Im September 2015 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), darunter das Ziel 15.3, das darauf abzielt, bis 2030 eine Neutralität der Landdegradation (LDN) anzustreben. Dies hat vielen Ländern ein "Fenster der Möglichkeiten" eröffnet, um die Politik für eine nachhaltige Nutzung von Land und Boden zu stärken. Dieses Kapitel beschreibt zunächst das Konzept, die wichtigsten Elemente und den derzeitigen internationalen Rahmen für die Bewertung der Fortschritte bei der Erreichung des SDG-Ziels 15.3. Die Autorinnen und Autoren des Ecologic Instituts schlagen einen schrittweisen Ansatz vor, um die nationalen Anforderungen mit dem Gesamtziel der LDN-Implementierung weiter anzupassen. Da sowohl das LDN-Konzept als auch der international vereinbarte Umsetzungsrahmen Raum für nationale Interpretationen lassen, wird am Beispiel Deutschlands veranschaulicht, wie der Umsetzungsprozess auf nationaler Ebene gestaltet werden kann und welche Erfahrungen gemacht wurden.
In diesem Kapitel analysiert Dr. Ralph Bodle vom Ecologic Institut die rechtlichen Instrumente und Regulierungsansätze im deutschen Recht zur Erreichung der Landdegradationsneutralität (LDN). Abschnitt 1 umreißt die konzeptionellen Komponenten des LDN, mit denen sich das Gesetz befassen muss: Verhinderung von Degradation, Wiederherstellung degradierter Böden, Ausgleich der Degradation auf Projektebene sowie Raumplanung und -management. In Abschnitt 2 wird analysiert, welche rechtlichen Mechanismen das deutsche Recht vorsieht, um alle konzeptionellen Komponenten von LDN zu erfassen. Die Bewertung und Schlussfolgerung in Abschnitt 1. 3 argumentieren, dass trotz einer Reihe von Rechtsvorschriften und Instrumenten des deutschen Bodenschutzrechts das Fehlen eines übergreifenden ganzheitlichen Konzepts auch im Hinblick auf LDN ein grundlegender Mangel ist.
Für die Erreichung der langfristigen Klimaschutzziele bedarf es u.a. weiterer Innovation in Technologien und Wirtschaftspraktiken – in allen Sektoren. Der EU-Innovationsfonds (IF) soll Projekte in der Industrie und der Energiewirtschaft fördern. Damit der IF eine entsprechend Wirkung zeigt, sollte er sich auf Technologien und Praktiken mit besonders hohem Treibhausgasminderungspotenzial konzentrieren und Finanzierung auch für Projekte mit hohem Risiko anbieten – so die vorliegende Analyse des Ecologic Instituts.
Stakeholder und öffentliches Engagement sind Schlüsselelemente der EU-Politikentwicklung sowie der verantwortungsvollen Forschung und Innovation. Über einen Zeitraum von drei Jahren hat BioSTEP ein breites Spektrum von Aktivitäten zur Entwicklung der europäischen Bioökonomie konzipiert und umgesetzt. Dieses Papier, herausgegeben von Holger Gerdes und Zoritza Kiresiewa vom Ecologic Institut, stellt eine Reihe von Forschungsempfehlungen vor, die auf den Erfahrungen aus der Anwendung der partizipativen Instrumente von BioSTEP aufbauen. Die BioSTEP-Forschungsempfehlungen stehen als Download zur Verfügung.
Mitarbeiterinnen des Ecologic Instituts stellten auf der BONARES-Konferenz "Boden als nachhaltige Ressource" Zwischenergebnisse des Projekts "Nachhaltiges Management des Unterbodens als Teil der Bioökonomie (Soil³)" vor. Dr. Ana Frelih-Larsen, Senior Fellow am Ecologic Institut, hielt den Vortrag "Der unsichtbare Unterboden: Eine explorative Analyse der sozialen Akzeptanz von Management des Unterbodens in Deutschland."
Im Rahmen des AQUACROSS-Projekts leitete das Ecologic Institut einen Fall im Faial-Pico-Kanal, Azoren, Portugal. Trotz der Ausweisung als Meeresschutzgebiet nimmt die Biodiversität im Kanal von Faial-Pico ab. Unser Ziel: Zusammenarbeit mit lokalen Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern unter Anwendung des AQUACROSS Bewertungsrahmens, um soziale und ökologische Aspekte des Kanals zu verstehen und Maßnahmen zu ermitteln, um die langfristige Nachhaltigkeit des Kanals effizient und gerecht zu gewährleisten und die Ziele von kommerziellen und Freizeitfischern, Tourismusbetreibern und anderen lokalen Interessengruppen auszugleichen.
