"Einsatz Europa – Was wir Barack Obama anbieten können" ist das Thema des ersten Heftes der von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegebenen Zeitschrift "Internationale Politik" im Jahre 2009. R. Andreas Kraemer von Ecologic veröffentlichte darin einen Ausblick auf Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA in der Klima- und Energiepolitik zur gemeinsamen Bewältigung der Transformationsherausforderung sowie in der Arktis als Region, in der sich die Zukunft internationaler Zusammenarbeit entscheiden kann.
Ländliche Räume stehen vor einer Reihe von neuen Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und die steigende Nachfrage nach Biomasse. Ziel dieser Veranstaltungsreihe zu verschieden Themen und mit breiter Teilnehmerschaft war die Erarbeitung von Förderungsstrategien für Innovationen in ländlichen Räumen, die mit einem naturverträglichen Wirtschaften im Einklang stehen.
Die Stärkung von Innovationen sowie die Umsetzungen einer nachhaltigen Entwicklungspolitik sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderung von ländlichen Räumen in Europa. In diesem Kontext spielen sowohl die Bewertung von innovativen Projekten als auch die Analyse des Status Quo und von Innovationshemmnissen in ländlichen Regionen eine Rolle. In ihrem Beitrag stellen Sandra Naumann (Ecologic) und Andreas Frangenberg (FNL) ein Set von Indikatoren zur Bewertung der Nachhaltigkeit und des Erfolges von innovativen Projekten vor. Des Weiteren werden die Ergebnisse einer umfassenden Bestandsaufnahme zu Innovationen im ländlichen Raum präsentiert.
Indikatoren sind eine wichtige Informationsquelle für effiziente wirtschaftliche und politische Entscheidungen und bieten eine grundlegende quantitative Unterstützung bei der Ausarbeitung und Durchführung politischer Maßnahmen. In einer im November 2008 veröffentlichten Broschüre evaluiert Ecologic für das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) die Umweltsituation in Österreich anhand von ausgewählten Umweltindikatoren im Kontext der EU-27 Staaten.
Am 14. Oktober 2008 veröffentlichte Greenpeace eine von Ecologic erstellte Studie zu den bisher kaum beachteten ökonomischen Schäden, die der deutschen Holz- und Forstwirtschaft durch Importe illegal eingeschlagener Hölzer entstehen. Mit der Studie wurde gezeigt, dass der Branche durch Imageschäden, Preisdumping und die Gefährdung der Rohstoffbasis auf längere Sicht erhebliche Schäden entstehen können. Am 17. Oktober stellte die EU-Kommission einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung des Imports und Handels mit illegalem Holz vor. Dieser Entwurf geht Greenpeace jedoch nicht weit genug. Sie fordern die Bestrafung des Besitzes und des Handels von Holz aus illegalen Quellen.
Die Hoffnungen auf eine Wende in der Entwicklung der weltweiten Treibhausgasemissionen, insbesondere der CO₂-Emissionen, haben sich auch im vergangenen Jahr nicht erfüllt. Immerhin sind die Treibhausgasemissionen in den Annex-B-Ländern, die sich (mit Ausnahme der USA) zu einer Emissionsbegrenzung oder -reduktion verpflichtet haben, im Jahr 2007 gegenüber 2006 gesunken (-0,7 %). Im Vergleich zum Basisjahr (überwiegend 1990) waren das sogar 16 % weniger. Ecologic Policy Advisor Hans-Joachim Ziesing gibt in diesem Artikel aus der Zeitschrift „Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ einen Überblick über die Entwicklungstendenzen der weltweiten CO₂- sowie Treibhausgasemissionen in den Annex-B-Ländern von 1990 bis 2007.
In diesem Artikel stellt Hanna Schumacher rechtlich relevante Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz durch dessen Neufassung im Rahmen des Integrierten Klima- und Energieprogramms (IKEP) dar und schildert weitere Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien im Stromsektor.
Seit den Konferenzen von Dublin und Rio de Janeiro im Jahre 1992 hat sich die Gewässerbewirtschaftung nach dem Flussgebietsansatz mehr und mehr durchgesetzt. Mit der Wasserrahmenrichtlinie, die alle Mitgliedstaaten zu diesem Ansatz verpflichtet, um ihre ambitionierten Ziele zu erreichen, hat dieser Trend in Europa einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. In der Ausgabe 7/2008 der Fachzeitschrift "KW Korrespondenz Wasserwirtschaft" stellen Stefan von Keitz (Biologe) und Peter Kessler (Jurist), Senior Policy Advisor bei Ecologic, den Flussgebietsansatz auf den Prüfstand und führen eine Reihe von Argumenten an, die für eine zurückhaltende Verwendung des Flussgebietsmanagements sprechen. In der folgenden Ausgabe (8/2008) derselben Zeitschrift widerspricht ihnen der Hydrologe Prof. Uwe Grünewald und plädiert für eine konsequent umgesetzte integrierte Wasserbewirtschaftung im Flusseinzugsgebiet.
