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Umsiedlung aus hochwassergefährdeten Gebieten

Projekt

Umsiedlung aus hochwassergefährdeten Gebieten

Wie können sich Gesellschaften an die klimabedingte Zunahme des Hochwasserrisikos in Flusseinzugsgebieten und an Küsten anpassen? Verschiedene Maßnahmen für die Anpassung existieren. In hochgradig gefährdeten Gebieten wird es jedoch notwendig werden, über die Umsiedlung von Gebäuden und Infrastruktur nachzudenken. Die Hertie School of Governance und Ecologic haben dazu ein gemeinsames Studienprojekt abgeschlossen. Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Analyse politischer Instrumente, die die Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen aus hochwassergefährdeten Gebieten fördern oder anregen können. Der Bericht steht zum Download zur Verfügung.

Die Anfälligkeit von Gesellschaften in Europa und weltweit für Überschwemmungen ist durch die verheerenden Auswirkungen vieler Hochwasserereignisse in den jüngsten Jahren dramatisch illustriert worden. Menschliches Leben und viele wirtschaftliche Aktivitäten sind auf die Verfügbarkeit von Wasser angewiesen, und Siedlungen konzentrieren sich deshalb häufig entlang von Flüssen, Seen oder der Küste. Durch diese Ansammlung von Wertschöpfung in gefährdeten Gebieten wächst jedoch auch die Verletzlichkeit. Wasser kann schnell vom Segen zur Bedrohung werden und sowohl großes menschliches Leid als auch hohe Schäden verursachen, wenn es durch Starkregen, Schneeschmelze oder Sturmfluten zu Überschwemmungen kommt. Durch die Auswirkungen des Klimawandels wird vermutlich in Zukunft die Häufigkeit und Intensität von Hochwasserereignissen zunehmen, wodurch das Risikomanagement vor verschärfte Herausforderungen gestellt wird.

In diesem Studienprojekt übernahm Ecologic die Rolle eines Auftraggebers aus dem Europäischen Flussgebietsmanagement, der eine beratende Dienstleistung zu Politikinstrumenten für die Umsiedlung aus gefährdeten Gebieten in Anspruch nehmen möchte. Vier Studenten im Programm „Master of Public Policy“ der Hertie School of Governance nahmen die Herausforderung an und führten mit Unterstützung von Ecologic und unter der Betreuung ihrer Professorin Sonja Wälti eine umfassende und tiefgehende Analyse zu diesem Thema durch.

Das Projekt führte die über zehnjährige Erfahrung von Ecologic im Bereich der Forschung und Beratung zu Wasserwirtschaft und Hochwasserrisikomanagement mit dem Interesse der Hertie School of Governance an Regierungsansätzen und Instrumenten in der Umweltpolitik zusammen. Das Ergebnis ist ein Bericht, der eine Diskussion des Themas liefert, und eine umfassende Liste von Instrumenten zusammenstellt und bewertet, die politische Entscheidungsträger für die Umsiedlung aus Hochwasserrisikogebieten nutzen können. Die Arbeit basiert auf Recherchen und einer Reihe von Fallstudien als empirische Basis.  Der Bericht kann eine wertvolle Informationsquelle für all jene darstellen, die zu diesem Thema arbeiten und forschen, und er leistet einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte um Anpassung an die klimabedingte Zunahme des Hochwasserrisikos.

Der Bericht kann heruntergeladen werden [pdf, 1 MB, Englisch].


Finanzierung
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Februar 2006 bis Oktober 2006
Projektnummer
201-48
Schlüsselwörter
Wasser, Hochwasserrisiko, Klimawandel, Umsiedlung, Politikinstrumente, Global, Europa