• English
  • Deutsch
Facebook icon
LinkedIn icon
Twitter icon
YouTube icon
Header image Ecologic

Nachhaltige Ressourcennutzung – Anforderungen an eine nachhaltige Bioökonomie aus der Agenda 2030/ SDG-Umsetzung

Nachhaltige Ressourcennutzung – Anforderungen an eine nachhaltige Bioökonomie aus der Agenda 2030/ SDG-Umsetzung

Eine nachhaltige Bioökonomie kann potenziell dazu beitragen, die Ära fossiler Ressourcen abzulösen und eine wachsende Weltbevölkerung zu versorgen. Die Transformation hin zu einer solchen biobasierten Wirtschaftsform ist gekennzeichnet durch ökonomische, ökologische und soziale Chancen, aber auch durch Risiken. Mögliche Potenziale und Herausforderungen werden in diesem Projekt für das Umweltbundesamt herausgearbeitet und abgeschätzt. Als Grundlage hierfür dienen die Leitziele der Agenda 2030 und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs).

Im Rahmen des Projekts analysiert das Ecologic Institute alle relevanten politischen Bioökonomie-Strategien weltweit und deren Akteure. Folgende Fragen stehen im Vordergrund:

► Wie unterscheiden sich existierende Bioökonomie-Strategien (Schwerpunkte, wesentliche Merkmale, partizipativer Charakter u.a.)?
► Welche Akteure, Interessen und Konflikte beeinflussen ihre Entwicklung und Umsetzung?
► Was sind die relevanten (zivilgesellschaftlichen) Initiativen, Netzwerke und Schlüsselakteure im Globalen Süden (am Beispiel von Brasilien und Indonesien)?
► Welche grundlegenden Konzepte liegen den Bioökonomie-Strategien zugrunde?

Basierend auf den Ergebnissen dieser Analyse werden im weiteren Projektverlauf relevante Technikpfade ausgewählt und analysiert, Entwicklungspfade und deren Potenziale aufgezeigt und im Hinblick auf globale Megatrends bewertet. Darüber hinaus werden die Querbezüge und Interdependenzen der einzelnen SDGs zur Bioökonomie näher ausgewertet, mit dem Ziel, Widersprüche und Zielkonflikte, Chancen und Synergiepotenziale zu identifizieren und herauszuarbeiten. Hierzu ist eine Analyse von Wertschöpfungsketten von bestimmten Biomasseproduktgruppen (z.B. Soja, Palmöl, Zuckerrohr) und Handelspolitiken für ausgewählte Sektoren an drei Länderbeispielen in Afrika, Asien und Lateinamerika vorgesehen. Dies wird dann die Ableitung von Anforderungen an eine nachhaltige, ressourcenschonende Bioökonomie bei der Umsetzung der SDGs erlauben. Im Vordergrund stehen SDG 2 (Kein Hunger) und SDG 15 (Leben an Land). Die Ergebnisse werden in Empfehlungen zur Priorisierung und Ausgestaltung politischer Maßnahmen zur Umsetzung der SDGs im Kontext von Bioökonomie-Strategien münden und zur Weiterentwicklung der nationalen, europäischen und internationalen Bioökonomiepolitiken beitragen.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Partner
Öko-Institut, Deutschland
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Institute of Development Studies (IDS), Großbritannien
Projektdauer
Oktober 2017 bis März 2020
Projektnummer
3526