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Relational Biodiversity Economics Approach for Assessing, Weaving and Scaling Socio-Economic Models for Biodiversity Restoration, and Community Resilience to Climate Change and Wellbeing (RELATE4NATURE)

© RELATE4NATURE, 2026

Relational Biodiversity Economics Approach for Assessing, Weaving and Scaling Socio-Economic Models for Biodiversity Restoration, and Community Resilience to Climate Change and Wellbeing (RELATE4NATURE)

Projekt
Forschungsprogramm
Dauer
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RELATE4NATURE ist ein Horizon-Europe-Projekt, das untersucht, wie sozioökonomische Systeme und Governance-Strukturen verändert werden können, um die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt, die Klimaresilienz, soziale Gerechtigkeit und das menschliche Wohlergehen besser zu fördern. Viele der Instrumente, Leitbilder und Bewertungsmethoden, die den gesellschaftlichen Umgang mit der Natur, ihre Nutzung, Bewirtschaftung und Wiederherstellung prägen, sind stark von wirtschaftlichen Ansätzen beeinflusst, die sich auf eine begrenzte Auswahl monetarisierter, instrumenteller Werte konzentrieren – also darauf, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Natur für den Menschen erbringt. Diese Ansätze können die Zusammenhänge zwischen biologischer Vielfalt, menschlichem Wohlergehen und Gerechtigkeit häufig nur unzureichend erfassen und vernachlässigen mitunter die relationalen und intrinsischen Werte der Natur (z. B. Fürsorge, Identität und Verantwortung gegenüber der Natur).

Ziele

RELATE4NATURE setzt sich mit diesen Herausforderungen auseinander und untersucht, wie alternative sozioökonomische Modelle ein breiteres Spektrum an Werten der Natur berücksichtigen und in der Praxis kombiniert, erprobt und in größerem Maßstab angewendet werden können. Das Projekt betrachtet dabei nicht nur individuelle Entscheidungen, sondern auch die übergeordneten Systeme, die diese beeinflussen. Dazu gehören politische Rahmenbedingungen, Institutionen, wirtschaftliche Anreize, Governance-Strukturen, soziale Normen und die Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Übergeordnetes Ziel ist es, systemische und dauerhafte Veränderungen sozioökonomischer Systeme, der ökologischen Governance und der Mensch-Natur-Beziehungen zu fördern, um eine Zukunft zu ermöglichen, die sich positiv auf die biologische Vielfalt auswirkt, klimaresilient und sozial gerecht ist.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Transformationspfaden, mit denen vielversprechende alternative Ansätze breiter angewendet werden können. Dazu wird untersucht, welche Veränderungen in Politik, Governance, Institutionen, Finanzierung, Verhalten und Praxis erforderlich sind, damit lokal erprobte Ansätze an unterschiedliche Kontexte angepasst und sektor-, regions- und governanceübergreifend verbreitet werden können.

Geplante Aktivitäten

Um diese Ziele zu erreichen, wird RELATE4NATURE:

  • Verschiedene sozioökonomische Modelle analysieren und vergleichen, darunter sowohl etablierte Ansätze als auch Alternativen, die unterschiedliche Werte der Natur, das menschliche Wohlergehen und Gerechtigkeitsaspekte stärker berücksichtigen.
  • Einen relationalen Ansatz der Biodiversitätsökonomie in acht Pilotprojekten erproben, die vier Wirkungsbereiche abdecken: Landwirtschaft und Wiederverwilderung, grüne Energie und biologische Vielfalt, naturfördernde Stadt- und Regionalplanung sowie ökologische Verantwortung und Fürsorge.
  • Individuelle und kollektive Hemmnisse und Erfolgsfaktoren identifizieren, die einer breiteren Anwendung alternativer sozioökonomischer Modelle entgegenstehen oder diese begünstigen. Dabei werden verhaltensbezogene, institutionelle, governancebezogene, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.
  • Gemeinsam Transformationspfade für die breitere Anwendung alternativer Ansätze entwickeln, um über einzelne Pilotversuche hinauszugehen und eine umfassendere Verbreitung zu fördern.
  • Praxisorientierte Instrumente und Lernmaterialien entwickeln, die politische Entscheidungsträger:innen, Unternehmen, Planer:innen, Fachleute und lokale Gemeinschaften dabei unterstützen, unterschiedliche Wege zur breiteren Anwendung biodiversitätsfördernder sozioökonomischer Modelle umzusetzen.

Das Ecologic Institut in RELATE4NATURE

Das Projekt wird von Ecostack Innovations koordiniert und vereint 21 Partnerorganisationen aus 15 Ländern. Das Ecologic Institut beteiligt sich insbesondere an den Arbeiten zu Governance, Veränderungshemmnissen und der Zusammenarbeit mit den acht Pilotprojekten. Dabei leitet das Ecologic Institut zwei Aufgabenbereiche:

  1. Eine Literaturrecherche zur Identifizierung zentraler Hemmnisse, Erfolgsfaktoren und potenzieller Veränderungshebel, die die Verbreitung und Anwendung alternativer sozioökonomischer Modelle beeinflussen können.
  2. Die Koordination der Pilotaktivitäten im gesamten Projekt. Dabei fungiert das Ecologic Institut als zentrale Schnittstelle zwischen den wissenschaftlichen Anforderungen und der praktischen Umsetzung vor Ort und fördert den Austausch sowie das gemeinsame Lernen innerhalb der Pilotprojekte und zwischen ihnen.

Durch diese Aktivitäten trägt das Ecologic Institut dazu bei, die Forschung des Projekts zu systemischen Veränderungen mit den praktischen Erfahrungen aus den Pilotprojekten zu verknüpfen. Zugleich unterstützt es die Koordination der Erprobung, Anpassung und breiteren Anwendung alternativer Ansätze in unterschiedlichen Kontexten.

RELATE4NATURE untersucht, wie Wirtschafts- und Governance-Systeme den Schutz der Natur, die Klimaresilienz, soziale Gerechtigkeit und das menschliche Wohlergehen besser fördern können.

Kontakt

Team
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Biologische Vielfalt, Wirtschaft, EU, Finanzierung, Governance, Internationale Zusammenarbeit, Transformation, Plurale Bewertung, Relationale Werte, Wiederherstellung der Natur, Umweltgerechtigkeit, Multispezies-Gerechtigkeit, Biodiversitätsfinanzierung, Nachhaltigkeitstransformation, Breitenwirksame Umsetzung
Europa
Systematische Literaturrecherchen, plurale Bewertungsrahmen, partizipative gemeinsame Entwicklung und Gestaltung, Fallstudienforschung und praktische Erprobung in Pilotprojekten, Entwicklung von Entscheidungsunterstützungsinstrumenten