Dieser wissenschaftliche Artikel, der von Ecologic Instituts Senior Fellow Ingmar von Homeyer mitverfasst wurde, führt in eine Sonderausgabe der Zeitschrift "International Environmental Agreements" ein, die sich mit dem Thema der Umweltpolitikintegration (EPI, environmental policy integration) auf internationaler Ebene beschäftigt. EPI – also die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder – ist ein für die nationale Ebene bekanntes Konzept, das jedoch bisher kaum auf die globale Arena angewandt wurde.
Kraemer, R. Andreas; Max Gruenig; Dominic Marcellino 2009: Financial Sustainability of Water and Sanitation in Germany. in: Massarutto, Antonio (ed.): Financial Sustainability of Water and Sanitation Undertakings an Application to Italy, Germany and the US. Milano. 31-53.
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Das Indiana University European Union Center organisierte eine ganztägige Veranstaltung unter dem Titel "Ordnungspolitik der EU: Erkenntnisse für Indiana". Dominic Marcellino sprach über die Entwicklung der europäischen Energie- und Klimapolitik in den letzten Jahren. Ein Schwerpunkt der Präsentation lag auf möglichen künftigen Entwicklungen sowie Auswirkungen für Indiana.</p>
Illegale Fischerei und illegaler Holzeinschlag, sowie der Handel mit illegalen Fisch- und Holzprodukten verursachen enorme ökologische und ökonomische Schäden. Importstaaten tragen zu dem Problem bei, wenn sie Fisch und Holz ohne Legalitätsüberprüfung einführen – ein Problem, das die EU durch zwei neue Regulierungen zu beheben versucht. Das Briefing Papier von Duncan Brack, Heike Baumüller und Katharina Umpfenbach vergleicht die beiden EU-Regulierungen zu illegalen Fisch- und Holzprodukten. Die Autoren stellen die sehr unterschiedlichen Ansätze vor und zeigen auf, in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht.
Die Entwaldung ist für etwa ein Fünftel der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich, die meisten davon entstehen in den tropischen Wäldern der Entwicklungsländer. Bei den Kopenhagener Klimaverhandlungen diskutierten Verhandlungsführer einen möglichen neuen Mechanismus, um Staaten für den Schutz ihrer Wälder finanziell zu kompensieren. Der Artikel von Duncan Brack und Katharina Umpfenbach analysiert diese Vorschläge zu REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation).
Waldnebenprodukte können eine wichtige Einnahmequelle für die ländliche Bevölkerung in Laos sein. Der Papiermaulbeerbaum (Broussonetia papyrifera) ist ein Waldnebenprodukt, welches in Nord-Laos wächst und dessen Rinde in Papier verarbeitet wird. Die Studie erforscht das Potenzial von Papiermaulbeerrinde als beständige Einkommensquelle für Arme in ländlichen Gebieten von Laos.
Winkel, Georg; Timo Kaphengst; Sophie Herbert et al. 2009: EU policy options for the protection of European forests against harmful impacts. Albert-Ludwigs-University Freiburg, Institute of Forest and Environmental Policy/Ecologic Institute, Berlin.
In Bezug auf den Klimawandel ist Deutschlands größte Sorge, weltweite Entwicklungen könnten die politische Stabilität anderer Länder schädigen, Handelsverluste entstehen lassen, Migrationen auslösen und letztendlich zu Konflikten führen. In diesem Artikel beschreibt R. Andreas Kraemer vom Ecologic Institut, wie Deutschland mit diesem Problem umgeht, indem es proaktiv neue Energielösungen entwickelt, inländisch effektive Energiepolitiken anwendet und gute Klimapolitiken im Ausland fördert.
In der Nordpol-Region stellt sich die Schicksalsfrage, ob in der Arktis von Morgen Konfrontation oder Kooperation herrschen wird. R. Andreas Kraemer vom Ecologic Institut gab dazu als Podiums-Redner Antworten auf dem Arctic Future Forum der Friedrich Ebert Stiftung und des kanadischen Rideau Instituts am 29. September 2009 in Ottawa. Das Forum konzentrierte sich auf Sicherheitspolitik, Waffenkontrolle, Klimaschutz und Energieversorgung. Die wesentlichen Ergebnisse sind zusammengefasst im Bericht über das Arktis-Forum in Ottawa, ON, am 29. September 2009.
