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Welttag der Feuchtgebiete 2018

Welttag der Feuchtgebiete 2018

Was bedeutet das für die Gesellschaften in den Regionen in äußerster Randlage Europas?
TimeLoc
25. Februar 2018
Sainte Anne
Guadeloupe

Heute leben fast 50% der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten. Feuchtgebiete finden sich in Städten und deren Vororten. Sie tragen maßgeblich dazu bei, Städte sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen (UN-Nachhaltigkeitsziel 11). Während sich die Städte jedoch ausbreiten, sind Feuchtgebiete bedroht. Anlässlich ethnographischer Feldstudien, die für das ERA4CS-Projekt INNOVA in einer der Regionen in äußerster Randlage Europas durchgeführt wurden, nahm Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut an einer regionalen Aktion zum Welttag der Feuchgebiete in Guadeloupe teil.

Flüsse, Teiche, Seen und Sümpfe saugen sich voll und erzählen von heftigen Regenfällen, während Salzwiesen und Mangroven als Puffer gegen Sturmfluten dienen. Die Küstenregion Sainte Anne in Guadeloupe ist ein beliebtes Reiseziel. Strände und Feuchtgebiete ziehen das ganze Jahr über ausländische Besucher an und werden von der einheimischen Bevölkerung gleichermaßen frequentiert. Die Verschmutzung durch Plastik auf dem Land und unter Wasser ist nach wie vor eine große Herausforderung für die Insel.

Anläßlich des World Wetland Day 2018 organisierten die CAMPEG (Carrefour d'associations et des Militants pour la Protection de l Environmente en Guadeloupe) und die Caraïbe Écologie Les Verts Guadeloupe eine regionale Aktion in den Feuchtgebieten bei Sainte Anne. Die Teilnehmer kamen aus allen Teilen der Insel und versammelten sich bei Sonnenaufgang am Eingang zu den Feuchtgebieten. Grit Martinez vom Ecologic Institut begleitete die Aktion innerhalb ihrer Forschungsarbeit für das ERA4CS Projekt INNOVA.

Nach den Eröffnungsworten von CAMPEGs Präsidentin Vanessa Varin und Guadeloupes Mitglied der Grünen Partei und Vizepräsidentin der Umweltkommission von Sainte Anne, Michelle Maxo, gingen die Teilnehmer durch die Feuchtgebiete. Mehr als 40 Personen, darunter auch Familien mit kleinen Kindern, entfernten große Mengen Plastik und anderer Abfälle aus den Mangroven und Sümpfen. Auf der mehrere Kilometer langen Wanderung wurden verschiedene Zwischenstopps eingelegt, wo ein Geschichtenerzähler Hintergründe zu Mythen und Legenden der Creolen-Vorfahren vermittelte und Pflanzen und Tierwelt der karibischen Feuchtgebiete erklärte.

Schlüsselwörter:
Weltfeuchtgebietstag, Städtische Feuchtgebiete, Umweltverschmutzung, Plastik, Urban, EthnographieÄußerste europäische Region, Guadeloupe
Projekt:
Innovation in Climate Services Provision (INNOVA)