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Wechselbeziehungen zwischen Umwelt- und Sozialpolitik im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklung

Wechselbeziehungen zwischen Umwelt- und Sozialpolitik im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklung

Das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung erfordert, dass Politik ökonomische, ökologische und soziale Belange gleichberechtigt berücksichtigt. Während der Zusammenhang sowohl zwischen Sozial- und Wirtschaftspolitik als auch zwischen Umwelt- und Wirtschaftspolitik bereits Gegenstand vieler Untersuchungen war, ist die Schnittstelle zwischen Sozial- und Umweltpolitik bisher wenig erforscht. Dieses Projekt soll dazu beitragen, die Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Politikfeldern besser zu verstehen, Synergien zu nutzen und Konflikte zu vermeiden.

Ziel der Studie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen zwischen sozialen und Umweltbelangen zu gewinnen, und Entscheidungsträgern in der Politik zu helfen, die verschiedenen Ziele, wie z.B. Reduzierung der Armut und sozialer Ausgrenzung, wirtschaftliche Entwicklung, Verbesserung des Umweltschutzes und Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster, miteinander in Einklang zu bringen. 
Vor diesem Hintergrund, sind die folgenden Fragen

Gegenstand der Forschungsarbeiten:

  • Welche gesellschaftlichen Gruppen haben welchen Anteil an der Verschmutzung der Umwelt und am Verbrauch von Ressourcen? Wie wirken sich die Konsummuster verschiedener sozialer Gruppen auf die Umwelt aus?
  • Inwiefern sind verschiedene soziale Gruppen in ihrer unterschiedlich durch Umweltverschmutzung belastet? Was bedeutet dies vor dem Hintergrund der Umweltgerechtigkeit?
  • Welche negativen und positiven Wechselwirkungen gibt es zwischen sozialen und umweltpolitischen Zielen und politischen Maßnahmen auf Europäischer Ebene und in einzelnen Europäischen Ländern?
  • Welche Nachhaltigkeitsindikatoren spiegeln sowohl soziale als auch ökologische Aspekte wider und sind dazu geeignet, die Beziehungen zwischen Umwelt- und Sozialpolitik zu illustrieren und zu messen?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung statistischer Daten aus nationalen und europäischen Quellen und auf Fallstudien für ausgewählte Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Deutschland, Großbritannien, die Tschechische Republik, Spanien, Schweden und Bulgarien. Auf der Basis eines gemeinsamen methodischen Rahmens identifizieren die Fallstudien wichtige Themen der politischen Debatte in den betreffenden Ländern und analysieren politische Maßnahmen und Programme auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Eine vergleichende Auswertung der Fallstudien und der Bestandsaufnahme auf europäischer Ebene wird durchgeführt, um bestehende Wechselwirkungen und Berührungspunkte zwischen den beiden Politikfeldern auf verschiedenen Ebenen besser zu verstehen und Wege aufzuzeigen, wie Synergien in Zukunft genutzt und soziale und Umweltziele besser miteinander vereinbart werden können.

Zusammenfassungen der Projektergebnisse können hier heruntergeladen werden:

  • Studie [pdf, 503 KB, Englisch]

Die Ergebnisse des Projektes dienten auch zur Vorbereitung einer von der Europäischen Kommission – GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit organisierten Konferenz im Februar 2009.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (GD Beschäftigung)
Partner
Ricardo-AEA (AEA), Großbritannien
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
University of Westminster, Policy Studies Institute (PSI), Großbritannien
University of Westminster, Centre for Sustainable Development (CfSD), Großbritannien
Institute of Occupational Medicine (IOM), Großbritannien
Team
Nevena Gavalyugova
Projektdauer
Dezember 2006 bis April 2008
Projektnummer
927
Schlüsselwörter
Umweltpolitik, Sozialpolitik, sozialer Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Umweltgerechtigkeit, Europa