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Ecologic Newsletter Nr. 174 – März 2017

Ecologic Newsletter Nr. 174 – März 2017

60 Jahre Römische Verträge

Inhalt:

  1. 60 Jahre Römische Verträge
  2. Aktualisiertes Inventar und Bewertung von Bodenschutzrichtlinien in EU-Mitgliedstaaten – Veröffentlichung
  3. Bewertung und Management von aquatischer Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen durch EU-Politiken (AQUACROSS) – Veröffentlichungen
  4. Gemeinsames Verständnis über die Verwendung von Minderungsmaßnahmen zur Erreichung des guten ökologischen Potenzials für erheblich veränderte Wasserkörper – Veröffentlichung
  5. Werkzeuge zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Sturmfluten an europäischen Küsten – Veröffentlichung
  6. Übergang zu einer europäischen Kreislaufwirtschaft – Veröffentlichung
  7. Das Governance-System der Europäischen Energieunion – Veröffentlichung
  8. Monitoring- und Verifizierungsplattform (MVP) für Energieeffizienz in Europa – Video Tutorial
  9. Rahmenbedingungen für regionale Zusammenarbeit: Die EU – Veröffentlichung
  10. Die Entwicklung von langfristigen Klimaschutzstrategien (2050) in der EU – Veröffentlichung
  11. Lehren aus dem Europäischen Semester für effektive 2030 Energie- und Klima-Governance – Veröffentlichung
  12. Europäische Klimapolitik zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung – Veröffentlichung
  13. REFRESH Food Waste 2017 – Konferenz
  14. Ecologic Institut sucht...Stellenausschreibungen
  1. 60 Jahre Römische Verträge

    Ecologic Institute60 Jahre Römische Verträge – ein Grund zu feiern, trotz turbulenter Zeiten in der EU. Denn europäische Zusammenarbeit bleibt von entscheidender Bedeutung. Die meisten umweltpolitischen Herausforderungen wie Ressourcenverbrauch, Klima- und Gewässerschutz sowie im weiteren Sinne auch nachhaltiges Wirtschaften lassen sich nicht durch Einzelstaaten lösen. Sie erfordern grenzüberschreitende Kooperation. Dafür haben die Römischen Verträge einen Grundstein gelegt, wobei die umweltpolitische Dimension danach immer weiter an Bedeutung gewann. Basierend auf dem Vorsorge- und dem Verursacherprinzip wird gemeinschaftlich ein hohes Schutzniveau angestrebt. Als europäischer Think Tank trägt Ecologic Institut seit über 20 Jahren dazu bei, Brücken zu bauen und die europäische Umweltpolitik zukunfts- und gesellschaftsorientiert fortzuentwickeln. Zum Jubiläum der Römischen Verträge legt dieser Newsletter seinen Fokus auf ausgewählte Aspekte unserer europäischen Arbeit.

  2. Aktualisiertes Inventar und Bewertung von Bodenschutzrichtlinien in EU-Mitgliedstaaten – Veröffentlichung

    Inwieweit werden Böden in der EU durch die Politik geschützt und welche Lücken bzw. Inkohärenzen gibt es gegenwärtig? Dieser Frage stellt sich eine neue Studie, die vom Ecologic Institut koordiniert wurde und auf eine umfassende Analyse relevanter EU-Richtlinien und nationaler Politiken in den 28 EU-Mitgliedstaaten aufbaut. Die Studie zeigt, dass einige EU-Politiken zwar gute Ansätze und Vorschriften zum Bodenschutz verfolgen, jedoch aber auch viele Schwachstellen aufweisen. Die Mitgliedstaaten gehen sehr unterschiedlich mit diesen Lücken in den nationalen Initiativen zum Bodenschutz um. Demzufolge variieren auch die Anforderungen zum Bodenschutz sehr stark zwischen den einzelnen Ländern. Die Studie gibt einen aktuellen und umfangreichen Überblick über die Bodenschutzpolitik in Europa und liefert damit auch eine 'Baseline' um neue EU-politische Bodenmaßnahmen zu diskutieren. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

  3. Bewertung und Management von aquatischer Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen durch EU-Politiken (AQUACROSS) – Veröffentlichungen

