© Hannah Brunkhorst, 2026
Re-Use Berlin: Vernetzung, Fortschritte und gemeinsame Impulse für die Kreislaufwirtschaft
Netzwerktreffen der Re-Use-Initiative Berlin am 8. Oktober 2026 bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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- Berlin, Deutschland
Am 8. Oktober 2026 kamen Akteur:innen der Berliner Re-Use- und Zero-Waste-Community zu einem Netzwerktreffen im Rahmen der Re-Use-Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zusammen. Für Hannah Brunkhorst, die seit Kurzem als Wissenschaftlerin am Ecologic Institut tätig ist, bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, Projektpartner:innen und weitere Engagierte aus den Bereichen Abfallvermeidung, Recycling und Wiederverwendung persönlich kennenzulernen. Zugleich konnte sie auf den bevorstehenden Fachdialog zum Thema Wertschätzung von Lebensmitteln aufmerksam machen, den sie im Januar 2027 im Rahmen des Re-Use-Projekts auf der Internationalen Grünen Woche moderieren wird.
Bisherige Fortschritte und neue Initiativen im Blick
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand ein Rückblick auf die verschiedenen Bausteine der Re-Use-Initiative. Dazu gehörte der Re-Use Superstore, in dem unterschiedliche Akteur:innen gebrauchte Waren anbieten können. So werden nachhaltige Produkte und Dienstleistungen für die Öffentlichkeit sichtbarer und leichter zugänglich. Vorgestellt wurde außerdem ein CO₂-Rechner, mit dem Geschäfte ihren Kund:innen zeigen können, wie viele Emissionen sich durch den Kauf von Secondhand-Produkten einsparen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt war die digitale Re-Use-Partnerkarte, die Berliner Unternehmen, Vereine und andere Organisationen sichtbar macht, die sich für die Wiederverwendung einsetzen. Das Angebot reicht von Secondhand-Läden und Anbietern recycelter Textilien bis hin zu Repair-Cafés und Upcycling-Initiativen.
Gemeinsam vernetzt für eine zirkuläre Zukunft
Auch die beiden Fachdialoge aus dem Jahr 2025 wurden erneut aufgegriffen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten eine insgesamt sehr positive Resonanz. Anschließend berichtete Hannah Brunkhorst über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den nächsten Fachdialog. Das Treffen bot ihr die Möglichkeit, neue Kontakte zu potenziellen Mitwirkenden zu knüpfen und weitere Anregungen für die Planung zu sammeln.
Bei kleinen Erfrischungen und einer anschließenden Vorstellungsrunde tauschten sich die Teilnehmenden über neue Produkte, Veranstaltungen und weitere Aktivitäten innerhalb des Netzwerks aus. Dazu zählten unter anderem die Zero Waste Aktionswochen, ein neues Bündnis zur Förderung nachhaltiger Textilien, Upcycling-Workshops sowie ein geplanter Recycling-Poetry-Slam, der sich mit dem Thema Umweltverschmutzung durch Abfälle auseinandersetzt.
Besonders beeindruckend war für unsere Kollegin das Potenzial der Vernetzung, konkrete Veränderungen anzustoßen. Das Treffen ermöglichte ihr, die Vielfalt der Berliner Re-Use- und Zero-Waste-Community kennenzulernen und zu sehen, welche Fortschritte die Initiative seit ihrem Start im Jahr 2018 bereits erzielt hat. Einmal mehr wurde deutlich, dass eine funktionierende Kreislaufwirtschaft davon lebt, dass engagierte Menschen und Organisationen zusammenkommen, Erfahrungen austauschen, Synergien erkennen und gemeinsam neue Ideen entwickeln.