Verwandte Inhalte für das Projekt "Informations- und Lehrmaterialien für einen umweltbewussten Umgang mit Humanarzneimitteln" (Projektnummer 50064)
Publikation:Artikel
Wie lässt sich Nachhaltigkeit dauerhaft in der Ausbildung von Ärztinnen, Ärzten und pharmazeutischem Fachpersonal verankern? Dieser Frage geht ein Fachartikel im International Journal of Sustainability in Higher Education am Beispiel Deutschlands nach. Die Autorinnen und Autoren zeigen auf, welche strukturellen Hürden einer stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bislang entgegenstehen, und legen eine politische Roadmap für Hochschulstudium, Ausbildung und berufliche Fortbildung vor.
Die Publikation dokumentiert die im Projekt entstandenen Informations- und Lehrmaterialien für Medizin, Pharmazie und Gesundheitskommunikation. Ziel des Projekts war es, den Eintrag von Arzneistoffen in die Umwelt zu verringern und Umweltwissen stärker in Ausbildung, Lehre und Praxis zu verankern. Entstanden sind frei verfügbare Materialien für Hochschulen, Berufsschulen, Fortbildungen, Apotheken und die interessierte Öffentlichkeit. Ergänzend wurde ein Onlineportal aufgebaut, das wissenschaftliche Hintergründe, Infografiken und Unterrichtsmaterialien bündelt.
Kemper, Melanie 2025: Verbreitung von Informations- und Lehrmaterialien für einen umweltbewussten Umgang mit Humanarzneimitteln - Konzept und Plan für eine Kampagne. Ecologic Institut, Berlin. Unveröffentlicht.
Pharmazeutische Wirkstoffe aus Cremes und Gels können ins Abwasser gelangen, wenn sie nach der Anwendung abgewaschen werden. Dies lässt sich jedoch verringern, indem man die Hände zunächst mit einem Papiertuch abwischt, dieses im Hausmüll entsorgt und erst dann die Hände wäscht.
In einem Projekt für das Umweltbundesamt entwickelte das Ecologic Institut zusammen mit der Universität und dem Universitätsklinikum Kiel Lehr- und Informationsmaterialien zu Umweltaspekten von Arzneimitteln. Alle Materialien können kostenfrei über das ebenfalls im Projekt entstandene UBA-Portal "Arzneimittel und Umwelt" bestellt oder heruntergeladen werden.
Arzneistoffe in der Umwelt sind ein wachsendes Problem. Das UBA-Internetportal "Humanarzneimittel und Umwelt" bietet frei verfügbare, wissenschaftlich geprüfte Lehrmaterialien für medizinische und pharmazeutische Lehrpersonen an. Mit dem Basisfoliensatz und den Begleittexten kann das Thema trotz enger Lehrpläne umfassend und praxisnah vermittelt werden.
Die Apotheke ist ein naheliegender Ort für Gespräche über Arzneimittel und deren Wirkung auf Mensch und Umwelt sowie über die Entsorgung von Altmedikamenten. Das Infopaket für Apotheken bietet dem Apothekenpersonal vertiefte Hintergrundinformationen für solche Gespräche.
Diesen dekorativen Wandkalender können Apotheken kostenfrei bestellen und an ihre Kundschaft verschenken. Der Kalender ist als jahresunabhängiger Geburtstagskalender in DIN A4 konzipiert. Dekorative, große Fotomotive und kurze Texte greifen in jedem Monat einen anderen Aspekt von Arzneimitteln und Umwelt auf.
Bei der Anwendung arzneimittelhaltiger Cremes und Gels kann die ins Abwasser gelangende Arzneistoffmenge dadurch reduziert werden, dass man sich nach dem Auftragen zunächst die Hände mit einem Papiertuch abwischt, das im Hausmüll entsorgt wird, und erst dann die Hände wäscht. Deshalb wurde zu diesem Thema eine deutschsprachige Postkarte in DIN A6 (10 x 15 cm) entwickelt, die der Kundschaft bei Abgabe von arzneimittelhaltigen Cremes und Gels in der Apotheke mitgegeben werden kann.
Flüssige Arzneimittelreste werden häufiger falsch über das Abwasser entsorgt als feste. Deshalb wurde zu diesem Thema eine deutschsprachige Postkarte in DIN A6 (10 x 15 cm) entwickelt, die der Kundschaft bei Abgabe von flüssigen Medikamenten in der Apotheke mitgegeben werden kann.
Die Online-Plattform "Humanarzneimittel und Umwelt" des Umweltbundesamtes informiert über die Umweltauswirkungen von Humanarzneimitteln und gibt Empfehlungen für einen umweltbewussten Umgang. Ziel ist es, die Freisetzung von Arzneimittelrückständen in die Umwelt zu minimieren und so Gewässer und Böden zu schützen.
Viele Menschen denken, dass Altmedikamente grundsätzlich über die Apotheken zu entsorgen seien. Die Aufklärung über die geltenden, regional unterschiedlichen Entsorgungswege nimmt in der Apotheke Zeit in Anspruch. Das Poster "Richtige Entsorgung von Altmedikamenten in: …" soll das Personal entlasten, indem darauf die Entsorgungsinformationen im Verkaufsraum schriftlich zur Verfügung gestellt werden können.
Nicht mehr benötigte Medikamente gehören nicht in die Toilette oder das Waschbecken, denn so gelangen Arzneistoffe in die Gewässer, Böden und das Grundwasser. Dieses Faltblatt erklärt in verschiedenen Sprachen, wie man Altmedikamente richtig entsorgt und warum dies wichtig ist.