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Governance Screening of Global Land Use

 
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Governance Screening of Global Land Use

Discussion Paper prepared by GLOBALANDS Project

Publikation
Zitiervorschlag

Wunder, Stephanie et al. 2013: Governance screening of global land use - Discussion Paper prepared by GLOBALANDS Project, Berlin.

WissenschaftlerInnen des vom Umweltbundesamt geförderten Projektes "GLOBALANDS – Globale Landnutzung und Nachhaltigkeit" haben im Vorfeld der Global Soil Week 2013 ein umfassendes Diskussionspapier zum Thema "Governance Screening for Sustainable Land Use" veröffentlicht. Es stellt eine breite Analyse internationaler Politiken mit hoher Landnutzungsrelevanz dar und identifiziert politische Handlungsspielräume zur Stärkung nachhaltiger Landnutzungsformen. Die Analyse wurde durch das Ecologic Institut und das Öko-Institut, unter Leitung von Stephanie Wunder, Senior Fellow am Ecologic Institut, durchgeführt.

Ziel des Berichtes ist es, einen strukturierten Überblick über die wichtigsten vorhandenen internationalen Politiken mit Auswirkung auf die weltweite Landnutzung zu geben. Des Weiteren werden im Rahmen des Screenings Ansätze identifiziert, die aufgrund ihres Entwicklungspotentials für eine effektive Landnutzungs-Governance relevant sind.

Für jedes Politikfeld wird dabei eine Übersicht über Ziele und Funktionsmechanismen gegeben sowie eine Einschätzung der Relevanz der Auswirkungen im Bereich nachhaltige Landnutzung.

Die Untersuchungen gehen dabei über die dominanten Landnutzungssektoren Landwirtschaft und Forstwirtschaft hinaus und umfassen auch Politikfelder wie Handels- und Investitionspolitik, Entwicklungspolitik, Korruptionsbekämpfung etc., die oft indirekte, aber wesentliche Auswirkungen auf Landnutzungen haben.

Die Analyse identifiziert darüber hinaus Handlungsoptionen auf internationaler Ebene, die zu nachhaltiger Landnutzungspraktiken stärken und zu mehr Bedeutung verhelfen können, zum Beispiel die Entwicklung eines "globalen Landziels" im Rahmen der inernationalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die Umsetzung der freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Regelung von Nutzungs- und Besitzrechten an Land, Fischgründen und Wäldern (Voluntary Guidelines on Land Tenure) und die Weiterentwicklung der Internationalen Klimapolitik, dort insbesondere des REDD+ Mechanismus.

Ergebnis der Untersuchung ist darüber hinaus auch, dass wesentliche Treiber (steigender Ressourcenanspruch von westlichen Konsum- und Ernährungsmustern, Bevölkerungswachstum, Lebensmittelabfälle etc.) derzeit nicht oder nur unzureichend durch internationale Politiken adressiert sind.

Insgesamt wurden mehr als 120 internationale und europäische Politikinstrumente analysiert. Darüber hinaus wurden in zehn nationalen Fallstudien spezifische Landnutzungspolitiken einzelner Länder (Brasilien, Bolivien, Argentinien, Kuba, Nigeria/Burkina Faso, Indien, Australien, Belgien und Deutschland) untersucht.

Wesentliche Treiber nicht nachhaltiger Landnutzung, wie der steigende Ressourcenanspruch westlicher Konsum- und Ernährungsmuster, Bevölkerungswachstum etc. werden derzeit nicht oder nur unzureichend durch internationale Politiken addressiert.

Kontakt

Sprache
Englisch
Autorenschaft
Lucy Olivia Smith
Johanna von Toggenburg
Franziska Wolff (Öko-Institut)
Andreas Hermann (Öko-Institut)
Dirk Arne Heyen (Öko-Institut)
Finanzierung
Jahr
Umfang
221 S.
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
nachhaltige Landnutzung, Boden, Land, Landnutzungspolitik, Landwirtschaft, Landschaftsplanung, Wüstenkonvention
Lateinamerika, Aifrka, Asien, Ozeanien, Europa, Brasilien, Argentien, Kuba, Burkina Faso, Indien, Australien, Deutschland, Belgien