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Folgenabschätzung von Anpassungsmaßnahmen - Auswahl von Maßnahmen und Methodik

Folgenabschätzung von Anpassungsmaßnahmen - Auswahl von Maßnahmen und Methodik

TimeLoc
2. April 2012
Berlin

Für die Priorisierung von Anpassungsmaßnahmen entwickelte das Projektteam "Climate Proofing der Kohäsionspolitik und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)" eine Typologie für Maßnahmen. Jenny Tröltzsch stellte diesen Entscheidungsbaum vor, der zur Auswahl der vertieft untersuchten Anpassungsmaßnahmen genutzt wurde. Zudem präsentierte sie ein Kriterienset, das für die weitere Bestimmung von Folgen der Anpassungsmaßnahme verwendet wird. Die Präsentation steht zum Download zur Verfügung.

Der Workshop am 2. April 2012, organisiert vom Ecologic Institut, ist Teil des Projekts: "Climate Proofing der Kohäsionspolitik und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)" im Auftrag der Europäischen Kommission (GD CLIMA). Das Projekt wird vom IEEP, London, geleitet.

Weitere Präsentationen wurden gehalten von James Medhurst (GHK) zu Klimawandelauswirkungen und Schadenskosten in der Europäischen Union, Jane Desbarats (IEEP) zu den Resultaten der Kosten-Nutzen-Analyse von verschiedenen Anpassungsmaßnahmen und Helen Lückge (Ecologic Institut) zu einer Method und Ergebnissen für die Bestimmung der Anpassungskapazität (adaptive capacity) von EU Mitgliedsstaaten und der Erstellung von Baselines für verschiedene Politikfelder.

Die EU hat ambitionierte Ziele im Umgang mit dem Klimawandel. Zusätzlich zu Bestrebungen die Klimawandelauswirkungen durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen zu begrenzen, verstärkt die Europäische Kommission ihre Anstrengungen bei der Klimawandelanpassung. Vor allem in dem ein besser Austausch von Informationen und praktischen Erfahrungen stattfindet und relevante Aktivitäten koordiniert werden, z. B. bei grenzüberschreitenden Auswirkungen. Zwei wichtige Säulen des EU Budgets sind die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und Kohäsionspolitik, die ebenfalls für Klimawandelanpassung zentral sind. Beide Mechanismen beinhalten die Möglichkeit für die Unterstützung von Klimawandelanpassung und es sollte sicher gestellt werden, dass diese Investitionen die Ziele der Anpassung an den Klimawandel vorantreiben.

Die Ziele des Workshops waren:

  • Präsentation und Diskussion von Auswirkungen und Vulnerabilitäten des Klimawandels, unter Einbezug der Auswertung von Schadenskosten und der Entwicklung eines Konzepts für Anpassungskapazität (adaptive capacity)
  • Diskussion des Links zwischen Klimawandelauswirkungen, der Notwendigkeit von Anpassung und Aktivitäten, welche unter der GAP und Kohäsionspolitik finanziert werden
  • Diskussion relevanter Anpassungsmaßnahmen, die durch die GAP und Kohäsionspolitik gefördert werden sollten sowie die Analyse von Kosten und Nutzen der Maßnahmen
  • Identifikation der Bedürfnisse von Nutzern hinsichtlich der Kommunikation von Projektergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse der Anpassungsmaßnahmen.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass im Rahmen der Klimawandelauswirkungen aber auch bei der Bestimmung von Kosten und Nutzen der Anpassungsmaßnahmen sehr transparent mit Unsicherheiten umgegangen werden sollte. Bei der Analyse der Maßnahmen sollten Synergien und Konflikte zwischen Maßnahmen noch mehr Beachtung finden. Die im Projekt zu entwickelnde Datenbank wurde sehr begrüßt und sollte ebenfalls eine Anleitung für die Auswahl von Anpassungsmaßnahmen bieten.

Die Vortragsfolien [pdf, 85 kB, Englisch] stehen zum Download zur Verfügung.


Sprecher
Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Europäische Kommission, Generaldirektion Klimapolitik (GD Klimapolitik)
Datum
2. April 2012
Ort
Berlin,
Schlüsselwörter
Anpassung an den Klimawandel, Landwirtschaft, Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), Kohäsionspolitik, Kosten-Nutzen-Analyse, ökonomische Bewertung, Europa