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Ecologic Institut Newsletter Nr. 223 – April 2021

Ecologic Institut Newsletter Nr. 223 – April 2021

Unsere brandneue Website – für Sie neu gestaltet!

Ecologic Institut Newsletter

Unsere brandneue Website – für Sie neu gestaltet!

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir sind stolz, nach Monaten harter Arbeit den Relaunch unserer Website bekannt zu geben. Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen des Ecologic Instituts präsentiert Ihnen unsere Website die Projekte und Menschen, mit denen wir uns seit einem Vierteljahrhundert für eine gesündere Umwelt engagieren.

Aufbauend auf interne und externe Anregungen und unsere strategische Expertise haben wir die Inhaltsstruktur gestrafft und eine responsive Nutzeroberfläche mit schnelleren Ladezeiten geschaffen. Unsere Website bietet Informationen über alle unsere Projekte und wächst von Jahr zu Jahr! Über 900 Projekte, 1800 Publikationen und Dokumentationen von Hunderten von Veranstaltungen sind nun leichter zu finden, zu filtern und zu sortieren.

Doch wir haben nicht nur die Funktionalität deutlich verbessert, sondern freuen uns außerdem, Ihnen einen neuen Look zu präsentieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Erkundung unserer neuen Website. Machen Sie sich vertraut mit unserem aktuellen Portfolio und den Menschen im Ecologic Institut, die sich auch in Zukunft für eine nachhaltigere Welt einsetzen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Camilla Bausch
Direktorin Ecologic Institut

Publikationen

Bessere Umsetzung der Vogelschutz- und Habitat-Richtlinien – Handbücher

Zwei neue Handbücher zu evidenzbasierten Verbesserungen bei der Umsetzung der Vogelschutz- und Habitat-Richtlinien (E-BIND) sollen die Kommission, die Behörden der Mitgliedstaaten, Entscheidungsträgerinnen, Raumplaner, Naturschützerinnen und NGOs bei einer effektiveren Umsetzung der Naturschutzrichtlinien beraten. Die Handbücher konzentrieren sich auf Anleitungen zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Daten und Informationen über Arten, Lebensräume und Gebiete (Schwerpunktbereich A) und auf die wissenschaftliche Unterstützung für eine erfolgreiche Umsetzung des Natura 2000-Netzwerks (Schwerpunktbereich B). Mit praktischen Anleitung tragen die Handbücher zum verbesserten Zugang zu Daten und Informationen bei. Sie helfen bei der Mobilisierung der wissenschaftlichen Gemeinschaft, beim Schließen von Wissenslücken und bieten Lösungen für strategische Probleme an. Dr. Grit Martinez und Beáta Welk Vargová vom Ecologic Institut leiteten die Entwicklung der Handbücher. Diese stehen als Download zur Verfügung.

Naturbasierte Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel und die Verringerung von Katastrophenrisiken – Bericht

Dieser Bericht der Europäischen Umweltagentur informiert politische Entscheidungstragende darüber, wie naturbasierte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verringerung des Katastrophenrisikos eingesetzt werden können. Anhand ausgewählter Beispiele aus ganz Europa zeigen die Autorinnen und Autoren, unter ihnen McKenna Davis vom Ecologic Institut, wie die Auswirkungen extremer Wetter- und Klimaereignisse auf diese Weise bekämpft werden können. Der Bericht bewertet die globale und europäische Politik und wie naturbasierte Lösungen zunehmend in die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung integriert werden. Der Bericht steht als Download zur Verfügung.

Stadtnatur: eine gemeinsame Lösung für die Klima- und Biodiversitätskrise? – Policy Brief

Dieser Policy Brief des Ecologic Instituts wirft einen kritischen Blick auf den Wert und die Grenzen von naturbasierten Lösungen zur Erreichung von Biodiversitätszielen. Aufbauend auf den Forschungsergebnissen von NATURVATION, einem von der EU geförderten Horizont-2020-Projekt, erörtert der Policy Brief die Frage: Wie können wir Mehrwert und Multifunktionalität naturbasierter Klimalösungen für die biologische Vielfalt in Städten realisieren? Der Policy Brief gibt Empfehlungen wie naturbasierte Lösungen als Klimaschutzstrategie positioniert werden können und benennt potenzielle Finanzierungsquellen. Er steht als Download zur Verfügung.

