Der starke Anstieg der Biomassenutzung wurde von zahlreichen neuen Standards und Zertifizierungsinitiativen begleitet, die allem voran das Ziel hatten, eine nachhaltige Biokraftstoffproduktion sicherzustellen. In dem ohnehin schon überfüllten Zertifizierungsmarkt führte dies eher zu zusätzlicher Verwirrung. Allerdings entsteht aus der Bemühung, die zunehmende Komplexität zu begrenzen, auch die Gelegenheit, über Wege zu einem weltweit einheitlichen Standardisierungssystem für natürliche Ressourcen nachzudenken. In diesem Artikel stellen Timo Kaphengst, Mandy Ma und Stephanie Schlegel vom Ecologic Institut einige innovative Ideen vor, wie aus der Diskussion über Biokraftstoffstandards ein neues weltweit gültiges Standardsystem für sämtliche natürliche Ressourcen entwickelt werden kann.
In diesem Online-Artikel richten Sascha Müller-Kraenner, Senior Policy Advisor des Ecologic Instituts, und Martin Kremer von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) sechs Empfehlungen für eine aktive Klimaaußenpolitik an den neuen Außenminister Deutschlands. Der Artikel erschien auf der Website von Internationale Politik, der führenden Zeitschrift für außenpolitische Fragen.
Dieser wissenschaftliche Artikel, der von Ecologic Instituts Senior Fellow Ingmar von Homeyer mitverfasst wurde, führt in eine Sonderausgabe der Zeitschrift "International Environmental Agreements" ein, die sich mit dem Thema der Umweltpolitikintegration (EPI, environmental policy integration) auf internationaler Ebene beschäftigt. EPI – also die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder – ist ein für die nationale Ebene bekanntes Konzept, das jedoch bisher kaum auf die globale Arena angewandt wurde.
Die Entwaldung ist für etwa ein Fünftel der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich, die meisten davon entstehen in den tropischen Wäldern der Entwicklungsländer. Bei den Kopenhagener Klimaverhandlungen diskutierten Verhandlungsführer einen möglichen neuen Mechanismus, um Staaten für den Schutz ihrer Wälder finanziell zu kompensieren. Der Artikel von Duncan Brack und Katharina Umpfenbach analysiert diese Vorschläge zu REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation).
In Bezug auf den Klimawandel ist Deutschlands größte Sorge, weltweite Entwicklungen könnten die politische Stabilität anderer Länder schädigen, Handelsverluste entstehen lassen, Migrationen auslösen und letztendlich zu Konflikten führen. In diesem Artikel beschreibt R. Andreas Kraemer vom Ecologic Institut, wie Deutschland mit diesem Problem umgeht, indem es proaktiv neue Energielösungen entwickelt, inländisch effektive Energiepolitiken anwendet und gute Klimapolitiken im Ausland fördert.
Die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch wie hängen Umweltpolitikintegration und verschiedene Formen der politischen Steuerung zusammen? In ihrem Artikel stellen Ingmar von Homeyer und Doris Knoblauch die Ergebnisse des EPIGOV-Projektes vor.
Dieser Artikel untersucht Möglichkeiten zur Verknüpfung von Emissionshandelssystemen. Die Konvergenz von Märkten kann eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen (beispielsweise die Senkung von Erfüllungskosten), birgt jedoch auch gewisse Nachteile. Kurzfristig sehen die Autoren Schwierigkeiten bei der direkten bilateralen Verknüpfung der Systeme und folgern, dass ein OECD-weiter Markt bis 2015 als Ziel der EU ambitioniert erscheint. Durch internationale Verhandlungen werden einige dieser Hindernisse beseitigt werden können, was die Integration wichtiger Systeme vorantreiben würde. Michael Mehling, Leiter des Ecologic Instituts in Washington DC, ist Mitautor des Artikels.
Die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen findet zunehmende Beachtung als Mittel zur Kostensenkung in der Erfüllung von Klimazielen, zum Ausbau von Emissionshandelsmärkten sowie zur Bewältigung von Liquiditätsengpässen und Preisschwankungen im Markt. Die USA und Kanada sind derzeit damit beschäftigt, nationale Emissionshandelssysteme zu entwickeln; Mexiko arbeitet zeitgleich an Emissionsgrenzen für die Zement- und Ölindustrie. Die engen Wirtschaftsbeziehungen dieser Länder lassen erwarten, dass eine Verknüpfung dieser Systeme wünschenswert werden könnte. Diese Verknüpfung hat jedoch positive und negative Auswirkungen. Ist die Entscheidung zur Verknüpfung von Handelssystemen einmal gefallen, so sind stabile Rahmenbedingungen sowie eine langfristige Harmonisierung von rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für die nachhaltige Verknüpfung unverzichtbar. Michael Mehling, Leiter des Ecologic Instituts in Washington DC, ist Mitautor dieses Artikels.
