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Ecoscholars 2011-2012 Auftaktveranstaltung: Deutschlands nukleares Endspiel

Ecoscholars 2011-2012 Auftaktveranstaltung: Deutschlands nukleares Endspiel

TimeLoc
1. November 2011
Berlin
Deutschland

Am 1. November 2011 fand die Ecoscholars-Auftaktveranstaltung für den Herbst 2011-2012 statt. Im Zuge der Veranstaltung, die vom Ecologic Institut organisiert wurde, erörterte der Direktor R. Andreas Kraemer geschichtliche Hintergründe, den gegenwärtigen Stand und die zukünftige Bedeutung des deutschen Atomausstieges, der Erneuerbare-Energien-Gesetzgebung und der Klimapolitik. Im Anschluss fanden ein lebendiger Austausch und  Diskussionen zwischen den Ecoscholars statt.

R. Andreas Kraemer gab einen Überblick über den geschichtlichen und politischen Kontext des deutschen Atomausstieges, indem er  die Entwicklung der spezifisch deutschen Perspektive auf nukleare und erneuerbare Energien beschrieb. Er stellte fest, dass Deutschlands Weg hin zu erneuerbaren Energien und der Plan des Atomausstieges bis Ende 2022 sowohl durch die öffentliche Meinung als auch durch klare technische und ökonomische Pläne unterstützt werden. Laut Prognosen wird Deutschlands Energiemix bis 2020 zu 35% aus erneuerbaren Energien bestehen, im Jahr 2030 schon zu 50% und bis 2050 zu 80%. Manchen Schätzungen zufolge ist es sogar möglich, den Anteil bis 2050 auf 100% zu steigern.

Die Wirtschaft und natürlich die öffentliche Meinung, die stark durch soziale und ökologische Bedenken geprägt ist, werden andere Länder dazu veranlassen, dem deutschen Beispiel zu folgen, schlussfolgerte R. Andreas Kraemer. Deutschland wird in diesem Wandel eine Führungsrolle einnehmen und zeigen, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien nicht nur möglich, sondern auch vorteilhaft ist.

Die teilnehmenden Ecoscholars repräsentierten Berliner Forschungsinstitute, Universitäten, Think-Tanks und andere Organisationen.

Die verschiedenen Umweltinteressen und beruflichen Entwicklungen der Mitglieder führten schnell zu einer angeregten Diskussion über die vielfältigen Aspekte der Energie- und Atompolitik. Die Vorzüge verschiedener Energiekonzepte auf nationaler und internationaler Ebene,  Fragen zur Verschiebung des Energiebedarfs und den Herausforderungen zur Energiespeicherung, die verschiedenen regulatorischen Möglichkeiten und letztlich natürlich die internationale öffentlichen Meinung zu der jeweilig nationalen Energiepolitik waren Gegenstand der Gesprächsrunde.

Ecoscholars ist eine Initiative internationaler Stipendiaten, die vom Ecologic Institut koordiniert wird. Es dient internationalen Forschern, Fellows, und Fachleuten aus den Bereichen Klima, Energie und Nachhaltigkeit als als Plattform zum Austausch und zur Netzwerkbildung. Ecoscholars richtet sich nach dem traditionellen akademischen Kalender, und beginnt jeweils im Herbst mit einer Auftaktveranstaltung für "Neulinge".