazeutischer Produkte in Gewässern und sogar im Leitungswasser gefunden. Obwohl die Auswirkungen von Medikamenten, sobald sie als Medizin eingenommen werden, gut erforscht sind, wurde erst vor kurzem damit begonnen, die kontinuierliche Einnahme bei Menschen von spurenartigen Konzentrationen im Wasser sowie die Auswirkungen auf die Tierwelt (z. B. Fische) zu untersuchen. Das Projekt schließt einige der Wissenslücken in diesem Feld zu zwei spezifischen Medikamentengruppen: Antibiotika und Anti-Krebs (Zytostatika)-Medikamente.

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass diese beiden Gruppen von Humanarzneimitteln von besonderem Interesse sind. Im Rahmen des FP7 Projektes PHARMAS wurde ein Konsortium führender Wissenschaftler aus Hochschulen und der Industrie zusammengestellt, um die Risiken für Menschen und wilde Tiere durch Umwelteinträge von Arzneimitteln zu beurteilen. Ihr Fachwissen wird von einem beratenden Gremium aus Vertretern aller Interessengruppen ergänzt.

Um solide Risikobewertungen, einschließlich der Schätzungen von Unsicherheiten, zu erzielen, wird es notwendig sein, genaue Daten sowohl über Expositionskonzentrationen wie auch zu deren Auswirkungen zu erheben. Daher werden neue Daten für die Konzentrationen in der Umwelt und die Auswirkungen auf Lebewesen in Gewässern während des Projekts gewonnen werden. Die unterschiedliche Empfindlichkeit von Embryos und Erwachsenen wird bestimmt und dazu verwendet, Unsicherheiten in der Risikobewertung zu verringern. Die stabilen Abbauprodukte der ausgewählten Arzneimittel werden ebenfalls untersucht. Alle Interessengruppen werden im Projekt vertreten sein, so dass die Ergebnisse schnell und zuverlässig zu den interessierten Parteien gelangen.

Ein webbasierter Prototyp zur Klassifizierung wird während des Projekts entwickelt. Alle EU-Bürger sollen damit bei ihren Entscheidungen über Risiken von Humanarzneimittel für ihre Gesundheit und die Umwelt unterstützt werden. Ecologic Institut ist an der Ermittlung des Informationsbedarfs der verschiedenen Stakeholder für dieses Klassifizierungssystem beteiligt (Arbeitspaket 6) und beschäftigt sich mit dem Anschluss des Projekts an politische Prozesse wie auch mit der Verbreitung der Projektergebnisse (Arbeitspaket 7). Die Ergebnisse werden den Regulierungsbehörden der EU und politische Entscheidungsträger in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen über den Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt zu treffen.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Brunel University, Institute for the Environment (IfE), Großbritannien
Partner
Projektdauer
Januar 2011 bis Dezember 2013
Projektnummer
2708
Schlüsselwörter
Wasser, Trinkwasser, Gewässer, Wasserqualität, neuartige Schadstoffe, anthropogene Spurenstoffe, Medikamente, Arzneimittel, pharmazeutische Erzeugnisse, Risikobewertung, Europa