In diesem Artikel argumentieren Sebastian Oberthür und Thomas Gehring, dass die Einrichtung einer Weltumweltorganisation (WEO) nicht vielversprechend für die Förderung der internationalen Umweltpolitik ist. Die Autoren behaupten, dass man allein von der Errichtung einer WEO keine wesentlichen Verbesserungen der Umweltpolitik erwartet werden könne, da dieses Politikfeld von internationalen Abkommen dominiert werde und weil es zwischen den Institutionsformen einer Organisation und eines internationalen Abkommens keinen qualitativen Unterschied gebe. Nicht im Einzelnen untersucht werden in diesem Artikel jüngste Vorschläge, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) aufzuwerten und zu einer UN-Sonderorganisation auszubauen.
Im Rahmen der gemeinsamen Umsetzungsstrategie der EU-Wasserrahmenrichtlinie, beschlossen die europäischen Wasserdirektoren eine spezifische Arbeitsgruppe zu "Best practice und Anleitung zu Hydromorphologie" einzurichten. Eine der Hauptaktivitäten dieser Arbeitsgruppe war ein Vergleich der unterschiedlichen Erwartungen hinsichtlich der ökologischen Qualität und Minderungsmaßnahmen für die von Wasserspeicherung betroffenen Gewässer. Dieser Bericht basiert auf Informationen aus 23 europäischen Ländern.
Die Betonung von besserer Regulierung und schlankerer Verwaltung in der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten hat in den letzten Jahren zu einem wachsenden Interesse an der Folgenabschätzung und der Evaluation von Umweltpolitik geführt. Eines der Hauptkriterien in diesem Zusammenhang ist die Kosteneffizienz, um zu demonstrieren, dass die umweltpolitischen Zielsetzungen mit möglichst geringem Aufwand erreicht wurden. Benjamin Görlach wurde eingeladen, auf der Easy-Eco-Konferenz "Impact Assessment for a New Europe and Beyond" praktische Beispiele und den derzeitigen Stand der Forschung bei der ex-post Bewertung der Kosteneffizienz umweltpolitischer Maßnahmen vorzustellen.
Die Küsten Europas als Lebensraum sind durch menschliche Kultivierung entstanden und geprägt durch Nutzung, Besiedlung und neue Formen des Freizeitverhaltens. Zur Zeit der römischen Verträge, war Europa noch von den Spuren des Zweiten Weltkrieges gekennzeichnet, jedoch schon durch eine Aufbruchsstimmung geprägt, die sich im Wunsch nach freiheitlicher Lebensweise, Freizeitaktivitäten und nach Reisen ausdrückte. Die vielseitigen und oftmals spektakulären Küstenabschnitte in Europa stellten ideale Reiseziele dar, die bald zu intensiver Bebauung vieler europäischer Küstenabschnitte führten und das Zeitalter des Massentourismus einläuteten. Angetrieben durch eine generelle Gläubigkeit in ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten führte dies bald zu massiven Eingriffen in die Küstendynamik und trug zur Forcierung von Erosionsprozessen bei. Heute leben mehr als 42% der Europäer in Küstenregionen mit einem infrastrukturellen Wert nahe 959 Billionen Euro. Gegenwärtige und vergangene Sturmflutereignisse belegen, dass Küstenregionen signifikanten Risiken ausgesetzt sind, die zur Lahmlegung von Städten und Regionen führen können.
Auf nationaler Ebene sind die transatlantischen Beziehungen in der Umweltpolitik, z. B. beim Klimaschutz, genetisch veränderten Organismen oder dem Vorsorgeprinzip, durch Spannungen gezeichnet. Gleichzeitig haben sich auf regionaler und lokaler Ebene in den vergangenen Jahren eine Anzahl Umweltkooperationen gebildet, um voneinander zu lernen und Umweltprobleme effektiver anzugehen.
Dieser T20-Policy Brief sendet eine klare Ermahnung an die Führung des G20-Gipfels in Hamburg im Juli 2017. T20 oder "Think 20" ist ein Netzwerk von Think Tanks in den G20-Ländern. 23 Experten von 13 Think Tanks aus acht Ländern kooperierten für diesen Policy-Brief. Der Gründer des Ecologic Instituts R. Andreas Kraemer, Senior Fellow am Centre for International Governance Innovation (CIGI), leitete diese Ausarbeitung, weiterhin trugen Benjamin Boteler, Ina Krüger und Grit Martinez vom Ecologic Institut zum Gelingen bei. Der Policy Brief steht als Download zur Verfügung.
Auf Initiative der Grünen Liga e. V. wurde ein Seminar zum Thema: Auf dem Weg zum "Guten Zustand – Kritische Aspekte bei der Umsetzung der WRRL" durchgeführt. Rainer Müssner von Ecologic war Redner zum Thema: Gemeinsame Agrarpolitik der EU und Wasserrahmenrichtlinie. Hierbei standen die generellen Querbezüge zwischen beiden Umweltpolitikbereichen und Möglichkeiten für Synergien im Vordergrund.
