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Mitwirkungsmöglichkeiten von NGOs

Mitwirkungsmöglichkeiten von NGOs

Dieses Projekt untersucht die Bedeutung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und analysiert das Verhältnis zwischen völkerrechtlichen Grundlagen und praktischem Einfluss der NGO-Beteiligung in den unterschiedlichen Bereichen der internationalen Umweltzusammenarbeit.

Die Bedeutung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) in der internationalen Umweltzusammenarbeit hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen. Dementsprechend ist die Teilnahme von NGOs an internationalen Prozessen ein beliebter Forschungsgegenstand geworden, was seinen Ausdruck in einer insbesondere in den Rechts- und Sozialwissenschaften dynamisch anwachsenden Literatur zum Thema findet. Allerdings sind Bemühungen, das Verhältnis zwischen völkerrechtlichen Grundlagen und praktischem Einfluss der NGO-Beteiligung in unterschiedlichen Bereichen der internationalen Umweltzusammenarbeit systematisch zu untersuchen, bisher noch nicht sehr weit fortgeschritten.

Vor diesem Hintergrund legt die im Rahmen des Projektes erstellte Studie zunächst eine konzeptionelle Grundlage, indem sie einen Überblick über existierende Definitionen von NGOs gibt, in die Funktionen einführt, die NGOs in relevanten internationalen Entscheidungsprozessen erfüllen, und eine Anzahl von Kriterien prüft, die zur Unterscheidung verschiedener Typen von NGOs dienen können. Anschließend werden in größerem Detail die völkerrechtlichen Grundlagen und die Praxis der NGO-Teilnahme an multilateralen Umweltübereinkommen (MEAs), an Wirtschaftsinstitutionen sowie an weiteren relevanten internationalen Institutionen analysiert. Dabei werden auch Schranken der Rolle von NGOs identifiziert. Auf der Grundlage des Entwicklungsstandes einschlägiger Prinzipien des Völkerrechts schließt diese Analyse eine Untersuchung der Frage ein, inwieweit die Teilhabe von NGOs in internationalen Institutionen als legitim gelten kann. Abschließend wird eine Reihe von Optionen identifiziert und diskutiert, mit deren Hilfe die Rolle von NGOs in der internationalen Umweltzusammenarbeit weiter gestärkt werden kann. Die in englischer Sprache veröffentlichte Gesamtstudie enthält zudem detaillierte Fallstudien über die Rolle von NGOs in zwei Umweltabkommen (zum Klimawandel und zum Handel mit bedrohten Arten) sowie zwei Wirtschaftsinstitutionen (Internationale Organisation für Normung und Weltbank). Insgesamt wurden ungefähr 40 Vertreter von Regierungen, verschiedenen NGO-Gruppen sowie Mitarbeiter internationaler Sekretariate im Zuge der Fallstudien interviewt.

Hier können Sie die Gesamtstudie [pdf, 923 KB, Englisch] sowie eine deutsche Zusammenfassung [pdf, 157 KB, Deutsch] herunterladen. Die Ergebnisse dieses Projektes wurden zudem in einem Buch und einem Ecologic Brief veröffentlicht.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Team
Jakob Werksman
Dr. Stefanie Pfahl
Sebastian Müller
Kristina Vesper
Projektdauer
Januar 2000 bis Januar 2002
Projektnummer
1890
Schlüsselwörter
Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), internationale Umweltzusammenarbeit, Völkerrecht, multilateralen Umweltübereinkommen (MEAs), Klimawandel, Handel mit bedrohten Arten, Internationale Organisation für Normung, Weltbank, Global