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Innovations for Stakeholder Engagement in Water Governance

Photo: Canva.com, Cover: John Wiley & Sons, 2026

Innovations for Stakeholder Engagement in Water Governance

A Systematic Literature Review From a Sustainability Transition Perspective

Publikation
Zitiervorschlag

Ellermann, A., G.Özerol, J. V.-d.Kruijf, et al. 2026. “Innovations for Stakeholder Engagement in Water Governance: A Systematic Literature Review From a Sustainability Transition Perspective.” Environmental Policy and Governance1–20. https://doi.org/10.1002/eet.70066.

Dieser Beitrag untersucht, wie Innovationen in der Stakeholder-Beteiligung zur Transformation von Wasser-Governance beitragen können. Auf Grundlage einer systematischen Auswertung von 61 Studien zeigt die Publikation, dass Beteiligungsansätze vielfältige Formen annehmen und häufig unterschiedliche Governance-Modi miteinander kombinieren. Öffentliche Akteure treten dabei oft als Initiatoren auf, während zivilgesellschaftliche Akteure in vielen Fällen eine zentrale Rolle spielen.

Ein zentrales Ergebnis ist, dass nicht nur entscheidend ist, dass Beteiligung stattfindet, sondern auch, warum sich Akteure beteiligen. Die Analyse unterscheidet drei grundlegende Beweggründe:

  • normative Beweggründe, etwa das Streben nach mehr Machtbalance,
  • substantielle Beweggründe, wie die Einbindung vielfältiger Wissenssysteme,
  • instrumentelle Beweggründe, die sich auf Prozesse, Ressourcen und institutionelle Rahmenbedingungen beziehen.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein besseres Verständnis dieser unterschiedlichen Perspektiven dazu beitragen kann, Beteiligungsprozesse gezielter zu gestalten und ihre Wirkung zu verbessern. Gleichzeitig wird deutlich, dass mehr Beteiligung nicht automatisch zu besserer Governance führt.

Für Forschung und Praxis ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Beteiligungsansätze stärker kontextsensitiv zu entwickeln, Erwartungen transparent zu machen und Räume für gemeinsame Verständigungsprozesse zu schaffen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um Innovationen in der Wasser-Governance zu stärken und nachhaltige Transformationsprozesse im Wassersektor zu unterstützen.

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Dr. Ulf Stein
Anne Ellermann (University of Twente)
Gül Özerol (University of Twente)
Joanne Vinke-de Kruijf (University of Twente)
César Casiano Flores (University of Twente)
Vuokko Laukka (Finnish Environment Institute)
Suvi Sojamo (Finnish Environment Institute)
Rob Collins (The Rivers Trust)
Finanzierung
Veröffentlicht in
Environmental Policy and Governance
Verlag
Jahr
Umfang
20 S.
ISSN
1756-9338 (Online)
1756-932X (Print)
DOI
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Einbindung von Interessengruppen, Wasser-Governance, Nachhaltigkeitswende, Governance-Innovationen, partizipative Governance, sektorübergreifende Zusammenarbeit, Wasserwirtschaft, Bürgerbeteiligung, Perspektive der Nachhaltigkeitswende, Umwelt-Governance, Motivationen der Interessengruppen, Machtverhältnisse, Wissensintegration, institutionelle Rahmenbedingungen, politische Innovation, Einbindung der Zivilgesellschaft, Governance-Modelle, Transformation des Wassersektors, „Horizon Europe“ GOVAQUA
Europa
systematische Literaturrecherche, qualitative Synthese, Perspektive des Nachhaltigkeitswandels, Mehrebenenperspektive, Governance-Analyse, vergleichende Analyse, konzeptioneller Rahmen, literaturbasierte Analyse, Synthese empirischer Erkenntnisse, interdisziplinäre Forschung, Politikanalyse, Stakeholder-Analyse, qualitative Forschungsmethoden