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Design, Implementation and Cost Elements of Green Infrastructure Projects

 
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Design, Implementation and Cost Elements of Green Infrastructure Projects

Publikation
Zitiervorschlag

Naumann, Sandra, McKenna Davis, Timo Kaphengst, Mav Pieterse and Matt Rayment (2011): Design, implementation and cost elements of Green Infrastructure projects. Final report to the European Commission, DG Environment, Contract no. 070307/2010/577182/ETU/F.1, Ecologic institute and GHK Consulting.

Ecologic Institut und GHK haben einen umfassenden Überblick zur Ausgestaltung, Implementierung und Kosteneffizienz von Projekten zur Grünen Infrastruktur in der EU erstellt. Die Analysen wurden auf dem Workshop "Erkenntnisse aus Projekten der Grünen Infrastruktur in der EU" am 17. Januar 2012 in Brüssel vorgestellt. Wegen des breiten Ansatzes des Themas und seiner hohen Relevanz nahmen an dem Workshop Vertreter unterschiedlicher Generaldirektionen (u. a. Umwelt, Klima und Regio) teil. Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung.

Flächennutzungsänderungen und Landnutzungsintensivierung stellen eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt in Europa dar. Um dieser Bedrohung zu begegnen, müssen  Belange der Biodiversität und Lebensräume in andere Politikbereiche und Sektoren integriert werden wie bspw. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasser, Meeresumwelt und Fischerei, Regional- und Kohäsionspolitik, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Verkehr und Energie. Nur auf diese Weise kann die ökologische Kohärenz zwischen den verschiedenen Habitaten und Schutzgebieten in Europa gestärkt werden. Die geplante EU-Strategie für grüne Infrastruktur zielt darauf ab, diese Probleme zu beheben, und zerschnittene Habitate erneut miteinander zu verbinden, Ökosysteme in einem gesunden Zustand zu erhalten, beschädigte Lebensräume zu renaturieren sowie Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel bereitzustellen. Investitionen zum Aufbau einer grünen Infrastruktur erfordern intelligente und integrierte Konzepte in der Raumplanung. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die begrenzten Landressourcen in Europa eine Vielzahl von Funktionen für Natur und Gesellschaft bereitstellen.

Ein besonderes Augenmerk in der Strategie wird darauf gelegt, dass die Aspekte einer grünen Infrastruktur in den verschiedenen EU-Förderprogrammen (z. B. Struktur- und Kohäsionsfonds, GAP, LIFE+) im derzeitigen wie im kommenden, 2013 beginnenden Finanzplanungszeitraum, stärker berücksichtigt werden.

Das Projekt sollte das Verständnis zu Projekten der grünen Infrastruktur in Bezug auf ihre Konzeption, Implementation und Finanzierung sowie Kosten-und Nutzen-Verhältnis verbessert werden. Darüber hinaus sollte die Entwicklung einer EU-weiten Strategie für eine grüne Infrastruktur in Europa als wesentlicher Bestandteil der neuen EU-Biodiversitätspolitik nach 2010 unterstützt werden. Im Einzelnen zielte das Projekt darauf ab, die große Bandbreite an relevanten Projekten in ländlichen und städtischen Gebieten zu identifizieren. Dazu können verschiedene Initiativen gehören wie bspw. Wiederherstellung von Ökosystemen, Management von Auenlandschaften, nachhaltige städtische Entwässerungssysteme oder Kühlung von urbanen Räumen durch Schaffung von Grünflächen sowie Verbesserung des natürlichen Rückhaltes und der Reinigung von Wasserressourcen durch Aufforstung, Renaturierung von Feuchtgebieten oder Bodenbewirtschaftung. Die Studie fokussierte auf  EU relevante Projekte (auf lokaler, regionaler oder transnationaler Ebene) und untersuchte wie diese entworfen, geplant, gefördert und koordiniert werden.

Die Analysen der Studie tragen entscheidend zur Weiterentwicklung der EU-Strategie zur "Grünen Infrastruktur" und somit zur neuen EU-Biodiversitätspolitik nach 2010 bei.

Kontakt

Sandra Naumann
Coordinator Biodiversity and Nature-based Solutions
Senior Fellow
Sprache
Englisch
Autorenschaft
Mav Pieterse
Matt Rayment
Finanzierung
Jahr
Umfang
138 S.
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Grüne Infrastruktur, Biodiversität, Naturschutz, Kosten-Nutzen-Analyse, ökosystembasierter Ansatz, Natura 2000, Konnektivität, Grüne Netzwerke, Mitgliedstaaten, Europa
Europäische Union