Ribeiro, M., Losenno, C., Dworak, T., Massey, E., Swart, R., Benzie, M., Laaser, C. 2009. Design of guidelines for the elaboration of Regional Climate Change Adaptations Strategies. Study for European Commission - DG Environment - Tender DG ENV. G.1/ETU/2008/0093r. Ecologic Institute, Vienna.
Die gerechte Aufteilung von Vorteilen, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergeben, zwischen denjenigen, die diese Ressourcen kommerziell oder für Forschung nutzen wollen, und denjenigen, die sie traditionell nutzen, geschützt und weiterentwickelt haben, ist ein zentrales Thema der gegenwärtigen Verhandlungen im Rahmen der Konvention über biologische Vielfalt (CBD). Christiane Gerstetter, Juristin im Ecologic Institut, entwickelt in dieser Publikation Empfehlungen zur Umsetzung der in der CBD enthaltenen Klausel, dass Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen fair und gerecht aufgeteilt werden müssen.
Dieser Artikel untersucht Möglichkeiten zur Verknüpfung von Emissionshandelssystemen. Die Konvergenz von Märkten kann eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen (beispielsweise die Senkung von Erfüllungskosten), birgt jedoch auch gewisse Nachteile. Kurzfristig sehen die Autoren Schwierigkeiten bei der direkten bilateralen Verknüpfung der Systeme und folgern, dass ein OECD-weiter Markt bis 2015 als Ziel der EU ambitioniert erscheint. Durch internationale Verhandlungen werden einige dieser Hindernisse beseitigt werden können, was die Integration wichtiger Systeme vorantreiben würde. Michael Mehling, Leiter des Ecologic Instituts in Washington DC, ist Mitautor des Artikels.
Die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen findet zunehmende Beachtung als Mittel zur Kostensenkung in der Erfüllung von Klimazielen, zum Ausbau von Emissionshandelsmärkten sowie zur Bewältigung von Liquiditätsengpässen und Preisschwankungen im Markt. Die USA und Kanada sind derzeit damit beschäftigt, nationale Emissionshandelssysteme zu entwickeln; Mexiko arbeitet zeitgleich an Emissionsgrenzen für die Zement- und Ölindustrie. Die engen Wirtschaftsbeziehungen dieser Länder lassen erwarten, dass eine Verknüpfung dieser Systeme wünschenswert werden könnte. Diese Verknüpfung hat jedoch positive und negative Auswirkungen. Ist die Entscheidung zur Verknüpfung von Handelssystemen einmal gefallen, so sind stabile Rahmenbedingungen sowie eine langfristige Harmonisierung von rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für die nachhaltige Verknüpfung unverzichtbar. Michael Mehling, Leiter des Ecologic Instituts in Washington DC, ist Mitautor dieses Artikels.
Vom 27. Juli bis 7. August 2009 kamen in Berlin erstmalig umweltpolitische Entscheidungsträger aus 19 Staaten zum ICAP Sommerkurs für Schwellen- und Entwicklungsländer zusammen. Die intensive, zweiwöchige Lehrveranstaltung wurde vom Ecologic Institut für und in Zusammenarbeit mit der International Carbon Action Partnership (ICAP) entwickelt und durchgeführt. Den Teilnehmern wurde ein umfassender Einblick in den komplexen Themenbereich des Emissionsrechtehandels geboten. Ziel der Veranstaltung war es, ihnen zu ermöglichen, ihre jeweiligen Heimatstaaten auf die aktive Teilnahme an einem zukünftigen globalen Emissionshandelsmarkt vorzubereiten. Eine zweite Sommerveranstaltung dieser Art ist für 2010 in den Niederlanden geplant.
Vom 5.-12. Juli 2009 fand der zweite transatlantische Farmer-Exchange statt, bei dem Landwirte, Förster, Journalisten und Politiker aus Deutschland und den USA über die Rolle der Landwirtschaft in der zukünftigen Klimapolitik diskutierten. Bei ihrer Reise durch Ohio und Pennsylvania bis Washington DC besuchten die rund 30 Teilnehmer neben landwirtschaftlichen Betrieben, die verschiedene klimafreundliche Verfahren anwenden, auch Biokraftstoffanlagen und andere Biomasse verarbeitende Industrieunternehmen. Dabei tauchte häufig die Frage auf, welche Möglichkeiten bestehen, industrielle Treibhausgasemissionen durch Emissionseinsparungen in Land- und Forstwirtschaft zu kompensieren. Außerdem tauschten die Teilnehmer bei mehreren Gelegenheiten Wissen und Erfahrung über unterschiedliche Bioenergie-Anwendungen aus.