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Bewertung von geschützten Herkunftsbezeichnungen der EU

Bewertung von geschützten Herkunftsbezeichnungen der EU

Im Jahr 2006 hat die Europäische Gemeinschaft eine neue Verordnung erlassen, die sich mit geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel befasst. Ecologic führte in Zusammenarbeit mit ADAS und London Economics eine Evaluierung durch, welche den Fokus auf die bisherige Verwendung und Effektivität von geschützten Ursprungsbezeichungen (g.U.) und geschützten geographischen Angaben (g.g.A.) legte.

Die Schutzprogramme g.U./g.g.A. ermöglichen die Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln hinsichtlich Herkunft und Produktionsverfahren mit dem Ziel, sowohl Verbraucher als auch Produzenten besser vor Missbrauch zu schützen. Die Registrierung eines Produktnamens erfordert verschiedene Angaben vom Antragsteller. Er muss die Produktionsbeschreibung, das Produktionsverfahren, den Standort der Produktion belegen sowie den Beweis dafür erbringen, dass die Region, in der produziert wird, mit einer bestimmten Qualität oder einem guten Ruf des Produktes assoziiert wird. Das Ziel der Regelung ist es, detailliertere Produktinformationen für die Verbraucher bereitzustellen, die Diversifikation der landwirtschaftlichen Produktion zu fördern sowie die ländliche Entwicklung durch die Förderung qualitativ hochwertiger Lebensmittelerzeugung zu stärken.

Die Evaluierung vergleicht die ursprünglichen Erwartungen an die Maßnahme mit den beobachteten Auswirkungen, die in Fallstudien aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Schweden und Großbritannien untersucht wurden. Das Projektteam erstellte statistische Daten über die Verwendung von g.U. und g.g.A. während der Evaluierungsperiode. Darüber hinaus wurden Experteninterviews mit Landwirten, Produzenten und Händlern durchgeführt, um wirtschaftliche Daten hinsichtlich der Effektivität der Maßnahmen zu gewinnen. Schließlich wurden auf Grundlage der Ergebnisse politischen Empfehlungen formuliert.

Im Rahmen des Projekt führte Ecologic zwei Fallstudien zu den g.g.A.-Marken „Spreewälder Gurken“ und „Lübecker Marzipan“ durch.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD Landwirtschaft)
Partner
London Economics (LE), Großbritannien
Partner
ADAS, Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Oktober 2007 bis September 2008
Projektnummer
1836
Schlüsselwörter
Handel, ländliche Entwicklung, geographische Herkunftsbezeichnung, Gemeinsame Agrarpolitik, Geschützte Ursprungsbezeichnung, g.U., Geschützte geographische Angabe, g.g.A., , Europa, UK, Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Schweden, Tschechische Republik