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The Effectiveness of Policy Frameworks for Addressing Climate-induced Risks to Human Security and Conflict

The Effectiveness of Policy Frameworks for Addressing Climate-induced Risks to Human Security and Conflict

Report on Stakeholder Perspectives and Demands

Der Klimawandel wird deutliche physische Auswirkungen auf unsere natürliche Umwelt haben. Ein Beispiel dafür sind veränderte Niederschlagsmuster. Der Klimawandel wird aber auch weiterreichende soziale und politische Folgen haben; er kann beispielsweise negative Auswirkungen auf menschliche Sicherheit haben und könnte zu Konflikten um knapper werdende Wasserresourcen führen. Der Mittelmeerraum, der Nahe Osten und die Sahelzone sind dabei besonders gefährdet. Eine neue Studie des Ecologic Instituts untersucht, welche politischen Gegenmaßnahmen Länder in der Region ergriffen haben, um den physischen Auswirkungen des Klimawandels z. B. auf die Landwirtschaft zu begegnen und wie effektiv diese sind. Die Studie, eine Zusammenfassung und fünf Fallstudien stehen zum Download zur Verfügung.

Die Studie des Ecologic Instituts beruht unter anderem auf ungefähr 70 Interviews mit ExpertInnen und PolitikerInnen in Äthiopien, Marokko, Israel, den Palästinensischen Autonomiegebieten sowie VertreterInnen von EU und UN. Die Studie untersucht nicht nur die Effektivität bestehender Maßnahmen bei der Minderung klima-bezogener Risiken, sondern stellt auch Perspektiven für ihre Weiterentwicklung dar.

Bestehende politische Maßnahmen in den Ländern der Region, so ein Ergebnis der Studie, befassen sich mit den meisten der zu erwartenden physischen Folgen des Klimawandels, wie z. B. Dürren, Überschwemmungen und Veränderungen der Jahreszeiten. Relevante Politikmaßnahmen beziehen sich z. B. auf den Wassersektor, die Landwirtschaft und Katastrophenvorsorge. Inwieweit Klimaanpassung politisch vorangetrieben wird, hängt jedoch von dem Ausmaß der zu erwartenden Klimafolgen in verschiedenen Ländern und lokalen politischen Prioritäten ab. In einigen Ländern (z. B. Israel) gilt Klimawandel als vernachlässigbar im Vergleich zu ohnehin bereits existierender Wasserknappheit; in anderen Ländern (z. B. Äthiopien) wird der Klimawandel dagegen als ein zentrales Problem für nachhaltige Entwicklung und das Überleben der Bevölkerung gesehen.

In den letzten Jahren haben sich Institutionen wie die UN oder die EU in politischen Berichten und Erklärungen immer wieder auf das Konzept menschlicher Sicherheit bezogen. Für die Umsetzung praktischer Politiken hat sich das Konzept allerdings als begrenzt hilfreich erwiesen. Auf der nationalen Ebene gibt es kaum Politikmaßnahmen, die sich explizit auf das Konzept menschlicher Sicherheit beziehen. Allerdings tragen Politikmaßnahmen in verschiedenen Sektoren indirekt zu menschlicher Sicherheit und zur Vermeidung von Konflikten im Zeichen des Klimawandels bei. Beispiele dafür sind Mechanismen zur Konfliktlösung bei Wasserkonflikten oder Versicherungen für BäuerInnen.

Erwartungen und Forderungen in Bezug auf zukünftige politische Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel sind ebenfalls häufig von bereits existierenden politischen Prioritäten beeinflusst: So hielten die interviewten ExpertInnen in Marokko beispielsweise Landwirtschaftspolitik und Entwicklung für wichtiger als spezifische Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel; in den palästinensischen Autonomiegebieten waren die Forderungen häufig beeinflusst vom andauernden Konflikt mit Israel.


Zitiervorschlag

Gerstetter, Christiane; Katriona McGlade; Rodrigo Vidaurre et al. 2012: The effectiveness of policy frameworks for addressing climate-induced risks to human security and conflict - Report on stakeholder perspectives and demands. Ecologic Institute, Berlin.

Sprache
Englisch
Jahr
2012
Umfang
83 S.
Projektnummer
2703
Inhaltsverzeichnis
  1. Introduction
  2. Conceptual framework and methodology
    2.1 The role of policies in adaptation
    2.2 Assessing the effectiveness of policies
    2. 3 Selection of cases
  3. Climate change – water – human security – conflict and policies: identified trajectories
    3.1 Existing human insecurity > climate change > increased human insecurity/conflict
    3.2 Existing conflict > climate change > increased/prolonged conflict
    3.3 Existing human insecurity > climate change > lack of adaptive capacity/policy response > increased human insecurity
    3.4 Existing conflict > climate change > lack of policy response > increased human insecurity/conflict
    3.5 Existing policies > human insecurity/conflict > climate change > human (in)security
  4. Overview of current policy frameworks
    4.1 National policy frameworks
    4.1.1 Ethiopia
    4.1.2 Israel/occupied Palestinian Territory
    4.1.3 Morocco
    4.2 International policy frameworks
    4.2.1 European Union
    4.2.2 United Nations
    4.3 Summary
  5. Policy framework analysis: effectiveness and insights into the policy cycle
    5.1 Effectiveness of national policy frameworks as perceived by interviewees
    5.2 Analysis of national policy cycles
    5.2.1 Agenda setting/problem definition
    5.2.2 Policy formulation/decision-making
    5.2.3 Policy implementation
    5.3 Analysis of international level contributions to national policy cycles
    5.3.1 Agenda setting/problem definition
    5.3.2 Policy formulation/decision-making
    5.3.3 Policy implementation
    5.4 Summary
  6. Demands and expectations for future policy frameworks
    6.1 Demands and expectations of national policy frameworks
    Box 2: Demands relating to national policy frameworks
    6.2 Demands and expectations from the international policy framework
    6.2.1 National actors’ demands and expectations of the international policy framework
    6.2.2 International actors’ demands and expectations
    6.3 Summary
  7. Concluding observations
    References
    Annex I: List of interviewees
    Annex II: Questionnaire
Schlüsselwörter
Konflikt, Wasser, Klima, Mittelmeer, Naher Osten