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Co-Design der Bewertung von ökonomischen Kosten des Klimawandels (COACCH)

Co-Design der Bewertung von ökonomischen Kosten des Klimawandels (COACCH)

COACCH (CO-designing the Assessment of Climate CHange costs) ist ein EU finanziertes Horizon 2020 Projekt, welches das Ziel hat, die ökonomischen Kosten des Klimawandels und von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen abzuschätzen. Das Projekt wird durch das Euro-Mediterranean Centre for Climate Change (CMCC) koordiniert und von einem Konsortium aus 14 europäischen Forschungsinstitutionen durchgeführt.

Ziele

Das Ziel des Projekts ist es die ökonomische Bewertung der Klimawandelkosten und -risiken weiter zu entwickeln und auf die regionale Ebene herunterzubrechen. Die Bewertungen sollen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Endnutzern wie der Wissenschaft, Unternehmen, Investoren und der politischen Entscheidungsträgern angepasst sein, und von diesen einfach zu nutzen sein. Mit diesem Ziel wirken in COACCH Europas führende Forschungsteams zur ökonomischen Modellierung der Klimawandelauswirkungen mit Vertretern aus unterschiedlichsten Interessensgruppen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie innovative Forschungsmethoden und -ansätze. Das interdisziplinäre COACCH Projektkonsortium arbeitet eng mit Akteuren aus öffentlichen Institutionen, von Unternehmen und Unternehmensverbänden sowie externen Forschungspartnern zusammen.

Das übergeordnete Ziel von COACCH kann in fünf spezifische Ziele herunter gebrochen werden:

  1. Integrierte Bewertungsmethoden, sowie Modelle aus früheren EU Forschungsprojekten, werden mit regionalen Klimainformationen kombiniert, um komplexe Wirkungsketten auf regionaler Ebene zu bewerten.
  2. Ein auf die politischen Herausforderungen zugeschnittener und lösungsorientierter Forschungs- und Innovationsansatz wird entwickelt, der proaktiv Interessenvertreter aus der Industrie, politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler in einen Co-Design-, Co-Produktions- und Co-Dissemination-Prozess einbezieht.
  3. Die aktuelle Wissens- und Evidenzbasis wird signifikant weiterentwickelt. Dabei werden nicht nur klimatische, sondern auch sozioökonomische Tipping Points mit einbezogen.
  4. Die ökonomische Bewertung von Maßnahmen (Klimaschutz und Anpassung) in der EU wird auf unterschiedlichen Ebenen (räumliche Raster, Regionen, Länder, ökonomische Sektoren) und über kurz- und langfristige Zeitrahmen verbessert. Dies soll zu einem besser informierten Politikprozess führen und dabei helfen, die intended national determined contributions (INDCs) der EU zu erfüllen.
  5. Um Innovationen zu unterstützen und die Wissensverbreitung zu verbessern, unterstützen Unternehmen und Industrie, öffentliche Entscheidungsträger und die Forschungsgemeinschaft die Verbreitung der Projektergebnisse (Co-Dissemination). Es werden innovative Ansätze zur Kommunikation von Ergebnissen entwickelt, z.B. erfolgt eine direkte Erhebung von Endnutzerbedürfnissen, um die Projektergebnisse gezielt kommunizieren zu können und die Wissensverbreitung und -nutzung zu maximieren.

Projektaktivitäten

Die Forschungsaktivitäten in COACCH sind in sieben verknüpften Arbeitspaketen organisiert.

AP1: Integration von Interessenvertretern in die Gestaltung und Umsetzung der Forschungsarbeiten ist ein Kern des Projekts. Durch die enge Zusammenarbeit mit Interessenvertretern wird der übergeordnete Co-Design-, Co-Produktions- und Co-Disseminationsprozess des Projekts ermöglicht.

AP2: Wirkungsketten widmet sich der regionalen Beurteilung von Klimaauswirkungen sowie Kosten und Risiken des Klimawandels. Diese Beurteilung beinhaltet auch Extremwetterereignisse. Innerhalb dieses Arbeitspakets werden sektorspezifische Folgenabschätzungen durchgeführt. Darauf aufbauend erfolgt eine makroökonomische Abschätzung der Folgen des Klimawandels für die EU. Die makroökonomische Bewertung verfolgt das Ziel, detaillierte Daten auf subnationaler Ebene zu liefern.

AP3: Tipping Points erstellt eine Abschätzung von aus EU-Sicht besonders relevanten klimatischen Kippeffekten (Tipping Points). Darüber hinaus erweitert dieses Arbeitspaket das Konzept von Kippeffekten (Tipping Points) auf sozioökonomische Systeme.

AP4: Politikbewertung evaluiert die Auswirkungen der ökonomischen Bewertungen der Wirkungsketten und Tipping points aus AP2 und 3 auf die Politik. In dem Arbeitpaket werden Optionen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel für unterschiedliche Sektoren in Europa identifiziert und bewertet.

AP5: Synthese synthetisiert und fasst die wichtigsten Erkenntnisse des COACCH Projekts zusammen.

AP6: Dissemination entwickelt und verfolgt Dissemination und Kommunikation der Projektaktivitäten und -ergebnisse.

AP7: Koordination sichert die zuverlässige Kommunikation und das Management des Projekts.

Das Ecologic Institut in COACCH

Das Ecologic Institut leitet in COACCH Arbeitspaket 5: Synthese. Dabei wird es den Aufbau einer Datenbank und eines Web-Tools sowie von Policy briefs und eines Politikberichts koordinieren. Darüber hinaus wird Ecologic Institut den in COACCH durchgeführten Co-Design Prozess auswerten und einen Best-Practice Leitfaden für CO-Design innerhalb von Forschungsprojekten erarbeiten.

Das Ecologic Institut ist zudem in Arbeitspaket 1 wesentlich beteiligt. Arbeitspaket 1 beschäftigt sich mit der Integration von Stakeholdern und der Gestaltung des übergeordneten Co-Design-, Co-Produktions- und Co-Disseminations-Prozesses des Projekts. Das Ecologic Institut unterstützt die Arbeiten in den unterschiedlichen Unterarbeitspaketen. Es leitet die Durchführung einer Analyse des aktuellen Forschungsstandes zu Kosten von Klimawandelauswirkungen sowie Politikherausforderungen und – maßnahmen.

Das Ecologic Institut ist ebenfalls eingebunden in die Arbeit des Arbeitspakets 4: Politikbewertung. Es arbeitet zusammen mit der Universität Graz an einer Fallstudie im Bereich Industrie und Wirtschaft, welche sich auf die Wirkungs- und Lieferketten in der Logistikbranche bzw. der Chemieindustrie konzentriert. Ecologic Institut arbeitet insbesondere an der ökonomischen Bewertung von Maßnahmen und Instrumenten zur Anpassung an den Klimawandel.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Projektdauer
Dezember 2017 bis Mai 2021
Projektnummer
2811
Schlüsselwörter
Klimawandel, Klimaanpassung, ökonomische Bewertung, Robust Decision making, Co-Design, partizipative Ansätze, Europa