Wie lässt sich Nachhaltigkeit dauerhaft in der Ausbildung von Ärztinnen, Ärzten und pharmazeutischem Fachpersonal verankern? Dieser Frage geht ein Fachartikel im International Journal of Sustainability in Higher Education am Beispiel Deutschlands nach. Die Autorinnen und Autoren zeigen auf, welche strukturellen Hürden einer stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bislang entgegenstehen, und legen eine politische Roadmap für Hochschulstudium, Ausbildung und berufliche Fortbildung vor.
Mit der Carbon Removals and Carbon Farming-Verordnung (CRCF) hat die EU einen Rahmen für die Zertifizierung von Carbon Farming geschaffen. Doch glaubwürdige Zertifikate allein schaffen noch keine Nachfrage. In einem Beitrag in ÖkologischesWirtschaften zeigt Aaron Scheid vom Ecologic Institut, warum es dafür auch verbindliche Klimaziele für den Agrarsektor braucht.
Obwohl Medikamente unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung sind, werden ihre Umweltauswirkungen bislang nur selten bei der Verordnung oder Abgabe berücksichtigt. Ein Forschungsteam hat deshalb ein Konzept für einen „Environmental Pharmaceutical Index“ (EPI) entwickelt, das Umweltinformationen systematisch in medizinische und pharmazeutische Entscheidungen integrieren soll. Ziel ist es, therapeutisch gleichwertige Arzneimittel mit geringeren Umweltwirkungen bevorzugt einzusetzen, ohne die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu beeinträchtigen.
Im Umgang mit Rechtsaußenparteien verfolgt Europas Klimabewegung unterschiedliche Ansätze. Nils Meyer-Ohlendorf vom Ecologic Institute und Erik Tang von Green Transition Denmark diskutieren in im Tagespiegel diese Ansätze und stellen Schlussfolgerungen zur Diskussion. Die Ansichten in diesem Standpunkt sind allein solche der Autoren.
Die Europäische Kommission verfolgt mit dem vorgeschlagenen Omnibus Simplification Package das Ziel, Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel zu vereinfachen und regulatorische Belastungen innerhalb der Europäischen Union zu reduzieren. Ein im Fachjournal Science veröffentlichtes Policy Forum warnt jedoch davor, dass die vorgeschlagenen Änderungen zentrale Elemente der bestehenden Umweltrisikobewertung schwächen und dadurch Risiken für Biodiversität, Umwelt und menschliche Gesundheit erhöhen könnten. Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren weist der aktuelle europäische Rechtsrahmen bereits erhebliche Defizite auf.
In diesem Beitrag gibt Dr. Stephan Sina einen Überblick über die wesentlichen Regelungen der EU-Umweltstrafrechtsrichtlinie mit einem Schwerpunkt auf Gewässerschutzdelikten und untersucht anhand der geplanten Umsetzung in Deutschland, inwieweit die Richtlinie die Verfolgung von Wasserkriminalität erleichtert. Dies ist auch für die Schweiz interessant, da sich das 2025 verabschiedete Übereinkommen des Europarats über den Schutz der Umwelt durch Strafrecht an die Richtlinie anlehnt.
A new Roundtable published by The Nature of Cities asks a central question for the planning and implementation of nature-based solutions: whose voices shape decisions, and who remains unheard? Curated by McKenna Davis of Ecologic Institute and Natalia Andrea Burgos Cuevas of the IUCN, the Roundtable brings together 29 contributors from around the world to reflect on what meaningful inclusion, co-creation and environmental justice can look like in practice.
Im September 2025 kamen in Berlin rund 40 Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Wissenschaftsberatung zusammen, um den aktuellen Wissensstand zum arktischen Kohlenstoffkreislauf zu bewerten und Prioritäten für zukünftige Forschung zu formulieren. Die Ergebnisse des Workshops wurden in einer gemeinsamen Publikation vorgestellt, an der auch Arne Riedel Escobar vom Ecologic Institut mitgewirkt hat.
Naturbasierte Lösungen (NbS) gewinnen im Kontext von Biodiversitätsschutz, ökologischer Vernetzung und Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung, insbesondere dann, wenn sie im Landschaftsmaßstab gedacht und umgesetzt werden. Gleichzeitig sind ihre Bewertung und Implementierung mit erheblichen methodischen und praktischen Anforderungen verbunden. Dieser Fachartikel untersucht diese Herausforderungen am Beispiel sogenannter „Pondscapes“, vernetzter Systeme aus Kleingewässern und ihren angrenzenden Lebensräumen.
Dieser Beitrag untersucht, wie Innovationen in der Stakeholder-Beteiligung zur Transformation von Wasser-Governance beitragen können. Auf Grundlage einer systematischen Auswertung von 61 Studien zeigt die Publikation, dass Beteiligungsansätze vielfältige Formen annehmen und häufig unterschiedliche Governance-Modi miteinander kombinieren. Öffentliche Akteure treten dabei oft als Initiatoren auf, während zivilgesellschaftliche Akteure in vielen Fällen eine zentrale Rolle spielen.
Auf Grundlage strukturierter Expert:innen-Workshops in ganz Europa identifiziert diese Studie zentrale wissenschaftliche, governance-bezogene und sozioökonomische Voraussetzungen für „klimafitte“ MPAs. Die Ergebnisse zeigen, dass widerstandsfähige Schutzgebiete ökologisch robust, sozial inklusiv und durch kohärente Governance-Strukturen getragen sein müssen und zugleich die Fähigkeit besitzen, sich an verändernde Meeresbedingungen anzupassen.
Die vorliegende Studie untersucht das Marjal dels Moros, ein bewirtschaftetes mediterranes Küstenfeuchtgebiet mit Brackwassereinfluss im Osten Spaniens, anhand einer integrierten strukturellen, funktionalen und sozioökonomischen Bewertung. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Renaturierungsmaßnahmen zu beurteilen und Erkenntnisse für ein klimaschutzorientiertes Management zu gewinnen.
Myanmar zählt zu den globalen Hotspots der Biodiversität und beherbergt über 570 Süßwasserfischarten, darunter zahlreiche endemische Arten. Gleichzeitig stehen die Flüsse des Landes unter wachsendem Druck durch Verschmutzung, Landnutzungsänderungen und sinkende Wasserqualität. Diese Studie liefert neue Erkenntnisse darüber, wie tropische Fischgemeinschaften auf diese Belastungen reagieren.
Dieser Gastartikel von Christoph Heinrich, erschienen im Table.Forum Biodiversity (Table.Media), beschreibt die zentrale Bedeutung biologischer Vielfalt für das Funktionieren von Ökosystemen und für menschliche Lebensgrundlagen.
In diesem Papier wird das politische Regelwerk der Europäischen Union (EU) sowie internationale und regionale Abkommen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten mit Schwerpunkt auf Küstenökosystemen analysiert. Auf der Grundlage einer inhaltlichen Analyse der Politik wird bewertet, inwiefern 36 EU-Politiken und multilaterale Abkommen die Bemühungen zur Wiederherstellung und zum Schutz von Küstenfeuchtgebieten in Europa unterstützen oder einschränken.