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Methoden für die Nachhaltigkeitsfolgenabschätzung (Sustainibility A-Test)

Methoden für die Nachhaltigkeitsfolgenabschätzung (Sustainibility A-Test)

Im Zuge des 6. Forschungsrahmenprogramms war Ecologic an dem Projekt "Sustainability A-Test" beteiligt. Unter Leitung unseres niederländischen Netzwerkpartners haben 18 Forschungsinstitute aus neun verschiedenen Ländern Methoden und Instrumente verglichen, mit denen sich politische Initiativen im Hinblick auf ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung bewerten lassen. Ecologic betreut dabei sowohl monetäre Bewertungsverfahren als auch das Instrument der Nachhaltigkeitsfolgenabschätzung.

Um auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung voran zu schreiten, ist es erforderlich dass die EU und andere Akteure sich langfristige Ziele setzten und diese in effektives Handeln umsetzen. Dazu bedarf es entsprechender politischer Initiativen und Umsetzungsstrategien. Um zu einer ausgewogenen Entscheidung über das politische Vorgehen zu kommen, und um den Fortschritt in Bezug auf die gesteckten Ziele zu messen, können verschiedene Bewertungsinstrumente eingesetzt werden. Diese Instrumente erlauben einerseits eine strategische Politikentwicklung, eine vorausschauende Einschätzung der Auswirkungen von Politiken auf die Nachhaltigkeitsziele, aber auch eine Bewertung der Wirksamkeit von politischen Initiativen im Nachhinein.

Das Projekt Sustainability A-Test diente dazu, sowohl die politische Folgenabschätzung (impact assessments) zu verbessern, als auch die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien zu unterstützen. Dazu wurden verschiedene Bewertungsinstrumente einem einheitlichen und umfassenden Test unterzogen, um so die Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente abzuschätzen und ihren Anwendungsbereich abzugrenzen. Der Katalog der Bewertungsinstrumente gibt den state of the art im Bereich der integrierten Folgenabschätzung wieder undumfasst unter anderem physische Modelle wie die Stoffstromanalyse, monetäre Bewertungsverfahren, Multikriterienanalyse, transition analysis etc.

Im Rahmen einer Fallstudie im Bereich der Landwirtschaft wurde die praktische Anwendung der Bewertungsinstrumente demonstriert.

So liefert das Projekt einen "Werkzeugkasten" von politischen Bewertungsinstrumenten. Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Instrumente am besten geeignet sind um die verschiedenen Kriterien und Aspekte nachhaltiger Entwicklung wiederzugeben, und auch die Zielkonflikte zwischen den Dimensionen nachhaltiger Entwicklung abzubilden.

Zum Ende des Projektes wurde für politische Entscheidungsträger und für diejenigen, die mit Nachhaltigkeitsfolgenabschätzung befasst sind, eine Entscheidungshilfe erarbeitet. Diese soll die Auswahl von Bewertungsinstrumenten in den verschiedenen Stadien der Politikplanung ermöglichen, in Abhängigkeit der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Die Entscheidungshilfe ist auf einer website zugänglich. So trägt das Projekt dazu bei, die Qualität der Entscheidungsfindung und der Politikfolgenabschätzung zu verbessern, und zu einer kohärenten und umfassenden Politik der Nachhaltigkeit auf europäischer Ebene zu gelangen.

Weitere Informationen erhalten sie in der Broschüre zum Sustainability A-Test [pdf, 152 KB, Englisch] oder auf der Sustainability A-Test Website.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung (GD Forschung)
Partner
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
Partner
University of East Anglia, Tyndall Centre for Climate Change Research, Großbritannien
Universität Osnabrück, Institut für Umweltsystemforschung (USF), Deutschland
Goethe-Universität Frankfurt am Main (Goethe-Universität), Deutschland
Czech Environmental Institute (CEI), Czech Republic
Europäische Kommission, Joint Research Centre (JRC)
Universität Kassel, Wissenschaftliches Zentrum für Umweltsystemforschung (USF Kassel), Deutschland
University of Leeds, Großbritannien
University of Twente (UT), Holland
Ecologic Institut, Deutschland
Team
Kata Wagner
Projektdauer
März 2004 bis August 2006
Projektnummer
1941
Schlüsselwörter
Umweltintegration, Cardiff, Evaluation, Umweltfolgenabschätzung, strategische Umweltverträglichkeitsprüfung, EIA, SEA, EFIEA, 6. Rahmenprogramm, Kosten-Nutzen-Analyse, monetäre Bewertung, Umweltökonomie, Europa