StromNachbarn: Evaluation der sozialen und ökologischen Wirkungen von Mieterstromanlagen in Berlin – Studie

Mieterstromanlagen erzeugen Solarstrom auf Mehrfamilienhäusern und liefern diesen direkt an die Haushalte im Gebäude. In einer neuen Studie evaluieren Katharina Umpfenbach und Ricarda Faber vom Ecologic Institut die Wirkungen der bestehenden Mieterstromanlagen in Berlin. Das Fazit: Die 74 Mieterstromprojekte haben positive ökologische und sozioökonomische Wirkungen, dennoch bleiben diese im Vergleich zum technisch verfügbaren Potenzial gering – derzeit wird lediglich 1 % des Mieterstrompotenzials ausgenutzt. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

Melioration des Unterbodens als Klimaanpassungsstrategie? – Artikel

Der Agrarsektor in Europa wird zunehmend von Dürreereignissen beeinträchtigt. Der Unterboden könnte eine wichtige Rolle für landwirtschaftliche Strategien zur Klimaanpassung spielen. Im Rahmen des Forschungsprojekts Soil³ untersuchte das Ecologic Institut die Akzeptanz von Landwirtinnen und anderen Bodenexperten für Maßnahmen zur Verbesserung des Unterbodens. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Frontiers in Agronomy veröffentlicht und sind frei zugänglich.

Ein "Fit for 55"-Paket auf der Grundlage von Umweltintegrität und Solidarität – Studie

Die EU hat ihr Klimaziel für 2030 auf mindestens -55 % angehoben und debattiert derzeit darüber, wie die Architektur der europäischen Klimapolitik reformiert werden muss, damit das Ziel erreicht werden kann. In einer neuen Studie skizzieren Agora Energiewende und das Ecologic Institut ein "Fit for 55"-Paket, das sowohl Zielerreichung als auch Solidarität gewährleisten kann. Es werden vier Optionen geprüft, wie Gebäude- und Verkehrsemissionen künftig reguliert werden könnten. Im Fokus stehen dabei die Vor- und Nachteile einer Ausweitung des Emissionshandels auf diese Sektoren. Die Studie spricht sich für eine intelligente Kombination aus CO2-Preisen auf EU-Ebene und Begleitinstrumenten auf europäischer und nationaler Ebene aus und steht online zur Verfügung.

Europäischen Klimaschutz global einbetten – Artikel

Im Kontext des europäischen Green Deals wird die Einführung und Ausgestaltung von Grenzausgleichsmaßnahmen derzeit sehr kontrovers diskutiert. Auf Einladung der Stiftung Genshagen und des Institut Montaignes, zur Reihe "Green Deal reloaded" beizutragen, analysiert Dr. Camilla Bausch (Ecologic Institut) die Chancen und Herausforderungen des vorgeschlagenen Grenzanpassungsmechanismus. Der Artikel steht als Download zur Verfügung.

Optionen für eine verstärkte multilaterale Zusammenarbeit – Policy Brief

Dieser Policy Brief identifiziert vier Optionen für eine verstärkte multilaterale Zusammenarbeit, die einen globalen Wandel hin zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen unterstützen und gleichzeitig dazu beitragen, das 1,5-Grad-Ziel der Klimapolitik einzuhalten. Die untersuchten Initiativen fokussieren sich insbesondere auf Aktivitäten, die Lebensmittelabfälle reduzieren und eine pflanzenbasierte Ernährung unterstützen. Zusätzlich bietet der von Stephanie Wunder (Ecologic Institut) mitverfasste Policy Brief einen Überblick über bestehende Partnerschaften, Allianzen und Netzwerke auf internationaler Ebene und zeigt, auf welchen bestehenden internationalen Aktivitäten, Allianzen und Prozesse bereits aufgebaut werden kann.

