© BMUKN | Peter-Paul Weiler, 2026
Nachhaltige Ressourcennutzung in Zeiten von Krisen und Konflikten stärken
Einblicke in die 35. Sitzung des International Resource Panel
- Präsentation
- Datum
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- Ort
- Berlin, Deutschland
- Vortrag
Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und die zunehmenden Folgen des Klimawandels machen die Verwundbarkeit globaler Lieferketten immer deutlicher. Fragen der Rohstoffsicherheit sind daher zu einem zentralen Thema politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen geworden. Kritische Rohstoffe gewinnen als strategische Ressourcen an Bedeutung, der Wettbewerb um den Zugang zu ihnen nimmt zu und Regierungen suchen nach Wegen, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen zu stärken.
Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit des International Resource Panel (IRP) wichtiger denn je. Das Gremium ist Teil des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Mit seinen wissenschaftlichen Analysen liefert es wichtige Erkenntnisse darüber, wie die weltweit steigende Nachfrage nach Rohstoffen, Energie, Wasser und Land Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft beeinflusst.
Diese Themen prägten die 35. Sitzung des International Resource Panel, die vom 8. bis 12. Juni 2026 in Berlin stattfand. Ausgerichtet wurde das Treffen vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Internationale Wissenschaftler:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Expert:innen kamen zusammen, um das Arbeitsprogramm des Panels für den Zeitraum 2026–2029 weiterzuentwickeln.
Mandy Hinzmann nahm als Beobachterin an der Sitzung teil und unterstützte die deutsche Delegation im Rahmen des Projekts „Ressourceneffizienz und natürliche Ressourcen im internationalen Kontext“. In wissenschaftlichen Sitzungen und Fachworkshops tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Forschungsergebnisse aus und diskutierten Prioritäten für eine nachhaltige Ressourcennutzung. Ziel war es, die wissenschaftliche Grundlage für fundierte politische Entscheidungen zu globalen Ressourcenfragen weiter zu stärken.
Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Austauschs standen unter anderem folgende Fragen:
- Welche Entwicklungspfade ermöglichen es, menschliches Wohlergehen vom Rohstoff- und Energieverbrauch zu entkoppeln?
- Welche politischen Instrumente sind erforderlich, um Ressourcen innerhalb und zwischen Ländern gerechter zu verteilen?
- Wie lässt sich der steigende Bedarf an kritischen Rohstoffen für die Dekarbonisierung decken, ohne neue Umwelt- und Sozialprobleme zu schaffen?
- Wie lässt sich der Fortschritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft und einer nachhaltigeren Ressourcennutzung besser messen?
Auch wenn viele dieser Fragen weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher und politischer Debatten sind, wurde deutlich, dass Ressourcenspolitik bestehende soziale Ungleichheiten stärker berücksichtigen muss. Zugleich kann menschliches Wohlergehen langfristig nur gesichert werden, wenn der weltweite Ressourcenverbrauch innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten bleibt.
Die Sitzung machte deutlich, wie groß der Bedarf an unabhängiger wissenschaftlicher Expertise ist. Das International Resource Panel liefert hierfür eine belastbare wissenschaftliche Grundlage, um den globalen Ressourcenverbrauch sowie dessen ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld besser zu verstehen.