    Die biologische Biodiversität nimmt weltweit und schneller ab als in terrestrischen Systemen. Das von Ecologic Institut koordinierte europäische Forschungsprojekt AQUACROSS unterstützt die EU-Bemühungen zum Schutz aquatischer Biodiversität um die Bereitstellung von aquatischen Ökosystemdienstleistungen zu sichern. Durch das europäische Forschungsprogramm Horizont 2020 finanziert, strebt AQUACROSS danach, Wissen und Beurteilungen von ökosystembasiertem Management (EBM) für aquatische Ökosysteme zu fördern und das rechtzeitige Erreichen der Ziele von der EU 2020 Biodiversitätsstrategie zu unterstützen. Die zahlreichen Projektveröffentlichungen und deren Kurzfassungen sind online verfügbar.

  4. Gemeinsames Verständnis über die Verwendung von Minderungsmaßnahmen zur Erreichung des guten ökologischen Potenzials für erheblich veränderte Wasserkörper – Veröffentlichung

    Im Rahmen der gemeinsamen Umsetzungsstrategie der EU-Wasserrahmenrichtlinie, beschlossen die europäischen Wasserdirektoren eine spezifische Arbeitsgruppe zu "Best practice und Anleitung zu Hydromorphologie" einzurichten. Eine der Hauptaktivitäten dieser Arbeitsgruppe war ein Vergleich der unterschiedlichen Erwartungen hinsichtlich der ökologischen Qualität und Minderungsmaßnahmen für die von Wasserspeicherung betroffenen Gewässer. Dieser Bericht basiert auf Informationen aus 23 europäischen Ländern. Er wurde von Eleftheria Kampa (Ecologic Institut) und Sebastian Döbbelt-Grüne (Planungsbüro Koenzen) erstellt und steht als Download zur Verfügung.

  5. Werkzeuge zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Sturmfluten an europäischen Küsten – Veröffentlichung

    Die Küsten Europas als Lebensraum sind durch menschliche Kultivierung entstanden und geprägt durch Nutzung, Besiedlung und neue Formen des Freizeitverhaltens. Zur Zeit der römischen Verträge war Europa noch von den Spuren des Zweiten Weltkrieges gekennzeichnet, jedoch schon durch eine Aufbruchsstimmung geprägt, die sich im Wunsch nach freiheitlicher Lebensweise, Freizeitaktivitäten und nach Reisen ausdrückte. Die vielseitigen und oftmals spektakulären Küstenabschnitte in Europa stellten ideale Reiseziele dar, die bald zu intensiver Bebauung vieler europäischer Küstenabschnitte führten und das Zeitalter des Massentourismus einläuteten. Angetrieben durch eine generelle Gläubigkeit in ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten führte dies bald zu massiven Eingriffen in die Küstendynamik und trug zur Forcierung von Erosionsprozessen bei. Heute leben mehr als 42% der Europäer in Küstenregionen mit einem infrastrukturellen Wert nahe 959 Billionen Euro. Gegenwärtige und vergangene Sturmflutereignisse belegen, dass Küstenregionen signifikanten Risiken ausgesetzt sind, die zur Lahmlegung von Städten und Regionen führen können. Das europäische Forschungsprojekt RISC-KIT hat einen Policy Brief herausgegeben, der – basierend auf den angewandten Ergebnissen des Projektes – Empfehlungen für nationale und regionale Entscheidungsträger zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit europäischer Küstenregionen zusammenstellt.

  6. Übergang zu einer europäischen Kreislaufwirtschaft – Veröffentlichung

    Das Versprechen der Kreislaufwirtschaft ist es, den Verbrauch von natürlichen Ressourcen zu reduzieren und gleichzeitig ökonomische und soziale Ergebnisse der Wirtschaft zu verbessern. Die EU hat den Schritt zu einer zirkulären Wirtschaft zu einem ihrer wichtigsten Anliegen gemacht, um dem langjährigen Engagement für den Schutz der Umwelt, sowie dem Bedarf vieler Mitgliedstaaten nach Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gerecht zu werden. Das Ecologic Institut führt ein neues EU-gefördertes H2020-Projekt namens CIRCULAR IMPACTS, um die Auswirkungen einer solchen Umwandlung der Wirtschaft zu analysieren. Die Ergebnisse werden politischen Entscheidungsträgern helfen, die Prozessänderungen, -politiken und -sektoren zu identifizieren, in denen die doppelte Dividende der Kreislaufwirtschaft geerntet werden kann. Der erste Berichtsentwurf von CIRCULAR IMPACTS steht als Download zur Verfügung. Er bietet einen Überblick über die verschiedenen Definitionen und Prozesse eines Kreislaufwirtschaftsübergangs.

