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Ökodörfer als Pioniere des gesellschaftlichen Wandels

Ökodörfer als Pioniere des gesellschaftlichen Wandels

Eine explorative Arbeit für ein Framework zur Einschätzung ihres transformativen Einfluss

Ökodörfer sind Pioniere des Wandels, die als Modelle gelebter Nachhaltigkeit ein politisches Statement beabsichtigen und strukturellen Wandel umsetzten. Es sind intentionale Gemeinschaften mit größeren Siedlungsstrukturen die sich im Besitz ihrer Bewohner/innen befinden. Sie orientieren sich an planetaren Grenzen und zielen auf die Erfüllung sozial-kultureller Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Autonomie, Partizipation und persönlicher Entwicklung. Als komplexe sozial-ökologische Systeme zeigen sich hier unterschiedlichste innovative nachhaltige Praktiken und Institutionen: Sie teilen Gemeingüter, Eigentum und manchmal Einkommen sowie Werte und Normen eines nachhaltigen Lebensstils. Etablierte Ökodörfer zeigen, dass eine nachhaltige Gesellschaft möglich ist.

Diese Pioniere zeigen Potential, das 'Mainstream' Regime zu verändern. Ökodörfer entwickelten sich aus der Zivilgesellschaft und sind mittlerweile formal und international organisiert, interagieren vermehrt mit Politik und Wissenschaft und bieten der Öffentlichkeit zunehmend beliebtere Seminare an. Durch die immateriellen Aspekte um Gemeinschaft und Autonomie sowie die Vielzahl an Ansätzen für ein nachhaltiges Leben ist die Einschätzung des Einfluss von Ökodörfern komplex zu erheben. Neuste Studien zeigen Ökodörfer als Pioniere des Wandels durch eine "stillen Revolution" hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, da sie kleine Orte der Resilienz schaffen (KUNZE 2015). Allerdings fehlt ein Framework um ihren Einfluss auf den Wandel etablierter Systeme zu untersuchen, wobei sie selbst als komplexe sozial-ökologische Systeme im Fokus stehen und damit ihre Barrieren und Chancen diagnostiziert werden können.

Diese Masterarbeit entwickelt ein solches Framework unter Nutzung von Konzepten zu mehreren Ebenen von Veränderung (GEELS 2011), komplexen sozial-ökologischen Systemen (OSTROM 2006, POTEETE et al. 2010) und Praktiken als Entitäten (SHOVE et al. 2012). Das entwickelte Konzept betrachtet die stabilen, wertgeschätzten Praktiken des Pioniers und ihren Einfluss auf Institutionen (Regeln, Normen, Organisationsformen), und vice versa. Der transformative Einfluss eines Pionier des Wandels wird als Diffusionsprozess (SCHOT et al. 2008) seiner innovativen sozial-ökologischen (ZAPF 1989, CAULIER-GRICE et al. 2012) Praktiken und Institutionen konzeptionalisiert. Abschließend wird das Ökodorf Sieben Linden in einem Methoden-Mix untersucht um das erklärende Potential des entwickelten Konzepts zu prüfen.


Zitiervorschlag

Albrecht, Stefanie (2016): Ecovillages as Change Agents of Societal Transformation - Exploring a framework to assess their transformative impact. Humboldt-Universität zu Berlin. Faculty of Life Science. Master thesis supervised by the German Environment Agency. Department on Fundamental Issues, Sustainable Strategies and Scenarios.

Sprache
Englisch
Autor(en)
Jahr
2016
Umfang
102 S.
Inhaltsverzeichnis

1 Introduction
1.1 Research Objective
1.2 Research Questions
2 Literature Review & Framework Deduction
2.1 Research Area & Definitions
2.2 Frameworks on Complex Systems & Transition
2.2.1 Different Dimensions of Stability: The Multi-Level Perspective
2.2.2 Analysing Complex Socio-ecological Systems: The SES Framework
2.2.3 Focus on the Change Agent & Action Situation: The IAD Framework
2.2.4 Change Processes: Institutions Evolving from Stable Valued Practices
2.3 A First-tier Framework Deducted from Theory
2.4 Second-tier Variables to Assess Change Processes & Change Agent Impact
2.4.1 Practices  as  Variables  to  Analyse  Everyday  Change:  Social  Practice Theory
2.4.2 Selecting  the  Change  Agent’s  Practices  &  Institutions: Socio-ecological Innovations
2.4.3 Diffusion Processes: Strategic Niche Management
2.5 A Framework for Assessing the Transformative Impact of Change Agents
3 Methodology
3.1 Deductive Research Strategy
3.2 Case Study Design
3.3 Mixed-method Approach
3.3.1 Participatory Observations
3.3.2 Content Analysis of Print & Online Media
3.3.3 Semi-Structured Expert Interviews
3.3.4 Online Survey
3.4 Directed Content Analysis for Data Analysis
4 Ecovillages as Change Agents of Societal Transformation
4.1 Overview of the German Ecovillage Movement
4.2 Identifying Seven Established German Ecovillages
4.3 Common Practices and Institutions in the Seven Ecovillages
4.4 Interaction Points of the Change Agent with other Participants
5 Indicators to Assess a Change Agent’s Transformative Impact
6 Analysing the Case of Ökodorf Sieben Linden
6.1 Micro  Level  Context:  Material  Conditions,  Attributes  of  the  Community  &  Institutions
6.2 Innovativeness: Assessing the Change Agent’s Practices & Institutions
6.3 The Diffusion Process: Interactions & Outcomes
6.3.1 Managing Expectations
6.3.2 Building Social Networks
6.3.3 Learning Processes
6.3.4 Translation
6.3.5 Modified Replications
6.3.6 Growth
6.4 Barriers and Opportunities for the Change Agent
6.4.1 Landscape Level Implications
6.4.2 Trends on the Regime Level
6.5 Summary of the Analysis
6.6 Assessment of the Transformative Impact
7 Discussion of the Results
7.1 Discussion of the Framework
7.2 Discussions of the Methods
7.3 Recommendations for Political Action & Scientific Research
8 Conclusion
9 References
9.1 Thesis
9.2 Media Content Analysis
10 Appendix

Schlüsselwörter
Transformation, Übergang, sozio-ökologische Systeme, Theorien zu sozialen Praktiken , change agents, Ökodörfer,