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Die Kosten des Nichthandelns beim Biodiversitätsschutz

Die Kosten des Nichthandelns beim Biodiversitätsschutz
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Die Kosten des Nichthandelns beim Biodiversitätsschutz

Präsentation
Datum
Ort
Frankfurt am Main, Deutschland
Vortrag

Am 5. November 2009 richtete das Biodiversität und Klima- Forschungszentrum (BiK-F) in Frankfurt/Main einen Workshop zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen des Ecosystem-Services-Ansatzes“ aus. Holger Gerdes, Fellow am Ecologic Institut, referierte auf der Veranstaltung über die Anwendung des Ecosystem-Services-Ansatzes in der Politikberatung.

In diesem Zusammenhang präsentierte er die Ergebnisse aus dem Ecologic-Projekt „Die Kosten des Nichthandelns beim Biodiversitätsschutz“, die in den Bericht zu den ökonomischen Folgen des Biodiversitätsverlustes (The Economics of Ecosystem and Biodiversity – TEEB) eingeflossen sind. Der auf das Millennium Ecosystem Assessment zurückgehende Ecosystem-Services-Ansatz war hier von zentraler Bedeutung.

In seinem Vortrag erläuterte Holger Gerdes die methodische Vorgehensweise des Projekts, insbesondere hinsichtlich der monetären Bewertung ökosystemarer Leistungen. Ziel des Projekts war es, die Kosten des globalen Biodiversitätsverlustes für die menschliche Gesellschaft zu quantifizieren. Die Analyse basierte auf existierenden lokalen Bewertungsstudien, deren Zahlenmaterial auf die globale Ebene hochskaliert wurde.

In seinen Ausführungen konzentrierte sich Holger Gerdes auf die Aufnahme der Projektergebnisse in Politik und Gesellschaft. Hierbei stellte er heraus, dass die monetäre Bewertung natürlicher Güter und die Ermittlung eines globalen Wertes natürlicher Ressourcen ein geeignetes Instrument sein kann, um in der breiten Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der anhaltende Verlust der Artenvielfalt die Menschen direkt betrifft. In der Folge kann ein gesteigertes gesellschaftliches Interesse am Erhalt der Biodiversität als Legitimation dafür genutzt werden, geeignete Politikmaßnahmen zu ergreifen. Ein Beispiel dafür, dass eine solche Strategie Erfolg hat, ist der von Nicholas Stern geleitete Bericht zu den ökonomischen Folgen des Klimawandels.

Ziel des halb-öffentlichen transdisziplinären Dialoges war es zu diskutieren, was das Konzept der Ecosystem Services für das seit 2008 bestehenden BiK-F leisten kann. Dabei sollten Möglichkeiten, Realisierbares und Grenzen aufgezeigt werden. Der Präsentation von Holger Gerdes ergänzte sich mit den Vorträgen der weiteren Referenten, die sich unter anderem mit der Anwendung des Ecosystem-Services-Ansatzes in der naturwissenschaftlichen Forschung sowie mit umweltethischen Gesichtspunkten beschäftigten.

Die Vortragsfolien [pdf, 839 KB, Deutsch] stehen zum Download bereit.

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Vortrag
Datum
Ort
Frankfurt am Main, Deutschland
Schlüsselwörter
Kostenanalyse, Ökosystemleistungen, politisches Nichthandeln, Politikberatung