Heute leben fast 50% der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten. Feuchtgebiete finden sich in Städten und deren Vororten. Sie tragen maßgeblich dazu bei, Städte sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen (UN-Nachhaltigkeitsziel 11). Während sich die Städte jedoch ausbreiten, sind Feuchtgebiete bedroht. Anlässlich ethnographischer Feldstudien, die für das ERA4CS-Projekt INNOVA in einer der Regionen in äußerster Randlage Europas durchgeführt wurden, nahm Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut an einer regionalen Aktion zum Welttag der Feuchgebiete in Guadeloupe teil.
Diese Infografik gibt einen Überblick über Bodenwertigkeiten auf Basis von Hemerobiestufen unter Einbezug der Bodengefährdungen für verschiedene Landnutzungskategorien.
Diese Infografik verdeutlicht das Grundprinzip eines erweiterten Indikators zur Landnutzung bzw. Landnutzungsänderung: Verschlechterungen und Verbesserungen in der Landnutzung werden erfasst und gegeneinander aufgewogen.
Diese Infografik zeigt eine Vorgehensweise auf, wie sich der Operationalisierung des LDN Konzeptes genähert werden kann und welche Fragestellungen es auf diesem Weg zu beantworten gilt. Sie baut auf den Erkenntnissen aus 14 Pilotstudien der UNCCD auf (Global Mechanism of the UNCCD 2016a) und interpretiert diese weiter. Sie visualisiert sieben strategische Schritte.
Das Video "Innovative Bio-based Products: Investment, Environmental Impacts and Future Perspectives" lädt zur gleichnamigen Konferenz ein, die am 6. Juni 2018 in Brüssel stattfindet. Neben logistischen Angabe informiert es über die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung und den Adressatenkreis.
Innerhalb von drei Jahren entwickelte das BioSTEP-Projekt Beteiligungsformate um die Öffentlichkeit in die Entwicklung der europäischen Bioökonomie mit einzubeziehen. Hierbei wurden unterschiedliche Arten der Partizipation angestrebt. Während der Abschlusskonferenz am 22. Februar 2018 in Brüssel sollen die Beteiligungsformate und ihr möglicher Einfluss sowie die BioSTEP-Forschungsempfehlungen vorgestellt und diskutiert werden. Anmeldungen zur Konferenz sind bis zum 15. Februar möglich.
Dieser Bericht stellt die Kernideen, Definitionen und Umsetzungsansätze für das UN-Nachhaltigkeitsziel 15.3 (SDG 15.3) auf internationaler Ebene vor. Er zeigt Wege für die Umsetzung in Deutschland auf und konzeptioniert einen auf Landnutzungsänderungen basierenden Indikator. Hierzu wird eine siebenstufige Vorgehensweise zur nationalen Umsetzung entwickelt. Der Bericht des Ecologic Instituts steht als Download zur Verfügung.
Dieser englischsprachige Bericht des Ecologic Instituts setzt sich mit der internationalen und insbesondere europäischen Diskussion zur Anwendung und Umsetzung des Konzepts zur "Land Degradation Neutrality" (LDN) auseinander. Er geht auf die europäischen Besonderheiten bei der Umsetzung ein und konzeptioniert einen auf Landnutzungsänderungen basierenden Indikator. Der Bericht steht als Download zur Verfügung.
Ein Deckensystem, welches Kühl-, Heiz-, Akustik- und Lichtlösung in einem ist; eine App für transparente Stromrechnungen, die den Stromverbrauch einzelner Haushaltsgeräte und die entsprechenden jeweiligen Kosten live berechnet; ein Prozess, der Dämmfassaden mit Hilfe von Digitalisierung und Robotik effizient und umweltfreundlich vermisst, produziert, anbringt und bei Bedarf wieder entsorgt. Diese Innovationen gehörten zu den zehn Finalisten des PERPETUUM 2018 Energieeffizienzpreises. Dr. Camilla Bausch, Direktorin des Ecologic Instituts, kürte als Vorsitzende der Jury den Gewinner des Wettbewerbs.