Das Partizipationsgebot der EG-Wasserrahmenrichtline (WRRL) (§14) führt erstmalig zu einer breiteren Diskussion über partizipative Ansätze in der Wasserwirtschaft. Die Forderung nach mehr Beteiligung ist jedoch alles andere als neu. Zahlreiche Beteiligungsformen sind bereits seit den 70er und 80er Jahren bekannt und erprobt. Die meisten stammen aus Projekten und Diskussion zur Stadt- und Raumplanung. In diesem Buch stellt das INTERREG III B – Projekt "RheinNetz" seine Erfahrungen anhand eigener und externer Fallstudien zum Partizipationsgebot der WRRL im Rheineinzugsgebiet vor.
Im Januar 2008 hat die EU-Kommission mit der Vorlage der Richtlinie zur Förderung von Erneuerbaren Energien ambitionierte Ziele u.a. für die Steigerung des Biokraftstoffanteils im Verkehrsbereich gesetzt. Auch in der Klimaschutzpolitik einzelner EU-Mitgliedsstaaten spielt Bioenergie eine wichtige Rolle. Doch nimmt die Kritik zu. Kontroversen entfalten sich etwa um die Klimabilanz der Bioenergie oder um die Folgen ihres Einsatzes für Biodiversität und Nahrungsmittelsicherheit. In der Veranstaltungsreihe "Climate Talk" wurden diesbezüglich Probleme und Lösungsansätze erörtert.
Das Bundesumweltministerium erarbeitet bundeseinheitliche, rechtsverbindliche Anforderungen an die Verwertung von mineralischen Abfällen in technischen Bauwerken und in bodenähnlichen Anwendungen. Ein erster Arbeitsentwurf einer Verordnung über Anforderungen an den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe in technischen Bauwerken (ErsatzbaustoffV) und zur Änderung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) wurde am 13. November 2007 vorgelegt. Dieser am 20.-21. Mai 20008 in Dessau durchgeführte Workshop diente der Folgenabschätzung und der Erörterung noch offener Fragen in Ergänzung der Konsultationen mit den Bundesländern, den Wirtschaftsbeteiligten und den Ressorts.
Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sieht vor, dass sich alle Gewässer bis 2015 in einem guten Zustand befinden bzw. ein gutes ökologisches Potenzial erreicht haben sollen. Es ist aber absehbar, dass die Mehrheit der Gewässer in Deutschland diese Ziele nicht erreichen werden. Viele Bundesländer werden daher eine Verlängerung der Frist bei der EU beantragen. Die Autoren u. a. mit Ingo Bräuer, Senior Fellow bei Ecologic, erörtern in diesem Artikel, wie Ausnahmen nachvollziehbar und gesetzeskonform begründet werden können.
Sascha Müller-Kraenners Buch hinterfragt die globale Energiepolitik. Gibt es eine Alternative zu der gefährlichen Großmachtpolitik, die Länder wie China, die USA und Russland derzeit verfolgen? Als Antwort auf die weltweite Energiekrise plädiert Müller-Kraenner für eine kooperative Energiepolitik im europäischen Rahmen, die unsere Wirtschaft mit Energie aus unterschiedlichen Quellen versorgt: bezahlbar, umweltfreundlich, sicher.
Gibt es ein Recht auf Wetter? Seit über 50 Jahren gibt es Technologien zur gezielten Wetterveränderung. Wolken werden mit bestimmten Chemikalien geimpft, um z. B. Regen oder Hagel herbeizuführen oder zu verhindern. Ralph Czarnecki, Senior Fellow bei Ecologic, untersucht in diesem Artikel Perspektiven für ein zukünftiges Wetterrecht im Hinblick auf die Verknappung von Niederschlägen und daraus resultierende Probleme wie Verteilungsfragen und "Regendiebstahl".
Die Frage des Ausbaus von Kernenergie hat angesichts der Klimadebatte neue Prominenz erhalten. Ihr wird in wissenschaftlichen wie politischen Szenarien immer wieder eine wichtige Rolle zugemessen. Vor diesem Hintergrund wurde im Climate Talk erörtert, wie groß der Beitrag der Kernenergie im Kampf gegen den Klimawandel wirklich ist, und ob mit Blick auf den internationalen Klimaschutz angesichts bereits bestehender und noch zu entwickelnder Alternativen ein wesentlicher Beitrag durch die Kernenergie angestrebt werden sollte.