<p>Akteursbeteiligung in Anpassungsprozessen der Flussgebietsplanung ist notwendig für ein nachhaltiges Wassermanagement. Der Artikel unterstützt diese Aussage in dem er die Arbeiten, die im Rahmen des BeWater-Projekts durchgeführt wurden, präsentiert. Wir veranschaulichen die im Projekt angewandte Methodik, die zu vier Anpassungsplänen für Flusseinzugsgebiete in Zypern, Tunesien, Spanien und Slowenien führte. Darüber hinaus werden die Fallstudien des Projekts präsentiert sowie die Herausforderungen, die die Akteure in ihren jeweiligen Einzugsgebieten identifiziert haben, vorgestellt. Wir zeigen, wie das Projekt in den Flusseinzugsgebieten initiiert wurde und wie es die Bewirtschaftungsprozesse beeinflusst hat. Wie geben einen Überblick über die priorisierten Maßnahmen sowie fassen die Beiträge von BeWater zu zukünftigen Projekten in den Flussgebieten zusammen. Wir beenden den Überblick mit einer Einschätzung, wie die Beteiligung der Akteure in den Einzugsgebieten verbesser werden kann.</p>
<img style="WIDTH: 80px; HEIGHT: 80px" alt="Jonathan Wiener" hspace="4" src="/Download/dinner_dialogue/2006/wiener_80_80.jpg" align="right" vspace="4" border="0" />Im Fokus des Transatlantic Climate Dinner zu Ehren von Dr. Jonathan B. Wiener stand die Frage, wie nationalstaatliche Interessen zu Gunsten eines umfassenden und effektiven internationalen Klimaregimes überwunden werden können. Die Diskussion des Dinner Dialogs machte deutlich, dass ein zukünftiges System nur dann ökologisch effektiv und ökonomisch effizient wirken kann, wenn sich alle Länder beteiligen und gemeinsam die Treibhausgas-Emissionen reduziert werden. Um dies zu erreichen müssen, so Dr. Wiener, jedoch zuerst einige zentrale Probleme aus dem Weg geräumt werden.
Das übergeordnete Ziel des DESSIN ESS Software-Systems ist es, Anwender bei der Umsetzung der DESSIN ESS-Evaluierungsrahmens und der Nachhaltigkeitsbewertung zu unterstützen. Dieses Dokument beschreibt, wie die Software dies aus der Sicht des Endbenutzers machen soll. Das Dokument ist in so genannte "User Stories" organisiert. Jede User Story beschreibt eine Aufgabe, die ein Nutzer der Software erledigen möchte und erklärt den Wert für den Benutzer. Die Benutzergeschichten sind in "Epen", Gruppen ähnlicher Geschichten, angeordnet. Die meisten Benutzergeschichten werden aus der Perspektive eines Evaluierungsleiters geschrieben, der eine ESS-Bewertung durchführt, da dieser als der wahrscheinlichste Nutzer des Systems angesehen wird. Die hier vorgestellte Software wurde von DHI, ECOLOGIC, SINTEF und IWW in Zusammenarbeit mit der DESSIN-Nutzergruppe, die die Endbenutzer der Software sein werden, entwickelt.
In Deutschland wurde seit 1950 ungefähr so viel Fläche neu für Siedlung und Verkehr in Anspruch genommen wie in der gesamten Siedlungsgeschichte zuvor. Weiterhin steigende Wohnansprüche und der wachsende Anteil von Single-Haushalten werden den "Flächenverbrauch" fortsetzen, obwohl die Bevölkerung schrumpft. Während die ökologischen Nachteile der Zersiedlung seit langem deutlich sind, drohen unter Schrumpfungsbedingungen auch verheerende wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen, wie sie sich bereits jetzt in "schrumpfenden Regionen" zeigt.
Sind die politischen Rahmenbedingungen der EU dafür geeignet, Meeresbiodiversität ausreichend zu schützen? Könnte ein ökosystembasierter Ansatz die Problematik der Koordination von Umweltstrategien lösen? Bei der Future Oceans Konferenz "Fortschritte der integrierten Meereswissenschaft zur nachhaltigen Entwicklung", die vom 2. bis 7. Juli 2017 am Wissenschaftszentrum in Kiel stattfand, hielten Katrina Abhold und Lina Röschel vom Ecologic Institut Impulsvorträge, die genau diese Themen der Meerespolitik und –Wissenschaft aufgriffen. Am 4. Juli 2017 hielt Katrina Abhold, Researcher des Ecologic Instituts, während der Vortragsreihe zu Resilienz einen Vortrag zum Thema ökosystemorientierte Ansätze als Mittel zur Stärkung der Koordination von EU Umweltpolitik zum Schutz der aquatischen Biodiversität.
Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Akteure bei der Bewertung von Handelsabkommen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit? Das von Markus Knigge und Nicole Kranz verfasste Buchkapitel analysiert entsprechende Beteiligungsprozesse und Zusammenhänge und unterbreitet Vorschläge für die Gestaltung einer erweiterten Einbindung von Stakeholdern im Bewertungsprozess auf EU-Ebene.
Negative Emissionen sind erforderlich, um den globalen Temperaturanstieg unter 2°C zu halten und entstehen, wenn große Mengen C02 aus der Atmosphäre entnommen und dauerhaft gebunden werden. Zur Zeit gibt es nur einen realistischen und nachhaltigen Weg, um negative Emissionen im erforderlichen Umfang zu generieren: die Wiederherstellung gesunder Wälder. Um dies zu erreichen, bedarf es eines starken Politikrahmens. Dieses Papier diskutiert, wie dieser Rahmen für die EU ausgestaltet werden kann. Das Papier steht als Download zur Verfügung.
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Der Großteil der europäischen Fläche ist ländlich geprägt und beherbergt mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Die meisten gesellschaftlichen Probleme wie Überalterung, hohe Arbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit und das fehlende Anpassungsvermögen an den globalen Markt, sind besonders stark in den ländlichen Gebieten ausgeprägt. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und Innovationen zu stärken, ist eine stärkere Vernetzung von öffentlichen, privaten und intersektoralen Initiativen notwendig. Rainer Müssner stellte das EU Projekt RAPIDO vor, welches Best-Practice-Methoden der innovativen Entwicklung im Agrar-, Forst-, Nahrungsmittel- und Dienstleistungsbereich sowie Methoden des Wissenstransfers für verschiedene Zielgruppen analysiert.</p>