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Internationale Zusammenarbeit zur Wiederherstellung und Vernetzung urbaner Räume in Lateinamerika und Europa (INTERLACE)

Internationale Zusammenarbeit zur Wiederherstellung und Vernetzung urbaner Räume in Lateinamerika und Europa (INTERLACE)

Städte und ihre Peripherien sind kontinuierlich mit Herausforderungen wie Zersiedelung, Klimawandel und Umweltverschmutzung konfrontiert. Diese Prozesse können natürliche Lebensräume schädigen und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen in urbanen Räumen gefährden. Die Folgen können gravierend sein - nicht nur für die biologische Vielfalt, sondern auch für Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung, soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt in der Stadt sowie für die Resilienz von Städten insgesamt. Das INTERLACE-Projekt bringt ein einzigartiges Team europäischer und lateinamerikanischer Partner zusammen, um einen Beitrag zur wirksamen Wiederherstellung und Renaturierung städtischer Ökosysteme zu leisten, damit Städte lebenswerter, widerstandsfähiger und integrativer werden. Das Projekt zielt darauf ab, das Wissen und das Bewusstsein für restaurative naturbasierte Lösungen (NBS), wie z. B. die Renaturierung von Feuchtgebieten und Fließgewässern, zu fördern sowie ökologisch kohärentere und integrierte Stadtplanungsprozesse zu unterstützen. Darüber hinaus legt es den Grundstein für eine langfristige multidirektionale Zusammenarbeit und den Austausch zwischen europäischen und lateinamerikanischen Städten, um eine breite transformative Wirkung zu erzielen.

Naturbasierte Lösungen zur Wiederherstellung städtischer Ökosysteme

Naturbasierte Lösungen (NBS) sind besonders geeignet, um degradierte oder zerstörte Ökosysteme wiederherzustellen und die Natur zu nutzen, um die Resilienz von Städten zu stärken und ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Beispiele für NBS reichen von der Errichtung biodiverser Wälder über die Einrichtung neuer Grün- und Wasserflächen in Verbindung mit grauer Infrastruktur bis zur Anlage von Gemeinschaftsgärten. Die Wirksamkeit von NBS beruht auf einer transdisziplinären Zusammenarbeit der Akteure, um lokal angemessene Lösungen zu entwickeln, umzusetzen und deren Umsetzung zu beobachten. Zudem hängt die Wirksamkeit davon ab, inwiefern die lokale Bevölkerung an der Entwicklung naturbasierter Lösungen beteiligt wird und ob es gelingt, ihre Beziehung zur Natur zu stärken.

Projektziele und Aktivitäten: Ermöglichung transkontinentaler Zusammenarbeit

Ziel von INTERLACE ist es, europäische und lateinamerikanische Städte zu befähigen, Ökosysteme wiederherzustellen und zu renaturieren, um Städte und ihre Peripherien lebenswerter, widerstandsfähiger und integrativer zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist INTERLACE in den vier Städten Granollers (Spanien), Envigado (Kolumbien), Portoviejo (Ecuador), Chemnitz (Deutschland) sowie in zwei interkommunalen Verbänden aktiv: Metropolia Krakowska (Polen) und dem Corredor Biológico Interurbano Río María Aguilar-San José (Costa Rica). Das Projekt unterstützt die Städte dabei die Wiederherstellung urbaner Ökosysteme und somit eine ökologische Stadterneuerung durch NBS voranzutreiben. Hierzu wird das Projekt

  • die Zusammenarbeit zwischen europäischen und lateinamerikanischen Praxispartnern bei der ökologischen Stadterneuerung stärken;
  • Partizipation zur Koproduktion und Förderung der Eigenverantwortung in der Entwicklung und Umsetzung restaurativer NBS stärken;
  • Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten für lokale Regierungen entwickeln, um integrierte und ökologisch kohärente Stadtplanungs- und Regierungskonzepte umzusetzen, und
  • das Bewusstsein und Verständnis für den Nutzen gesunder städtischer Ökosysteme für das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Wohlergehen fördern.

INTERLACE zielt darauf ab, die Zusammenarbeit auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durch den City Network Accelerator zu stärken: einen Mechanismus für den Austausch und das Lernen von verschiedenen Akteuren. Die sechs Partnerstädte spielen in diesem Prozess eine zentrale Rolle, indem sie weltweit Erfahrungen in der Umsetzung mit anderen Städten teilen sowie Kapazitäten zu unterschiedlichen Aspekten der ökologischen Stadterneuerung aufbauen. Ein webbasierter Innovation Hub dient dazu, die Projektergebnisse für städtische Entscheidungsträger*innen und Planer*innen in praktischer Form aufzubereiten.

Die Rolle des Ecologic Instituts

Das Ecologic Institut koordiniert das Gesamtprojekt, das im Rahmen des Horizon 2020 Programms der Europäischen Kommission finanziert wird. Darüber hinaus leitet das Ecologic Institut das Arbeitspaket zur Governance restaurativer naturbasierter Lösungen in Städten.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Partner
Yepez Salmon Asociados, YES Innovation, Ecuador
Ville de Nanterre, Frankreich
Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder, Die Europäische Geschäftsstelle (Klima-Bündnis)
Asociación de Desarrollo Salitrillos, Concepción (CBIMA), Costa Rica
Stadt Chemnitz, Deutschland
Granollers, Spanien
World Wide Fund For Nature, Colombia (WWF, Colombia), Colombia
Projektdauer
September 2020 bis August 2024
Projektnummer
33001
Schlüsselwörter
Naturbasierte Lösungen, NBS, Internationale Entwicklung, Städte, Stadtsanierung, ökosystembasierte Anpassung, Wiederherstellung städtischer Ökosysteme, nachhaltige Stadtentwicklung, Wissens-Koproduktion, Ökosystemdienstleistungen, Lateinamerika, Europa, Granollers, Spanien, Envigado, Kolumbien, Portoviejo, Ecuador, Chemnitz, Deutschland, Metropolia Krakowska, Polen, Corredor Biológico Interurbano Río María Aguilar-San José, Costa Rica