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Disaster Risk Reduction Strategies in EU Coastal Areas

Disaster Risk Reduction Strategies in EU Coastal Areas

Recommendation for EU, National, and Regional Policy Makers
Werkzeuge zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit an europäischen Küsten

Die Küsten Europas als Lebensraum sind durch menschliche Kultivierung entstanden und geprägt durch Nutzung, Besiedlung und neue Formen des Freizeitverhaltens. Zur Zeit der römischen Verträge, war Europa noch von den Spuren des Zweiten Weltkrieges gekennzeichnet, jedoch schon durch eine Aufbruchsstimmung geprägt, die sich im Wunsch nach freiheitlicher Lebensweise, Freizeitaktivitäten und nach Reisen ausdrückte. Die vielseitigen und oftmals spektakulären Küstenabschnitte in Europa stellten ideale Reiseziele dar, die bald zu intensiver Bebauung vieler europäischer Küstenabschnitte führten und das Zeitalter des Massentourismus einläuteten. Angetrieben durch eine generelle Gläubigkeit in ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten führte dies bald zu massiven Eingriffen in die Küstendynamik und trug zur Forcierung von Erosionsprozessen bei. Heute leben mehr als 42% der Europäer in Küstenregionen mit einem infrastrukturellen Wert nahe 959 Billionen Euro. Gegenwärtige und vergangene Sturmflutereignisse belegen, dass Küstenregionen signifikanten Risiken ausgesetzt sind, die zur Lahmlegung von Städten und Regionen führen können.

Das europäische Forschungsprojekt RISC-KIT hat einen Policy Brief herausgegeben, der - basierend auf den angewandten Ergebnissen des Projektes - Empfehlungen für nationale und regionale Entscheidungsträger zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit europäischer Küstenregionen zusammenstellt.

Seltene historische und aktuelle Ereignisse mit großer Wirkung (zum Beispiel Wirbelsturm Xynthia (2010), Sturzfluten in Lingurien (2011) oder die Flutkatastrophen 1953 in Nordwesteuropa und 1962 in Hamburg belegen die Hochwasserrisiken der Küstengebiete in Europa. Es ist davon auszugehen, dass diese Risiken mit dem Klimawandel sowie dem Bevölkerungszuwachs und steigenden Investitionen in den Küstengebieten weiter zunehmen werden.

Wirksame Maßnahmen erfordern zunächst eine Neubewertung der bestehenden Risikostrategien und anschließend eine Entwicklung von Präventions-, Mitigations- und Vorsorgemaßnahmen, wie sie im interdisziplinären Forschungsverbund im Project Resilience-Increasing Strategies for Coasts – toolKIT (RISC-KIT) erarbeitet wurden. Der Policy Briefs verortet diese Maßnahmen in wesentlichen politischen Programmen wie dem Sendai Rahmenprogramm zur Risikominimierung und der Europäischen Hochwasserrichtlinie, stellt die im Projekt entwickelten Werkzeuge zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit in Küstenregionen unter Nutzung von Graphiken und Illustrationen vor. Der Policy Brief wendet sich an nationale und regionale Entscheidungsträger sowie Küstenmanager.

The Policy Brief wird auf der Abschlusskonferenz des RISC-KIT Projektes Anfang April in Delft vorgestellt und kann auf mobile Geräte geladen werden.


Citation

Martinez, Grit; Ap van Dongeren 2017: Disaster Risk Reduction Strategies in EU Coastal Areas - Recommendation for EU, National, and Regional Policy Makers. RISC-KIT Policy Brief.

Language
English
Author(s)
Author(s)
Ap van Dongeren , Coordinator (Deltares)
Credits

mit Beiträgen von:
Karina Barquet (Stockholm Environment Institute), Tom Bogaard (Stichting Deltares), Paolo Ciavola (Consorzio Futuro in Ricerca), Ned Dwyer (EurOcean Foundation), Oscar Ferreira (Univerisity of Algarve), Ruth Higgins (EurOcean Foundation), Robert McCall (Stichting Deltares), Katriona McGlade (Ecologic Institut), Nico Stelljes (Ecologic Institut), Cristophe Viavattene (Middlesex University).
Layout: Beáta Vargová

Funding
Year
2017
Dimension
2 S.
Project ID
2729
Keywords
Katastrophenrisikomanagement, Sendai Framework, Europäische Hochwasserrichtlinie, Europäische Küsten, Widerstandsfähigkeit, Vorbeugung, Minderung, Katastrophenvorsorge, Europa