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Vorschlag für eine Methodik zur Auswahl der kosteneffizientesten Maßnahmenkombinationen für die Wasserrahmenrichtlinie

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Vorschlag für eine Methodik zur Auswahl der kosteneffizientesten Maßnahmenkombinationen für die Wasserrahmenrichtlinie

Publikation
Zitiervorschlag

Benjamin Görlach et al. (2005): Vorschlag für eine Methodik zur Auswahl der kosteneffizientesten Maßnahmenkombinationen für die Wasserrahmenrichtlinie, in: gwf-Wasser/Abwasser 5/2005.

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass bis zum Jahr 2015 in allen Gewässern Europas der „gute ökologische Zustand“ erreicht werden soll. Zu diesem Zweck werden – gemäß Artikel 11 der WRRL – bis 2009 für jedes Flusseinzugsgebiet Maßnahmenprogramme erstellt. Die Auswahl und Kombination der Maßnahmen soll dabei unter dem Gesichtspunkt der Kosteneffizienz erfolgen. In der Zeitschrift gwf Wasser / Abwasser stellen Benjamin Görlach, Nicole Kranz und Eduard Interwies eine mögliche Vorgehensweise hierzu vor, die von Ecologic im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt wurde.

Grundsätzlich sind Wirtschaftlichkeitsrechnungen in der Wasserwirtschaft etablierte Praxis. Die Auswahl und Kombination von Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie bringt jedoch einige Neuerungen mit sich. So sollen nicht einzelne Maßnahmen auf ihre Effizienz hin betrachtet werden, sondern Kombinationen verschiedener Maßnahmen. Zudem wird die Wirksamkeit der Maßnahmenkombinationen nicht im Hinblick auf einzelne Parameter beurteilt (wie P oder N), sondern misst sich letztlich an einer Reihe von Parametern, die zusammen den guten ökologischen Zustand ausmachen. Hierzu zählen insbesondere auch die Gewässermorphologie und ökologische Qualität der Gewässer. Schließlich ist die Effizienz der Maßnahmenplanung nicht nur lokal für die einzelne Maßnahme gefordert, sondern auch für das gesamte Flusseinzugsgebiet.

Für die Auswahl und Planung von Maßnahmen wurde von Ecologic gemeinsam mit dem Institut für Gewässerforschung und Gewässerschutz der Universität Kassel im Auftrag des Umweltbundesamtes ein Handbuch entwickelt, das ein entsprechendes Vorgehen in sieben Schritten vorschlägt. Hiermit liegt – erstmals in Europa – eine Methodik vor, mit der die Auswahl kosteneffizienter Maßnahmenkombinationen im Zuge der WRRL transparent und nachvollziehbar gestaltet werden kann. In einem Artikel für die Zeitschrift gwf Wasser / Abwasser wird diese Methodik kurz dargestellt.

Kontakt

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Sprache
Deutsch
Autorenschaft
Dr. Nicole Kranz
Eduard Interwies
Veröffentlicht in
gwf-Wasser/Abwasser 05/2005
Jahr
ISSN
0016-3651
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Wasser, Wasserrahmenrichtlinie, Gewässerschutz, Gewässergüte, Kosten, Kosteneffizienz, Kostendeckung, Umweltkosten, Ressourcenkosten, Maßnahmen, Maßnahmekombination, Maßnahmenprogramm