Mehr Gerechtigkeit bedeutet in der politischen Diskussion in der Regel gleiche Einkommensverteilung. Andere Gerechtigkeitsaspekte werden dabei vernachlässigt: Studien belegen, dass einkommensschwache Gruppen häufiger und stärker von Umweltbelastungen betroffen sind als einkommensstärkere Gruppen. Dies gilt etwa für Lärm, Luftverschmutzung und fehlende Grünflächen. Umgekehrt kann festgestellt werden, dass höhere Einkommensgruppen überdurchschnittlich stark Umweltressourcen in Anspruch nehmen und dass ärmere Bevölkerungsgruppen wegen ihres geringeren Konsums weniger stark die Umwelt belasten. Diese Fragen skizziert Nils Meyer-Ohlendorf in der zweiten Ausgabe der MigrantInnenUmweltZeitschrift (MUZ).
21 Länder teilen sich die Mittelmeerküste, wobei keines allein für ihren Umweltschutz oder die dort auftretenden Umweltschäden verantwortlich ist. Alle zusammen sind sie verantwortlich für beides. Seit vier Jahrzehnten ist die Bedeutung der Umwelt im Kontext der europäischen Politik gegenüber den Anrainerstaaten des Mittelmeers stetig gestiegen. Dieser Artikel von Pamela Lesser, Fellow beim Ecologic Institut, Washington DC, erschien im Mediterranean Quarterly, Band 20, Heft 2 und beschäftigt sich mit Europas Umweltpolitik gegenüber den Mittelmeeranrainern und der vor einem Jahr initiierten Mittelmeerunion.
Aus einer aufsehenerregenden Spende des Medienmoguls Ted Turner im Jahre 1997 ist eine gemeinnützige Stiftung hervorgegangen, die sich der Förderung von Zielen der Vereinten Nationen verschrieben hat. Werdegang, Tätigkeitsprofil und Schlüsselfiguren der "U.N. Foundation" werden in diesem Bericht durch Michael Mehling kurz umrissen.
Die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen erlaubt es, die Kosten für Emissionsminderungen zu senken und zugleich die Teilnehmeranzahl und Liquidität im Emissionshandelsmarkt zu erhöhen. Bisherige Untersuchungen beschränken sich weitgehend auf eine Untersuchung der Kompatibilität von Emissionshandelssystemen, wohingegen der eigentlichen Umsetzung von Marktverknüpfungen nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. In einem Fachartikel, der in der Zeitschrift Climate Policy veröffentlicht wurde, erörtern Michael Mehling, Leiter des Washingtoner Büros von Ecologic, sowie Erik Haites, ehemaliger IPCC-Leitautor, mögliche Mechanismen zur Schaffung und Aufrechterhaltung einer derartigen Marktverknüpfung.
Rechtliche und institutionelle Dimensionen des Kopenhagen Regimes – dies ist der Titel der aktuellen Carbon & Climate Law Review (CCLR). Camilla Bausch, Ralph Czarnecki und Michael Mehling sind Herausgeber dieser Ausgabe, welche unterschiedliche Aspekte der aktuellen internationalen Klimaverhandlungen diskutiert. Das Vorwort schrieb der Kongressabgeordnete Edward J. Markey, der Mitverfasser des im U.S.-Repräsentantenhaus erfolgreichen Klima- und Energiegesetzentwurfes ist.
In diesem Artikel untersucht Ana Frelih Larsen das Zusammentreffen von Biosicherheit und semi-subsistenten Produzenten in den slowenischen Alpen. Der Artikel zeigt, dass Biosicherheit als Teil einer breiten Veränderung im Lebensmittelsystem, hervorgerufen durch den Beitritt von Slowenien in die EU, den Handlungsspielraum von semi-subsistenten Produzenten radikal verändert hat. Dies ist vor allem die Folge der landwirtschaftlichen Umstrukturierung und Einschränkung der bäuerlichen Strategien im Bereich Schlachtung und informeller Vermarktung.