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Institutionen für den globalen Emissionshandel: Eine Bewertung von Steuerungsaufgaben und Herausforderungen im Emissionshandelsmarkt

Institutionen für den globalen Emissionshandel: Eine Bewertung von Steuerungsaufgaben und Herausforderungen im Emissionshandelsmarkt
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Institutionen für den globalen Emissionshandel: Eine Bewertung von Steuerungsaufgaben und Herausforderungen im Emissionshandelsmarkt

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Ende 2008 betraute der britische Premierminister Gordon Brown seinen Sonderbeauftragten für Emissionshandel, den Parlamentsabgeordneten Mark Lazarowicz, mit der Erstellung eines Berichtes zur Ermittlung der gegenwärtigen Rolle von Emissionshandelssystemen und den damit verbundenen Herausforderungen. Michael Mehling vom Ecologic Institut in Washington DC wurde damit beauftragt, hierzu eines von vier Hintergrundpapieren beizutragen. Unter der Überschrift "Global Carbon Market Institutions: An Assessment of Governance Challenges and Functions in the Carbon Market" erörtert dieses Hintergrundpapier mögliche institutionellen Anforderungen für den Fall einer weltweiten Verknüpfung von Emissionshandelsmärkten. Der Bericht zeigt hierfür mögliche Steuerungsaufgaben in verknüpften Emissionshandelsmärkten auf. Der Hauptbericht ("Global Carbon Trading: A Framework for Reducing Emissions") wurde am 20. Juli 2009 in London der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Hintergrundpapier des Ecologic Institutes werden mögliche Steuerungsaufgaben in Emissionshandelsmärkten aufgezeigt, etwa zur Marktaufsicht und zur Sicherung von Emissionsminderungszielen. Ein ausgewogenes Zusammenspiel von Marktkräften und anspruchsvollen Minderungszielen ist von entscheidender Bedeutung für eine künftige grenzüberschreitende Verknüpfung von Emissionshandelsmärkten. Ohne eine gesicherte Zielerfüllung und Wahrung funktionierender Märkte wird die Integration von Handelssystemen verschiedener Länder schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Um die Verknüpfung von Handelssystemen zu erleichtern, zeigt der Bericht die wichtigsten Steuerungsherausforderungen auf und weist institutionelle Funktionen aus, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Der Bericht erörtert hier sowohl zentrale als auch dezentrale Entwicklungsszenarien. Ein Beispiel für eine derartige Herausforderung ist die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit Spekulation und Marktmissbrauch. Das Risiko eines Marktmissbrauchs kann auf zentraler Ebene durch verbindliche Mindesteinzahlungsbeträge, Angebotsregeln und Posititionsbegrenzungen sowie durch Sanktionen geschmälert werden. In dezentralen Systemen besteht hingegen die Möglichkeit der informellen Empfehlung von Richtlinien für die Angebotsabgabe, für Positionsbegrenzungen sowie für Mindesteinzahlungsbeträge, die Einführung eines freiwilligen Verhaltenskodex sowie der Empfehlung von Mindestsanktionen bei Verstößen.

Der Hauptbericht (“Global Carbon Trading: A Framework for Reducing Emissions”) wurde am 20. Juli vom Parlamentsabgeordneten Mark Lazarowicz, dem Sonderbeauftragten des Premierministers für Emissionshandel, der Öffentlichkeit vorgestellt. Er untersucht die Rolle von Emissionshandelssystemen bei der Verhinderung von Klimaveränderungen und zeigt Maßnahmen auf, die für eine zukünftige Verknüpfung und Ausweitung der Emissionshandelssysteme notwendig sind. Als Verfasser eines Hintergrundberichts wurde Michael Mehling vom Ecologic Institute eingeladen, an der offiziellen Vorstellung des Berichts in London teilzunehmen.

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Klima, Emissionshandel, Entwicklungsländer, Institutionen und Governance, Verknüpfung, Emissionshandelsmarkt, harmonisierte Maßnahmen
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