Konferenz zur Zukunft Europas – Dokument

Am 9. Mai 2021 beginnt die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Konferenz ist für die Klimapolitik der EU wichtig. Zum Auftakt der Konferenz geben Think-Tanks aus Bulgarien, Deutschland, Estland, Italien, Rumänien, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn Empfehlungen, wie Klimapolitik und die Konferenz zur Zukunft Europas sich gegenseitig verstärken können. Die Empfehlungen stehen als Download zur Verfügung.

Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu fischfreundlicher Wasserkraft

Die abschließende Online-Konferenz des FIThydro-Projekts brachte über 280 Teilnehmende weltweit zusammen, um die neuesten Forschungsentwicklungen zum Thema nachhaltige und fischfreundliche Wasserkraft zu erkunden und die finalen Ergebnisse des FIThydro-Projekts sowie Ergebnisse von verwandten Projekten vorzustellen. Gastgebende der Online-Konferenz waren das Ecologic Institut und die Technische Universität München. Die Vortragsfolien und Veranstaltungsaufzeichnungen stehen online zur Verfügung.

Klimawandel und Lieferketten in Europa – COACCH-Workshop

Innerhalb des COACCH-Projekts organisierten das Ecologic Institut, die Universität Graz und Deltares einen Workshop zum Thema "Klimawandel und Lieferketten in Europa". Das COACCH-Projekt analysiert die Auswirkungen des Klimawandels wie Überschwemmungen, hohe Temperaturen und Wasserverfügbarkeit sowie Anpassungsmaßnahmen in der verarbeitenden Industrie, in Lieferketten und an intermodalen Verkehrsknotenpunkten. Der virtuelle Workshop fand am 19. März 2021 mit Teilnehmenden aus sieben europäischen Ländern statt. Zu den teilnehmenden Stakeholdern gehörten Forschende, Delegierte aus Unternehmen und Industrieverbänden sowie Behörden. Das Hintergrundpapier des Workshops und die Präsentationsfolien stehen als Download zur Verfügung.

News

Ankündigung der Sponsor a Scientist Crowdfunding-Initiative

Am Montag, dem 3. Mai 2021, startet das Ecologic Institut seine erste Crowdfunding-Kampagne. Helfen Sie uns, ein International Fellowship zu finanzieren, das sich mit den Themen Gesundheit & Klima beschäftigt. Das Fellowship steht für Wissenschaft, die zur Lösung der drängenden gesellschaftlichen Krisen beitragen will. Es steht für grenzüberschreitende Kooperation. Die Stiftung Mercator wird für jeden gespendeten Euro einen weiteren beitragen – bis wir unser Ziel von 25.000 € erreicht habe – 1.000 € für jedes unserer 25 Jahre.

INTERLACE-Projekt offiziell in Partnerstädten gestartet

Die sechs Städtepartner des INTERLACE-Projekts Chemnitz in Deutschland, Corredor Biológico Interurbano Río María Aguilar-San José in Costa Rica, Envigado in Kolumbien, Granollers in Spanien, Metropolia Krakowska in Polen und Portoviejo in Ecuador gaben mit einer Reihe von Veranstaltungen im März 2021 den offiziellen Startschuss für die Projektaktivitäten in ihren Städten.

Die Städteagenda der EU, ihre "grünen" Maßnahmen und der Europäische Green Deal

Ziel des Policy Labs des European Urban Knowledge Networks (EUKN) zum Thema "Die Städteagenda der EU, ihre 'grünen' Maßnahmen und der Europäische Green Deal" war es, die "grünen" Maßnahmen der Städteagenda der EU zu entflechten. Empfehlungen wurden entwickelt, die Städte mit regulatorischen Hindernissen beim Erreichen von Umweltzielen unterstützen. McKenna Davis vom Ecologic Institut zeigte Wege auf, wie naturbasierte Lösungen aus dem Nischenbereich in den Mainstream überführt werden können, um den Klimawandel, den Verlust von Biodiversität, die wirtschaftliche Regeneration, die soziale Inklusion und die Agenda der nachhaltigen Entwicklungsziele zu thematisieren.