Geopolitische Spannungen, volatile Energiemärkte und der Fokus auf strategische Autonomie haben die industrielle Wettbewerbsfähigkeit an die Spitze der politischen Agenda gerückt. Die Gestaltung der europäischen Klimapolitik erfordert daher eine enge Abstimmung zwischen Emissionsminderung, Investitionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. In einem Hintergrundpapier fassen Ariadne-Forschende zusammen, wie Governance, Finanzierung, Industrietransformation, EU-Emissionshandel und Energieinfrastruktur weiterentwickelt werden müssen, um Dekarbonisierung, wirtschaftliche Resilienz und gesellschaftliche Unterstützung zugleich zu sichern.
Der 2026er Bericht "State of EU Progress to Climate Neutrality" von ECNO bietet eine umfassende Bewertung der Frage, ob die Europäische Union schnell genug vorankommt, um ihre Klimaziele zu erreichen. Auf Grundlage einer breiten Palette von Indikatoren und politischer Analysen untersucht der Bericht die Fortschritte in der gesamten Wirtschaft und zeigt auf, wo eine konsequentere Umsetzung dazu beitragen könnte, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, Lieferkettenrisiken, Bezahlbarkeitsproblemen und klimabedingten Risiken zu verringern.
Dieses White Paper fasst die Erkenntnisse und Empfehlungen aus sieben EU-finanzierten Projekten, darunter RESTORE4Cs, zusammen. Das Papier unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Schutz und die Renaturierung von Feuchtgebieten in ganz Europa zu beschleunigen. Denn degradierte Feuchtgebiete treiben weiterhin den Verlust der biologischen Vielfalt voran, schwächen die Wasserresilienz und verwandeln Ökosysteme, die Kohlenstoff speichern können, in Quellen von Treibhausgasemissionen.
Dieser Bericht untersucht die Sanktionsvorschriften der überarbeiteten Notverordnung (Draft Emergency Ordinance, DEO), die von der rumänischen Regierung im April 2026 zur Umsetzung der EU-Methanemissionsverordnung (EUMR) vorgeschlagen wurde.
Dieser Bericht legt dar, dass es keine plausible Grundlage für die Einführung einer „Schonfrist“ („grace period“) für Verstöße gegen Artikel 27 der EU-Methanverordnung (EUMR) gibt, wie sie in einem kürzlich bekannt gewordenen Entwurf einer Empfehlung der Europäischen Kommission vorgesehen ist.
Herausforderungen wie Flächenverbrauch, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Bodendegradation erfordern eine Weiterentwicklung des Bodenschutzrechts. Diese Studie zeigt einen umfassenden Reformansatz auf. Ziel ist es, das bestehende Bundes-Bodenschutzgesetz zu einem modernen Rechtsrahmen für den vorsorgenden Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung von Böden weiterzuentwickeln. Dazu analysiert die Studie rechtliche und fachliche Defizite des geltenden Rechts und erarbeitet konkrete Vorschläge für neue Steuerungs-, Planungs- und Schutzinstrumente.
Mit seinen Ergebnissen liefert MEER:STARK einen praxisorientierten Rahmen für die Verknüpfung von Meeresschutz und Klimaanpassung. Die entwickelten Handlungsempfehlungen zeigen Wege auf, wie die Resilienz von Nord- und Ostsee gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt werden kann. Dabei wird deutlich, dass langfristiger Erfolg vor allem durch die Kombination ökologischer, planerischer und politischer Maßnahmen erreicht werden kann. Die Ergebnisse bieten Entscheidungsträgern eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Meerespolitik.
Im Zuge der Überlegungen der Europäischen Union, das Emissionshandelssystem (EU ETS) durch die Einbeziehung permanenter Kohlendioxid-Entnahmen (Carbon Dioxide Removals, CDR) weiterzuentwickeln, untersucht dieser Bericht geeignete Schutzmechanismen. Ziel ist es, den schrittweisen Ausbau permanenter CO₂-Entnahmen zu ermöglichen und gleichzeitig deren Umfang zu begrenzen, um Risiken zu minimieren und die Anreize zur Emissionsminderung zu erhalten.
