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Vorstellung des Pilot 2006 Environmental Performance Index (EPI)

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Vorstellung des Pilot 2006 Environmental Performance Index (EPI)

Die Vorstellung des Pilot 2006 Environmental Performance Index (EPI) vom Yale Center for Environmental Law & Policy, erzeugte in Deutschland und den USA ein starkes Echo in der Presse. Ecologic wirkte mit an der Entwicklung des EPI als Maßstab für die Bewältigung von Umweltschutz und Ressourcenmanagement durch staatliche Politik.

Deutschland liegt im EPI 2006 auf Platz 22. Die Wochenzeitschrift "Der Spiegel" brachte es auf den Punkt mit der Überschrift "Costa Rica schlägt Deutschland". Artikel (in englischer Sprache) gab es auch in der New York Times,  "United States Ranks 28th on Environment, a New Study Says", und der International Herald Tribune, "Europeans rank high in environment tally". Die EPI Website enthält umfängliche Informationen über den EPI und die Datenquellen, sowie eine Zusammenfassung für Entscheider in der Politik (auf Englisch). 

Neuseeland ist die Nummer Eins in der Welt anhand einer neuen Studie zur Umweltleistung der Universitäten Yale und Columbia. Der 2006 Environmental Performance Index (EPI) wurde in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum und dem Forschungszentrum der Europäischen Kommission entwickelt.

Schweden, Finnland, die Tschechische Republik und Großbritannien belegen die Ränge Zwei bis Fünf im EPI. Gemeinsam ist den höchstplatzierten Ländern, dass sie erhebliche Mittel und Mühen in den Umweltschutz investieren. Dies führt langfristig zu besseren Ergebnissen in nahezu allen Umweltbereichen, die der EPI bewertet.

Der EPI legt Zielgrößen für einzelne Umweltpolitikbereiche fest und misst inwiefern Länder diese Ziele erreichen. Das Resultat ist eine Rangliste von 133 Ländern anhand von16 Indikatoren in 6 etablierten Sparten in der Umweltpolitik: Umweltgesundheit, Luftqualität, Wasserressourcen, Biologische Vielfalt und Lebensraum, Produktive Naturressourcen, und Nachhaltige Energien. Als quantitative Maßlatte für die Kontrolle von Umweltverschmutzung und die Verwaltung natürlicher Ressourcen stellt der Index damit ein nützliches Instrument zur Verbesserung umweltpolitischer Strategien anhand besserer analytischer Grundlagen dar.

Weiterhin erlaubt der Index Leistungsvergleiche zwischen Ländern, die mit ähnlichen Umweltproblemen zu kämpfen haben. Diese Orientierungswerte ermöglichen die Bestimmung. Vorreiter und der Bummler auf der Basis individueller Umweltproblemkreise und ihrer Gesamtleistung. Die im Index erfassten Daten ermöglichen weiterhin die Spezifizierung bester Strategien im Umweltbereich.

Die Länder mit der schlechtesten Bewertung im EPI – Äthiopien, Mali, Mauretanien, Tschad und Niger – sind unterentwickelte Nationen mit gering ausgeprägten Investitionskapazitäten für Infrastruktur, einschließlich Wasser- und Sanitärversorgung, als auch schwachen Umweltaufsichtsbehörden.

Der 2006 EPI offeriert eine Reihe politischer Schlussfolgerungen. Einerseits tritt der Grad der Entwicklung und Wohlhabenheit eines Landes als maßgeblicher Einfluss auf umweltspezifische Leistungen hervor. Auf der anderen Seite jedoch sind in Bezug auf den Umweltschutz auf jeder Entwicklungsschwelle einige Länder wesentlich besser positioniert als andere. Dies zeigt, dass die Wahl umweltpolitischer Strategien von hoher Bedeutung fuer die Ergebnisse in im Umweltbereich sind. Die Dominikanische Republik (Rang 54), zum Beispiel, schneidet deutlich besser ab als Haiti (114), obwohl beide Länder die gleiche Insel teilen. Gleichermaßen produziert Schweden (2) bessere Umweltergebnisse als Belgien (39).

Der Environmental Performance Index demonstriert, dass effektive Politikmaßnahmen kritisch sind für die Reduzierung von Umweltverschmutzung und effizienterem Nutzen von Boden- und Naturschätzen. “Es ist wichtig, die richtigen umweltpolitischen Maßnahmen zu ergreifen,” sagt Daniel C. Esty, Direktor des Center for Environmental Law and Policy an der Universität Yale und Hillhouse Professor für Umweltrecht und Umweltpolitik. “Gutes Regieren ist ein wichtiger Baustein für gute Umweltleistung.”

Der Index zeigt außerdem, dass alle Länder – unabhängig ihres ökonomischen Entwicklungsstandes – ernsthaften Umweltproblemen gegenüber stehen. Industrienationen leiden häufig unter Umweltverschmutzung und geschädigten Ökosystemen. Entwicklungsländer haben zusätzlich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltverschmutzung auf die Bevölkerung zu kämpfen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Krankheiten zu nennen, die durch verschmutztes Wasser und Schadstoffe innerhalb von Häusern hervorgerufen werden.

Die Vereinigten Staaten belegen Platz 28 – deutlich niedriger als andere hoch entwickelte Länder wie zum Beispiel Großbritannien (5) und Kanada (8). Dieser Rang ist die Folge starker Leistungen im Umweltgesundheitsbereich, zeigt aber auch die relativ schlechte Leistung der USA in den Bereichen erneuerbare Energien, Treibhausgasemissionen, und Wasserressourcen.

“Die schwache Leistung der USA in mehreren Umweltbereichen – speziell im Energiesektor und in Bezug auf den Klimawandel – signalisiert zukünftige Probleme für das amerikanische Volk als auch für die Welt” sagt Gus Speth, Dekan der Yale School of Forestry and Environmental Studies and der Yale Universität. “Vielleicht ist diese Rangliste ein Weckruf für die amerikanische Öffentlichkeit, insbesondere die politische Spitze in Washington.”

Der Environmental Performance Index zielt darauf ab, datenbasierte und analytisch rigorose Entscheidungen in der Umweltpolitk zu fördern. Leider reduzieren signifikante Datenmängel die Fähigkeit, Umweltleistung in einigen wichtigen Bereichen zu messen. Unvollständige Daten erlaubten es ebenfalls nicht, 60 Länder im 2006 EPI zu erfassen. “Umweltpolitik basierend auf empirischen Daten und Fakten erfordert Investitionen in die Datenerhebung auf globaler Ebene,” stellte Esty fest.

“Der Environmental Performance Index demonstriert das trotz Datenmangels, methodischer Einschraenkungen und ernstzunehmender wissenschaftlicher Unsicherheiten, umweltpolitische Ergnisse mit der gleichen Strenge gemessen werden können wie Armutsbekämpfung, Bildung und Gesundheit,” bemerkt Marc Levy, Direktor für Wissenschaftliche Anwendungen des Center for International Earth Science Information Network an der Columbia Universität. “Die Fähigkeit, politische Resultate zu bewerten, ist kritisch im Zusammenhang mit Initiativen, wie zum Beispiel den Millennium Development Goals der Vereinten Nationen, die darauf abzielen, Investitionen in die nachhaltige Entwicklung zu verstärken.”

Weiterführende Links:

Stichworte: Umweltpolitik, Nachhaltigkeitspolitik, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, Umweltpolitik, Nachhaltigkeits-Rating, Indiatoren, Kriterien