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Resource-Equivalency Methoden zur Bewertung von Umweltschäden in der EU (REMEDE)

Resource-Equivalency Methoden zur Bewertung von Umweltschäden in der EU (REMEDE)
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Resource-Equivalency Methoden zur Bewertung von Umweltschäden in der EU (REMEDE)

Projekt
Forschungsprogramm
Dauer
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Die Umsetzung der EU-Umwelthaftungsrichtlinie erfordert von den Mitgliedstaaten einen kohärenten Umgang bei der Bewertung der Umweltschäden. Das Projekt REMEDE untersucht den aktuellen Status-Quo innerhalb der EU und entwickelt ein Toolkit für Entscheidungsträger zur Anwendung von Resource-Equivalency Methoden bei Umweltschäden.

Kommt es zu Umweltschäden so müssen diese adäquat kompensiert werden. Dies kann durch Sanierungsprojekte erfolgen, welche die betroffenen Umweltgüter anstelle der beschädigten bereitstellen, oder durch Kompensationszahlungen durch den verantwortlichen Verursacher (Polluter Pays Principle). Anhang 2 der Umwelthaftungsrichtlinie beschreibt, wie Schäden saniert werden sollen und empfiehlt die Nutzung von Bewertungsmodellen basierend auf Resource-Equivalency Methoden für die Bestimmung des Umfangs notwendiger Ausgleichsmaßnahmen bzw. der notwendigen Kompensationszahlungen bei Umweltschäden die nicht in ihren ursprünglichen Zustand wiederhergestellt werden können.

Das Projekt REMEDE leistet einen Beitrag zur Implementierung der EU-Umwelthaftungsrichtlinie. Anhand der Befragung der europäischen Mitgliedstaaten identifiziert Ecologic, wie derzeit Eingriffe in Natur und Umwelt erfasst und Kompensationsmaßnahmen berechnet werden. Das Projekt trägt zudem zur Implementierung und Anwendung anderer europäischer Richtlinien wie FFH- bzw. Vogelschutzrichtlinie bei.

Die drei wichtigsten Bausteine des Projektes sind:

  • Methodenentwicklung: Zusammenfassung der gesetzlichen Ansprüche an die Richtlinie; Übersicht zum Stand der Dinge bezüglich der Anwendung der Bewertungsmodelle zur Kompensationsermittlung; derzeitige Anwendung dieser Methoden in den USA und der EU und Erstellung eines Toolkits, welches aufzeigt, wie diese Methoden im Rahmen der Umwelthaftungsrichtlinie angewendet werden können;
  • Testen des Toolkits: Exemplarische Anwendung des Toolkits bei einer Reihe von detaillierten Fallstudien in verschiedenen europäischen Ländern; und
  • Verbreitung der Ergebnisse: Durch eine Reihe von Veranstaltungen und einen umfassenden Projektbericht werden die Ergebnisse des Projektes kommuniziert.

Im Rahmen dieses Projektes führt Ecologic die Status Quo Ermittlung durch und forscht anhand von zwei deutschen Fallstudien zu „Unsicherheitsfaktoren“ und Ökokonten:

  • „Kompensation für die Entwicklung des Airbusgeländes am Mühlenberger Loch“
  • „Kompensation in Form von Ökokonten („Habitat banking“)

REMEDE ist ein durch das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziertes Projekt.

Kontakt

Finanzierung
Partner
Team
Dr. Ingo Bräuer
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Umweltschaden, Kompesation, Verursacherprinzip
Europa