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Neue Ansätze für ein nachhaltiges Wasserresourcenmanagement (NeWater)

Projekt

Neue Ansätze für ein nachhaltiges Wasserresourcenmanagement (NeWater)

Das Management von Wasserressourcen wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren beeinflusst. Unvorhergesehene Veränderungen der Rahmenbedingungen können von den bisher verfolgten Managementstrategien häufig nur unzureichend aufgefangen werden. Mit Unsicherheiten der Rahmenbedingungen muss in heutiger Zeit aber immer öfter gerechnet werden, wie es das verstärkte Auftreten von extremen Naturereignissen, Klimaänderungen, Wandlungen des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Umfeldes zeigt. Im Rahmen des Projektes NeWater werden, basierend auf einer Analyse der Belastbarkeit von Flussgebieten, neue Ansätze für flexiblere und anpassungsfähigere Wassermanagementsysteme entwickelt.

Ziele des Projektes

Zentraler Forschungsgegenstand des NeWater Projektes ist der Übergang von derzeit etablierten Regimen im Flussgebietsmanagement zu anpassungfähigeren Managementsystemen in der Zukunft. Dieser Übergang verlangt ein integratives Konzept für das Management von Wasserressourcen. NeWater befasst sich mit der Identifizierung von Schlüsselelementen gegenwärtigen Wassermanagements und arbeitet die notwendigen Prozesse für den Übergang dieser Elemente hin zu einem flexibleren Managementansatz heraus.

Methodik

Im Rahmen des Projektes werden Konzepte und Tools entwickelt, die einer integrierten Analyse dienen und einen schrittweisen Wandel im Wasserressourcenmanagement unterstützen. Das NeWater Projekt besteht aus sechs Arbeitspaketen und ermöglicht durch seine Managementstrukturen den effektiven Austausch zwischen innovativer Forschung und ihrer praktischen Anwendung. Dies geschieht unter Einsatz partizipativer Prozesse in ausgewählten Einzugsgebieten weltweit.

Als Fallstudien für das NeWater Projekte wurden die folgenden Flussgebiete ausgewählt:

  • Rhein,
  • Elbe,
  • Guadiana,
  • Tisza,
  • Nil,
  • Oranje und
  • Amu Darya.

Die Leitung des Projektes wird vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück wahrgenommen.

Beitrag von Ecologic

Als Partner des aus 40 Institutionen bestehenden Konsortiums untersucht Ecologic grenzüberschreitende Aspekte bei der Umsetzung eines adaptiven Flussgebietsmanagementansatzes. Dabei wird ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand zur Rolle des Informationsmanagements und den institutionellen Zusammenhängen in grenzüberüberschreitenden Flussgebieten erstellt sowie die Situation in ausgewählten Flussgebieten näher beleuchtet.

Bisher liegen die folgenden Berichte vor:

Des weiteren arbeitet Ecologic im Rahmen der NeWater Fallstudien an der Anwendung und Validierung theoretischer Konzepte in der Praxis. So wurde für die Feldforschungen zu grenzüberschreitendem Wassermanagement ein gemeinsames Forschungsdesign [pdf, 656 KB, Englisch] erstellt. Aus den Ergebnissen der Fallstudien sollen in der zweiten Phase des Projektes innovative Verfahren für grenzüberschreitendes Flussgebietsmanagement entwickelt werden, die die Anforderung eines adaptives Management erfüllen.

Ecologics Aktivitäten in diesem Bereich fokussieren sich auf die Einzugsgebiete des Amudarya in Zentralasien und das Orange/Senqu Gebiet im südlichen Afrika. Lesen Sie hier mehr zu den Aktivitäten von Ecologic im Rahmen der Amudarya Fallstudie im Mai 2006.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung (GD Forschung)
Partner
Universität Osnabrück, Institut für Umweltsystemforschung (USF), Deutschland
Partner
Wageningen University & Research Centre, Alterra (Alterra), Holland
Natural Environment Research Council, Centre for Ecology and Hydrology (CEH), Großbritannien
HR Wallingford, Großbritannien
Universität Kassel, Wissenschaftliches Zentrum für Umweltsystemforschung (USF Kassel), Deutschland
Cranfield University, Großbritannien
Academy of Sciences of the Czech Republic, Institute of Hydrodynamics (ASCR-IH), Czech Republic
University of Natal, Institute of Natural Resources, South Africa
Water Research Institute (IRSA), Italien
Manchester Metropolitan University (MMU), Großbritannien
National Academy of Sciences of Ukraine, National Scientific Centre for Medical and Biotechnical Research (NSCMBR), Ukraine
Delft University of Technology, Centre on River Basin Administration, Analysis and Management (RBA Centre), Holland
Ministerie van Verkeer en Waterstaat, Rijkswaterstaat Waterdienst (Center for Water Management) (RWS-CWM), Holland
T. G. Masaryk Water Research Institute (TGM WRI), Czech Republic
University of Exeter, Großbritannien
University of Twente (UT), Holland
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
Wageningen University (Wageningen UR), Holland
Universität Bonn, Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), Deutschland
University of Oxford, Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Januar 2005 bis Dezember 2008
Projektnummer
1951
Schlüsselwörter
adaptives Wasserressourcenmanagement, grenzüberschreitende Flußgebiete, Unsicherheit, Integriertes Wasserressourcen Management, RP6, Rhein, Elbe, Guadiana, Tisza, Nil, Oranje und Amu Darya