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Die soziale Dimension von Biodiversitätspolitik

Die soziale Dimension von Biodiversitätspolitik

Dieses Projekt arbeitete die Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes auf besonders anfällige Gruppen in Europa und in Entwicklungsländern heraus. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderes Augenmerk auf die Beschäftigung gelegt, die stark von der Nutzung natürlicher Ressourcen und dementsprechend von funktionierenden Ökosystemen abhängt. Die Analyse baut auf dem Millenium Ecosystem Assessment auf, um die Verbindung zwischen Biodiversität und der Bereitstellung von Ökosystemleistungen zu beschreiben und daraufhin ein Verständnis zu entwickeln, in welcher Beziehung der Wohlstand von Menschen zur Biodiversität steht.

Grundsätzlich stellt die Biodiversität die Basis für jegliche Bereitstellung von Ökosystemleistungen dar, von denen letztlich alle Menschen, ob arm oder reich, abhängen. Aus diesem Grund hat die Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) das Ziel, den weiteren Verlust der Biodiversität bis 2010 zu stoppen. Bei der letzten Vertragsstaatenkonferenz in Nagoya (Japan) im Oktober 2010 wurde allerdings anerkannt, dass dieses Ziel verfehlt wurde und es weiterer Anstrengungen bedarf, die Biodiversität weltweit zu schützen.

Viele Fallbeispiele besonders aus Entwicklungsländern haben gezeigt, dass die weitere Degradierung von Ökosystemen in einem engen Verhältnis zum abnehmenden Wohlstand in den entsprechenen Regionen steht. In diesem Zusammenhang spielt der Schutz von Biodiversität eine entscheidende Rolle bei der Erfüllung der Milleniumentwicklungsziele der UN, besonders beim Kampf gegen die Armut, der Verbesserung sozialer Strukturen und bei der Schaffung von Jobs.

Auch die EU hat das Ziel für 2010 verpasst, obwohl 2006 der Biodiversitäts-Aktionsplan in Kraft getreten ist, um den Schutzbemühungen Nachdruck zu verleihen. Die Erfahrungen mit der bisherigen Politik haben unter anderem gezeigt, dass mehr Effektivität erzielt werden kann, wenn die sozialen Verhältnisse der direkt und indirekt betroffenen Menschen stärker berücksichtigt werden.

Die Studie The Social Dimension of Biodiversity Policy versucht, für die soziale Dimension des Biodiversitätsschutzes mehr Klarheit zu schaffen und dabei die unvorhersehbaren Risiken zu beleuchten, die der weitere Verlust der biologischen Vielfalt für bestimmte Gruppen in verschiedenen Teilen der Welt hat.

Die Studie [pdf, 6.2 MB, Englisch] steht als Download zur Verfügung.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (GD Umwelt)
Partner
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
Partner
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
GHK (GHK), Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Januar 2010 bis August 2010
Projektnummer
1750-33
Schlüsselwörter
Biodiversität, Beschäftigung, gefährdete Gruppen, Millennium Ecosystem Assessmentt, Global