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Erneuerbare Energien als Motor für Jobs und Wachstum

Erneuerbare Energien als Motor für Jobs und Wachstum

Timeloc
21. September 2010
Washington, DC
Vereinigte Staaten von Amerika

Zeitgleich als am 21. September 2010 ein wichtiger Gesetzesentwurf zur Nutzung erneuerbarer Energien in den U.S. Senat eingebracht wurde, bot ein transatlantisches Mittagessen im Gebäude des U.S. Capitols zwei Veteranen der Debatte über eine Energiereform, Präsident Jochen Flasbarth, Umweltbundesamt und Senator Bernard Sanders aus dem amerikanischen Bundesstaat Vermont, die Gelegenheit,  Erfahrungen und zukunftsweisende Vorschläge auszutauschen. Das Mittagessen wurde von der United States Association of Former Members of Congress (USFMC) und dem Ecologic Institute in Washington, DC ausgerichtet.

Zwar ist die erste Hälfte der Amtszeit der derzeitigen US-Regierung bereits vorbei, doch bleiben die Chancen für eine Energiereform in den USA ungewiss - und das, obgleich eine nachhaltige Energiewende zu den zentralen Wahlkampfversprechen von Präsident Obama zählte. Die  Verabschiedung umfassender Klimagesetzgebung durch den U.S. Kongress erscheint in hohem Maße unwahrscheinlich, wohingegen mehrere Initiativen auf der bundesstaatlichen und regionalen Ebene derzeit großen Hindernissen begegnen. Auf der  föderalen Ebene sind Bestimmungen der  Environmental Protection Agency (EPA) hingegen politisch kontrovers; deren Umsetzung wird aller Voraussicht nach von langen Verzögerungen und juristischen Auseinandersetzungen geprägt sein. Darum ist die Einbringung eines Gesetzes, das darauf abzielt, den nationalen Energieverbrauch zunehmend aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, sowohl bedeutend als auch vielversprechend, zumal es sich um eine Initiative handelt, die von beiden Parteien unterstützt wird. Obwohl derzeit gesetzliche Regelungen auf föderaler Ebene fehlen, werden die bestehenden Möglichkeiten, alternative Energiequellen zu nutzen, in den USA erfolgreich genutzt.

In einer lebhaften Diskussion, die von R. Andreas Kraemer moderiert wurde, haben Präsident Flasbarth und Senator Sanders bekräftigt, dass ein  weltweiter Einsatz von erneuerbarer Energien zu weiterer technischer Innovation sowie zu Kostenersparnissen bei der Produktion führen wird. Gleichzeitig wird deren Wettbewerbsfähigkeit sowohl auf den  globalen Märkten als auch in den Vereinigten Staaten zunehmen. In dem Maße, in welchem neue Akteure in diesen Industrien eine Rolle spielen, wird die politische Unterstützung für den Einsatz von erneuerbaren Energien wachsen. Nichtsdestotrotz wiesen beide Redner darauf hin, dass erfolgreiche politische Erfahrungen aus Deutschland und Europa nicht ohne weiteres auf die USA übertragen werden können, da die besonderen politschen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den USA eine andere Reaktion erfordern. So führte Präsident Flasbarth aus: "Deutschland kann keine Ratschläge geben; wir können nur zeigen, was möglich ist". Senator Sanders erwähnte auch die wichtige Rolle, die Interessensvertretungen spielen, welche versuchen, den Übergang zu einer sauberen Energiewirtschaft zu verhindern oder zu verlangsamen. Er wies jedoch auch auf mehrere erfolgreiche Initiativen in seinem Heimatstaat Vermont hin, die zeigen, dass gute Umweltpolitik auch gute Wirtschaftspolitik sein kann. Teilnehmer und Redner bestätigten, dass der Klimawandel und das Streben nach einem nachhaltigeren Energiesystem globale Herausforderungen sind, die eine internationale und transatlantische Zusammenarbeit erfordern. 

Weiterführende Links:


Sprecher
Jochen Flasbarth (Umweltbundesamt)
Bernard Sanders
Datum
21. September 2010
Ort
Washington, DC, Vereinigte Staaten von Amerika