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Klimawandel und Innovation: Eine post-Paris Agenda

Präsentation

Klimawandel und Innovation: Eine post-Paris Agenda

TimeLoc
26. September 2016 bis 5. Oktober 2016
Ottawa, Montreal, Edmonton
Kanada
Dr. Camilla Bausch auf Reisen in Kanada. Vorträge und Gespräche in Ottawa, Montreal und Edmonton

"Klimawandel und Innovation: Eine post-Paris Agenda" ["Climate Change and Innovation: A post-Paris Agenda"] war das Thema der Ottawa Climate Talks, bei dem Dr. Camilla Bausch vom Ecologic Institut als Keynote-Speaker teilnahm. Die Rede war Teil einer Vortragsreise die durch drei verschiedene Provinzen Kanadas führte. Während sie einerseits Themenbereiche wie Innovation oder nationale und kommunale Klima- und Energiepolitik diskutierte, tauschte Dr. Bausch in Ottawa, Montreal und Edmonton andererseits wichtige Ideen und Erkenntnisse aus. Der Besuch erfolgte inmitten von dynamischen Zeiten kanadischer Politikgestaltung, in denen Premierminister Justin Trudeau ein nationales Ultimatum erlassen hat welches die Provinzen dazu verpflichtet, bis 2018 einen Plan zur Besteuerung von Kohlendioxid (CO2) zu erstellen und in denen sich die Mitglieder des Parlaments mit 207 zu 81 Stimmen für das Pariser Klimaabkommen aussprechen.

Dr. Bausch besuchte Kanada anlässlich der "Ottawa Climate Talks" und aufgrund des Global Think Tank Gipfeltreffens. Die Wahl Justin Trudeaus liberaler Partei in 2015 hat nicht nur zur Priorisierung des Themenbereiches Umwelt und Klima innerhalb der kanadischen Politikagenda geführt, sondern auch erhöhte Anreize zur Kooperation und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada mitgebracht.

Die "Ottawa Climate Talks" ist eine von der deutschen Botschaft in Kanada organisierte Veranstal-tungsreihen.  Auf die Tagung im September 2016 wurde Dr. Camilla Bausch eingeladen um eine Grundsatzrede zu "der deutschen Energietransformation nach Paris – dynamisch und innovativ?" zu halten. Weitere ausgewählte Gäste waren unter anderem Jonathan Wilkinson, Iain Stewart (National Research Council) und Paul Preston (The Conference Board of Canada). Im wunderschönen Barrick Salon des Kanadischen Naturkundemuseums sprach Dr. Bausch zu Innovation im Kontext des Klimaschutzes und der deutschen Energietransformation. Dr. Bausch betonte die zur deutschen Energietransformation führenden und daraus erwachsenen Innovationsdynamiken indem sie den Fokus insbesondere auf Transformationsauslöser legte. Sie diskutierte institutionelle Innovationen wie die Verrechnungsstelle des Einspeisegesetzes, Geschäftsmodellinnovationen wie One-Stop-Shop-Lösungen für Solarzellen in privaten Haushalten und technologische Innovationen anhand von aktuellen Trends bei der Patentanmeldung. Bezugnehmend auf die Gegenwart reflektierte Dr. Bausch durch das Pariser Klimaabkommen ausgelöste Innovationsdynamiken indem sie unter anderem näher auf die "Mission Innovation" und die dazugehörende Investoreninitiative "Breakthrough Energy Coalition" einging. Die "Mission Innovation" wurde von Kanada, Deutschland und weiteren Ländern 2015 in Paris ins Leben gerufen. Die darauffolgende Debatte hob auch kanadische Trends und die Rolle sowie den Fokus der Innovationen im Kontext der globalen Dekarbonisierungsanstrengungen hervor.

Am darauffolgenden Tag sprach Dr. Bausch am kanadischen Ministerium für natürliche Ressourcen zu etwa 50 Vertretern unterschiedlicher Ministerien über das Thema "Grundbausteine der nationalen Energie- und Klimapolitiken im Lichte der COP21". Großes Interesse an den deutschen Erfahrungen  wurde während der Diskussion über die Unterschiede im Bezug auf Kanadas Rolle als großer Exporteur fossiler Brennstoffe geäußert. Dr. Bausch sprach außerdem zu Studenten der Universität von Ottawa über das Thema "Subnationale Energie- und Klimapolitiken im Licht der COP21".

Dr. Bausch’s Reise brachte sie außerdem in den Westen Kanadas, wo sie zwei zusätzliche Vorle-sungen in Edmonton hielt. Edmonton ist die Hauptstadt von Alberta, einer Provinz in der vor kurzem die neue demokratische Partei gewählt wurde. Es war das erste Mal seit 1935, dass eine mitte-links Partei die Wahl in Alberta gewinnen konnte. Zunächst sprach Dr. Bausch an der Universität von Alberta über subnationale Energie- und Klimapolitik im Lichte der COP21 aus deutscher Perspektive. Auf ihre Rede folgte eine Podiumsdiskussion mit Simon Dyer (Pembina Institute), Amit Kumar (University of Alberta), und Kate Rich (Alberta Climate Change Office). Das Panel fokussierte sich auch auf Albertas aktuelle Situation und auf Pläne und Optionen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes.  Die Veranstaltung war gleichzeitig Teil der Ottawa Climate Talks und von einer von der Universität von Calgary organisierten Vorlesungsreihe bei der bereits andere deutsche Experten wie zum Beispiel Prof. Manfred Fischedick, Dr. Harry Lehmann und Prof. Dr. Claudia Kemfert referierten.

Zum Ende der kurzen Energie- und Klimathematischen Rundreise hatte Dr. Bausch zwei Treffen mit der Landesregierung von Alberta, wo sie Vertreter der Bereiche Energie, Parks und Innovationen traf. Dr. Bausch erklärte – mit Blick auf die Veränderungen durch die COP21 – Grundbausteine regionaler Energie- und Klimapolitik in Deutschland und Europa.

Während ihres Aufenthalts in Kanada nahm Dr. Bausch außerdem an dem Global Think Tank Summit in Montreal teil, welcher vom Central of International Governance Innovation (CIGI) in Kooperation mit der Universität von Pennsylvania organisiert wurde. Thema des Gipfels war: "Reagieren auf die Globalisierung und dessen Querulanten: Die Rolle der Think Tanks" Der Think Tank Gipfel ist dafür gedacht, ein Forum darzustellen indem Think Tanks Erkenntnisse, Best Practices und Strategien miteinander teilen können. In diesem Kontext wurde Dr. Bausch dazu aufgerufen, einige Ihrer Erfahrungen als Leiterin eines führenden Think Tanks zu teilen.


Veranstalter
Datum
26. September 2016 bis 5. Oktober 2016
Ort
Ottawa, Montreal, Edmonton, Kanada
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
transatlantisch, subnational, provinziell, Energie, Politik, Pariser Klimaabkommen, Nachhaltigkeit, Think Tanks, Regionalpolitik, COP21, Mission Innovation, Kanada, Alberta, Ottawa, Montreal, Edmonton