  7. Das Governance-System der Europäischen Energieunion – Veröffentlichung

    Dieses Papier untersucht den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Regulierung zum Regelwerk (Governance) der Europäischen Energieunion im Hinblick auf zwei konkrete Fragen: Ist das vorgeschlagene System angemessen, um die Umsetzung der 2030-Ziele zu unterstützen? Wird das System dazu beitragen, dass Europa einen Weg hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft einschlägt? Die Analyse konzentriert sich dabei auf die Nationalen Energie- und Klimapläne (NECPs) und Fragen zur Erfüllung (Compliance) und enthält konkrete Empfehlungen in rechtlicher Sprache, wie die Vorschläge der Europäischen Kommission verbessert werden können. Das Papier baut auf thematisch verwandten Analysen des Ecologic Instituts und auf intensiven Diskussionen mit Kollegen aus dem Governance Cluster der European Climate Foundation (ECF) auf und steht als Download zur Verfügung.

  8. Monitoring- und Verifizierungsplattform (MVP) für Energieeffizienz in Europa– Video-Tutorial

    Wie können Europas Länder Energieeinsparungen und Emissionsreduktionen besser kontrollieren und berechnen? Dieses kurze Video-Tutorial, erstellt vom Ecologic Institut, präsentiert Funktionsweisen und Vorteile der Nutzung der innovativen Monitoring- und Verifizierungsplattform (MVP). Die Plattform stellt den Mitgliedstaaten der EU ein nutzerfreundliches und kosteneffizientes System zur Verfügung, mit dem sie die Auswirkungen ihrer Energieeinsparungsmaßnahmen und –pläne messen können. Das Video-Tutorial steht online zur Verfügung.

  9. Rahmenbedingungen für regionale Zusammenarbeit: Die EU – Veröffentlichung

    Die Europäische Union (EU) ist mehr als nur die Summe ihrer Teile. Mit der Zunahme nationalistischer Ideale und populistischer Stimmung inner- und außerhalb ihrer Grenzen steht die EU – heute mehr als je zuvor – für mehr als nur ein Experiment regionaler Kooperation. Ungeachtet der umstrittenen Vergangenheit könnte besonders die EU Klima- und Energiepolitik in diesen turbulenten Zeiten als Leuchtturm dienen. In einer neuen Publikation beschreiben die Autoren Benjamin Görlach, Matthias Duwe und Nick Evans vom Ecologic Institut die miteinander verflochtenen Ursprünge der Europäischen Energie- und Klimapolitik. Sie argumentieren, dass wenn EU Mitgliedstaaten und Institutionen an ihrem Leuchtturmprojekt festhalten und eine gemeinsame Basis zur Fortsetzung der Verfolgung ambitionierter Emissionsreduktionsziele finden, dann auch verflochtene Fragen der Klima- und Energiesicherheit ein Impuls für weitere Kooperation sein könnten.

  10. Die Entwicklung von langfristigen Klimaschutzstrategien (2050) in der EU – Veröffentlichung

    In den letzten Jahren erhielten nationale Klimaschutzstrategien mit einer langfristigen Perspektive (2050) in Debatten zur europäischen Klimapolitik verstärkte Aufmerksamkeit. Des Weiteren ruft auch das internationale Klimaabkommen von Paris Staaten dazu auf, solche Strategien zu entwickeln. Diese Studie (von IDDRI und Ecologic Institut) betrachtet fünf langfristige Klimaschutzstrategien von Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), analysiert welche Lehren sich aus ihnen ziehen lassen und wie sich diese Strategien in das Governance-Regelwerk für 2030 einfügen. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