Arzneimittel werden bislang vor allem nach ihrer Wirksamkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bewertet. Eine aktuelle Machbarkeitsstudie zeigt nun, wie künftig auch Umweltinformationen systematisch in diese Entscheidungsprozesse einbezogen werden könnten. Im Mittelpunkt steht das Konzept eines deutschen „Arzneimittelindex Umwelt“, der ökologische Informationen zu Wirkstoffen standardisiert bereitstellen und für die medizinische Praxis nutzbar machen soll.
Vor dem Hintergrund der beschlossenen Ausweitungen des europäischen Emissionshandels (u. a. schrittweise Einbeziehung des Seeverkehrs und Einführung des EU-ETS 2) enthält die Studie eine Analyse des geltenden Sanktionsregimes im Emissionshandel. Die durch das TEHG-Europarechtsanpassungsgesetz 2024 erfolgte grundlegende Novelle des TEHG wird bereits berücksichtigt. Es werden Vorschläge für ein wirksameres Sanktionsregime unterbreitet, die sich sowohl auf den Vollzug der bestehenden Regelungen als auch auf Reformen dieser Regelungen beziehen. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf dem Ordnungswidrigkeitenrecht.
Der Bericht identifiziert und charakterisiert systemische Umweltrisiken, untersucht ihre Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Systemen und analysiert Governance-Ansätze für den Umgang mit diesen Risiken. Vorgestellt werden sogenannte Risikokonstellationen als praxisnaher Ansatz zur Analyse komplexer Risikozusammenhänge.
Die Publikation dokumentiert die im Projekt entstandenen Informations- und Lehrmaterialien für Medizin, Pharmazie und Gesundheitskommunikation. Ziel des Projekts war es, den Eintrag von Arzneistoffen in die Umwelt zu verringern und Umweltwissen stärker in Ausbildung, Lehre und Praxis zu verankern. Entstanden sind frei verfügbare Materialien für Hochschulen, Berufsschulen, Fortbildungen, Apotheken und die interessierte Öffentlichkeit. Ergänzend wurde ein Onlineportal aufgebaut, das wissenschaftliche Hintergründe, Infografiken und Unterrichtsmaterialien bündelt.
Die Transformation zu einer sauberen und wettbewerbsfähigen Industrie ist entscheidend für die wirtschaftliche Resilienz und Unabhängigkeit Europas. Der Clean Industrial Transition Monitor von ECNO analysiert die tatsächlichen Fortschritte anhand von mehr als 50 Indikatoren und zeichnet ein differenziertes Gesamtbild des Fortschritts sowie der verbleibenden Defizite.
Der Europäische Wissenschaftliche Beirat für Klimawandel (ESABCC) hat den Bericht „Klimaanpassung und -schutz im Agrar- und Ernährungssystem – Empfehlungen für eine kohärente EU-Politik“ veröffentlicht. Darin fordert er die EU auf, Klimaschutz und Klimaanpassung entlang der gesamten Wertschöpfungskette stärker zu verzahnen. Ziel ist es, die Ernährungssicherheit zu sichern, die Existenzgrundlagen von Landwirt:innen zu stärken und das Agrar- und Ernährungssystem mit den Klimazielen der EU in Einklang zu bringen.
Die GAP-Strategiepläne (CSPs) bündeln eine Vielzahl von Instrumenten zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele, insbesondere SO4 (Klimaschutz), SO5 (natürliche Ressourcen) und SO6 (Biodiversität). Diese Kombination wird als grüne Architektur (GA) bezeichnet. Diese Leitlinien unterstützen Verwaltungsbehörden und Evaluator:innen dabei, zu bewerten, wie diese Instrumente zusammenwirken. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Betrachtung einzelner Maßnahmen, sondern die Analyse der GA als Gesamtsystem.