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Mediterranean Action Plan und Euro-Mediterranean Partnership: Analyse von Strukturen und Vorschläge für eine verbesserte Kooperation

Mediterranean Action Plan und Euro-Mediterranean Partnership: Analyse von Strukturen und Vorschläge für eine verbesserte Kooperation

Mit dem Report "The Mediterranean Action Plan and the Euro-Mediterranean Partnership: Identifying Goals and Capacities - Improving Co-operation and Synergies" richtet Ecologic den Focus auf eine Reihe von institutionellen Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich den beiden großen mit Umwelt und nachhaltiger Entwicklung befaßten Organisationen im Mittelmeerraum bieten.

1976 schlossen sich die Europäische Gemeinschaft und östliche und südliche Mittelmeeranrainerstaaten unter dem von UNEP formulierten 'Mediterranean Action Plan' (MAP) zusammen. Die Initiative verfolgte zunächst klassischen sektoralen Umweltschutz, im Anschluß an die UNCED von Rio de Janeiro 1992 werden umweltpolitische Ziele heute jedoch im übergreifenden Konzept von nachhaltiger Entwicklung verfolgt, deren zentrales Instrument die Integration von Umwelt- Nachhaltigkeitspolitiken in sozio-ökonomische Felder ist.

Die ‚Euro-Mediterranean Partnership' (EUROMED) wurde 1975 von EU-Mitgliedsstaaten und Mittelmeeranrainern begründet mit dem Ziel, Frieden und Stabilität in der Region zu befördern. Die grundlegende 'Barcelona Declaration' entwirft eine Partnerschaft in drei Kapiteln:

  1. Partnerschaft in Politik und Sicherheit,
  2. Ökonomische und finanzielle Partnerschaft und
  3. Partnerschaft in sozialen und kulturellen Angelegenheiten.

Schwerpunkt des Programms ist die ökonomische und finanzielle Zusammenarbeit, in dessen Mittelpunkt die Schaffung einer mediterranen Freihandelszone steht. Die Barccelona Declaration unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung und eines Umweltschutzes auf hohem Niveau.

Beide Initiativen haben eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt, Kooperation zwischen den Organisationen blieb jedoch weitgehend aus. Der Bericht zielt auf eine generelle Zusammenführung von MAP und EUROMED Kapazitäten ab, um so Synergieeffekte zu erzielen und  die Erreichung gemeinsamer umweltplitscher Ziele zu stärken. Vorschläge für eine Kooperation beziehen sich auf die Bereiche von Indikatoren und Monitoring, die Stärkung des Potentials des MAP 'Priority Actions Centres' im Bereich des nachhaltigen Küstenmanagements, Zusammenführung von Aktivitäten im Bereich des Schiffsverkehrs, gemeinsame Repräsentanten für MAP und EUROMED auf nationaler Ebene und der Ausbau von MAP zu einem think-tank, auf den nationale und euro-mediterrane Institutionen Rückgriff nehmen können. MAP könnte überdies lokale und regionale Expertise und Netzwerke in eine Kooperation einbringen. Herausragende Expertise wurde beim 'Blue Plan Regional Centre' für Fragen des impact assessment einer Mediterranen Freihandelszone identifiziert. Umweltpolitsche Debatten und die Formulierung einer Mediterranen Strategie für nachhaltige Entwicklung könnte die Mediterranean Commission on Sustainable Development liefern, ein Gremium, das bei allen Gegensätzen, die im Mittelmeerraum aufeinander prallen insbesondere bei den Nicht-EU Ländern Vertrauen genießt.

MAP müßte allerdings - ohne die Rolle eines unabhängigen regionalen "Sachverständigen" aufzugeben - seine Kapazitäten und Aktivitäten stärker auf die Anforderungen der Europäischen Kommission, insbesondere im Bereich von Finanzierung und Projektdesign, ausrichten. Die Europäische Kommission sollte demgegenüber Möglichkeiten des 'capacity building' innerhalb von MAP ernsthaft ausloten.

Hier können Sie den Projektbericht herunterladen [pdf, 579 KB, Englisch].

Die wichtigsten Inhalte und Ergebnisse des Berichts werden im Ecologic Brief "Joining Forces in the Mediterranean - Options for a Co-operation between MAP and EUROMED" zusammengefaßt, den Sie ebenfalls herunterladen können [pdf, 48 KB, Englisch].


Finanzierung
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Februar 2002 bis Juni 2002
Projektnummer
1905
Schlüsselwörter
The Mediterranean Action Plan, The Euro-Mediterranean Partnership, Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung, Umweltintegration, capacity building, Verkehr, Wasser, Energie, Meeresschutz, Umweltindikatoren, Handel, Umwelt, Küstenschutz, internationale Kooperation, Konfidenz, Konfliktmanagement, Sicherheit, Europa, Mittelmeer