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Weiterentwicklung des internationalen und europäischen Emissionshandels II

Weiterentwicklung des internationalen und europäischen Emissionshandels II

Das Projekt begleitet die Weiterentwicklung des internationalen und europäischen Emissionshandels. Auf internationaler Ebene stehen vor allem die Einführung und Weiterentwicklung von Emissionshandelssystemen, deren Rolle in der internationalen Klimapolitik und Möglichkeiten der Verknüpfung von Emissionshandelssystemen, aber auch von Emissionshandelssystemen mit anderen ökonomischen Instrumenten (v.a. Steuern und Offsetmechanismen) im Fokus. Auf europäischer und teils auch nationaler Ebene geht es im Wesentlichen um die weitere Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) in der vierten Handelsperiode, die Einbeziehung des Luftverkehrs, Fragen der Marktaufsicht im EU ETS und die Wechselwirkungen des Emissionshandels mit anderen energie- und klimapolitischen Instrumenten. Das Ecologic Institut unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) durch praxisorientierte ökonomische und juristische Analysen bei der Vorbereitung und Umsetzung der erforderlichen Regelungen.

Der europäische Emissionshandel erfasst rund 50% der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen und ist eines der zentralen Instrumente für den Klimaschutz in Deutschland und der EU. Ziel des EU ETS ist es, Treibhausgasemissionen effizient zu vermeiden. Über die letzten drei Handelsperioden hinweg wurde der im Jahre 2005 eingeführte EU ETS von einem Pilotsystem über ein System mit national festgelegten Emissionsmengen und Zuteilungsregeln hin zu einem EU-weit harmonisierten System fortentwickelt. Zwar ist der EU ETS in der seit 2013 laufenden dritten Handelsperiode inzwischen als solches voll funktionsfähig und institutionell, rechtlich, politisch und administrativ gut etabliert, dennoch leidet die Anreizwirkung des EU ETS unter dem nach wie vor niedrigen Kohlenstoffpreis. Um die Anreizwirkung zu stärken, wurde der EU ETS im Jahre 2015 reformiert. Die dabei beschlossene Marktstabilitätsreserve wird ab dem Jahr 2019 schrittweise die am Markt vorhandenen Überschüsse in eine Reserve überführen und so die Menge der Emissionsberechtigungen verknappen und damit letztlich den Kohlenstoffpreis steigern. Zudem wird derzeit die Ausgestaltung des EU ETS in der ab 2021 bis 2030 laufenden vierten Handelsperiode – auch vor dem Hintergrund des abgeschlossenen internationalen Klimaschutzabkommens von Paris – diskutiert. In diesem Zusammenhang begleitet das Projekt die Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandels durch Vorschläge für die künftige Ausgestaltung des EU ETS. Darüber hinaus bietet das Projekt Unterstützungsleistungen bei der Weiterentwicklung des internationalen Kohlenstoffmarktes im Rahmen der Carbon Market Platform, bei Fragen zur künftigen Einbeziehung des Flugverkehrs (vor dem Hintergrund der ICAO-Verhandlungen zur Entwicklung einer globalen marktbasierten Maßnahme) in den EU ETS, der Analyse und Weiterentwicklung der Marktaufsichtsstrukturen sowie bei der Untersuchung der Ausgestaltung anderer Klimaschutzinstrumente und deren Wechselwirkungen mit dem EU ETS.
 


Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Juni 2016 bis Mai 2021
Projektnummer
2125
Schlüsselwörter
Emissionshandel, ETS, EU-Klimapolitik, Energiepolitik, Klimapolitik, marktbasierte Instrumente, Luft-verkehr, Linking, Unionsregister, Marktaufsicht, MRV, Reform, globaler Kohlenstoffmarkt, Klima-schutzrecht, Energierecht, Europa, global , juristische Analyse, ökonomische Analyse (qualitative und quantitativ) , Europa