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Luftqualitätsmanagement in Vietnam

Luftqualitätsmanagement in Vietnam

Vor allem in den Großstädten Vietnams ist Luftverschmutzung mittlerweile ein akutes Problem. Das Ecologic Institut unterstützt die vietnamesische Regierung im Rahmen der derzeitigen Überarbeitung des Umweltschutzgesetzes, indem es auf Grundlage internationaler Erfahrungen auf den vietnamesischen Kontext zugeschnittene Lösungen entwickelt.

Die vietnamesische Wirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen, was im ganzen Land mit einer Verschlechterung der Umweltsituation einhergegangen ist. Vor allem die Luftverschmutzung in größeren Städten ist zuletzt zu einem akuten Problem geworden. Ein enormer Anstieg des Straßenverkehrs über die letzten Jahre hinweg, ein kontinuierlicher Zubau neuer Kohlekraftwerke und die Ansiedlung umweltschädlicher Industrien haben hierzu beigetragen – aber auch traditionelle Verschmutzungsquellen wie die Verbrennung von Reisstroh und Emissionen aus Handwerksdörfern.

Das Umweltschutzgesetz von 2014, das als Rahmengesetz neben politischen Zielen auch generelle Verpflichtungen von Einzelpersonen, Unternehmen und Behörden für alle Umweltmedien festlegt, hat sich als unwirksam zur Bekämpfung der Luftverschmutzung erwiesen. Derzeit fehlt es einerseits an einem Monitoring, das Daten zur Belastungssituation und zu Schadstoffquellen liefert, andererseits aber auch an einem integrierten Ansatz zur Bekämpfung der Luftverschmutzung an allen Quellen. Zudem werden bestehende Verpflichtungen und technische Standards nicht durchgesetzt, was auch an den begrenzten Kapazitäten der zuständigen Behörden liegt.

Um einige der dringlichsten Umweltprobleme anzugehen, wird das Umweltschutzgesetz derzeit vom zuständigen Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt (MONRE) überarbeitet, um es der Nationalversammlung im Jahr 2020 zur Verabschiedung vorzulegen. Das GIZ-Globalprojekt "Integrated Air Quality Management and Climate Change Mitigation" unterstützt MONRE bei diesem Revisionsprozess. Im Rahmen des Globalprojekts entwickeln das Unabhängige Institut für Umweltfragen und das Ecologic Institut auf Grundlage internationale Erfahrungen auf den vietnamesischen Kontext zugeschnittene Empfehlungen.

Dabei werden sowohl Erfahrungen aus europäischen Ländern wie Deutschland und Großbritannien als auch aus asiatischen Ländern wie Südkorea, Thailand und China ausgewertet. Betrachtet werden nehmen ordnungsrechtlichen und ökonomischen Instrumenten für die verschiedenen Verschmutzungsquellen auch erfolgreiche Durchsetzungspraktiken. Die Ergebnisse der Recherchen sowie die Empfehlungen werden während eines Workshops in Hanoi mit vietnamesischen Regierungsvertretern und Experten diskutiert.


Partner
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
April 2019 bis August 2019
Projektnummer
2150
Schlüsselwörter
Luftverschmutzung, Industrieemissionen, Luftqualitätsmanagement, Wirtschaftswachstum , juristische Analyse, Bewertung internationaler Erfahrungen, Vietnam, Asien