  11. Lehren aus dem Europäischen Semester für effektive 2030 Energie- und Klima-Governance – Veröffentlichung

    Es sind noch viele Fragen, die die Zukunft des Governance-Systems der Klimaschutz- und Energieziele der EU bis 2030 betreffen offen. Dieser Bericht des Ecologic Instituts analysiert die Lehren aus den bisherigen Erfahrungen mit dem Europäischen Semester, vor allem bezüglich der Unterstützung bei zentralen verfahrenstechnischen Aspekten in der Umsetzungs- und Fortschrittskontrollphase. Der Bericht steht als Download zur Verfügung.

  12. Europäische Klimapolitik zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung – Veröffentlichung

    Ein Gleichgewicht zwischen der Zentralisierung und Dezentralisierung von Kompetenzen zu erzielen, bleibt eine Herausforderung, die man bis an den Anfang der europäischen Integration zurückverfolgen kann. Manche Prozesse arbeiten auf eine Zentralisierung der EU-Klimapolitik hin, sowie zum Beispiel der Bedarf an erhöhten Klimamaßnahmen, die Integration des Elektrizitätsmarkts und eine Realisation der Europäischen Union. Gleichzeitig ist die Zentralisierung keine Garantie für anspruchsvollere Klimapolitik. In einer neuen Veröffentlichung im Climate Policy Journal verfolgen Camilla Bauch und Benjamin Görlach des Ecologic Instituts und Michael Mehling des Massachusetts Institute of Techonology (MIT) die Evolution und die Rolle der Debatte über Zentralisierung/Dezentralisierung im Rahmen der EU-Klimapolitik. Als Beispiel für Zentralisierung vs. Dezentralisierung begutachtet der Artikel den Emissionshandel und die Förderung von erneuerbaren Energien.

  13. REFRESH Food Waste 2017 – Konferenz

    REFRESH Food Waste 2017 bringt diverse Interessengruppen zusammen, die über ganz Europa verteilt zum Thema Lebensmittelverschwendung arbeiten. Der Hauptkonferenztag am 18. Mai 2017 umfasst Vorträge, Diskussionen und interaktive Sessions mit REFRESH-Forschern, Networking-Sessions, Präsentationen der REFRESH Food Waste Solution Contest-Gewinner sowie ein öffentliches Food Waste Event zusammen mit REFRESH Partner Feedback. Die Konferenz wird eine Innovationsmesse beinhalten, in der Food Waste Innovatoren ihre Projekte und Einblicke mit einem Plakat oder Stand präsentieren können.

  14. Ecologic Institut sucht... – Stellenausschreibungen

    • Ökonomen (m/w) mit dem Schwerpunkt Umweltpolitik
      Als Ökonom (m/w) mit dem Schwerpunkt Umweltpolitik sind Sie in der Lage die wirtschaftliche Dimension umweltpolitischer Projekte zu leiten und mithilfe quantitativer Bewertungsmethoden die Evaluation von Veränderungsprozessen zu unterstützen.
    • Jurist (m/w) im Bereich Umweltrecht
      Als Jurist (m/w) im Bereich Umweltrecht sind Sie Berufsanfänger oder haben bereits erste Berufserfahrung gesammelt und suchen nun die Herausforderung, unser Legal Team in der Politikberatung und bei wissenschaftlicher Projektarbeit zu unterstützen.
    • (Senior) Fellow (m/w) für Landwirtschafts- und Bodenpolitik in der EU
      Als (Senior) Fellow für Landwirtschafts- und Bodenpolitik in der EU unterstützen Sie unser Team bei der Bearbeitung aktueller Projekte, vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Boden- und Landnutzung. Mittelfristig ist zudem die Akquise und Leitung von Projekten durch Sie und mit Ihnen geplant, weshalb eine Entfristung Ihrer Beschäftigung angestrebt wird.

IMPRINT: http://ecologic.eu/legal-notice
Publisher: Ecologic Institute, Pfalzburger Str. 43/44, 10717 Berlin
Person in charge: Dr. Camilla Bausch, Ecologic Institut, Pfalzburger Str. 43/44, 10717 Berlin
ISSN: 1613-1363

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