Für das "PeaceLab" des Global Public Policy Instituts verfasst Dr. Camilla Bausch einen Beitrag zu Multilateralismus in Zeiten der Klimakrise. Dieser Beitrag erscheint zu einem Zeitpunkt, da die Bundesregierung an einem Weißbuch Multilateralismus arbeitet. In ihrem Blogbeitrag thematisiert Dr. Bausch ein breites Spektrum der Klimadiplomatie und berücksichtigt dabei die Rolle Deutschlands ebenso wie den European Green Deal, das Pariser Klimaabkommen, die UN-Agenda 2030, die Dynamik innerhalb der G20 und die Rolle der Wissenschaft.
Die EU diskutiert, ob ihr 2030 Klimaziel ein Netto- oder Bruttoziel sein soll. Nettoziele behandeln CO2-Entnahme und Reduktionen von Treibhausgasen gleich, obwohl sie grundsätzlich unterschiedlich sind. Um einen großen klimapolitischen Rückschritt zu vermeiden, sollte die EU getrennte Ziele für Emissionsreduktionen und CO2-Entnahme formulieren, argumentiert Nils Meyer-Ohlendorf in seinem Beitrag für den Tagesspiegel.
Kraemer, R. Andreas; Benjamin Görlach 2020: After the Pandemic: Global Overheating to Take Centre Stage at T20 and G20. Italian Institute for International Political Studies (ISPI): Milano.
Hochwasserereignisse in letzter Zeit und in der Vergangenheit haben gezeigt, dass viele Küstengebiete in Europa und auf der ganzen Welt einem erheblichen Hochwasserrisiko ausgesetzt sind. Die Untersuchung des menschlichen Verhaltens in Bezug auf das Risikomanagement stellt sowohl die Natur- als auch die Sozial- und Geisteswissenschaften vor große Herausforderungen. Die Studie analysiert die kulturellen Aspekte des Küstenrisikomanagements und veranschaulicht die Pfadabhängigkeiten konkreter Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge in Bezug auf lokale Kontexte in europäischen Küstenregionen in Nord- und Südwesteuropa. Grit Martinez vom Ecologic Institut ist Mitautorin des Artikels.
Durch den Klimawandel zeigt sich bereits heute eine Zunahme von Extremwetterereignissen, darunter auch der Anstieg von Trocken- bzw. Dürrephasen in Frequenz und Dauer. Die KollegInnen der Emschergenossenschaft und des Ecologic Institut fassen in dem Zeitschriftenbeitrag Diskussionen zu Ansätzen der Koordination und Kooperation für Niedrigwassermanagement und –vorsorge auf einem Workshop in der Emscher-Region zusammen.
Die Bioökonomie genießt derzeit einen hohen politischen Stellenwert – gleichzeitig ist das Konzept, das zuletzt 2018 in Form der aktualisierten EU-Bioökonomiestrategie weiteren Aufschwung erhielt, nicht unumstritten und birgt viele Zielkonflikte. Hier knüpft der Artikel von Zoritza Kiresiewa (Ecologic Institut), Franziska Wolff und Martin Möller (beide Öko-Institut e.V.) an. Die Autor*innen arbeiten heraus, dass die Bioökonomie nur mit geeigneten politischen Rahmensetzungen einen Beitrag zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen leisten kann. Ob Strategien ihre Wirkung entfalten, hängt dabei vom konkreten Einzelfall ab – dementsprechend konkret sollten Bioökonomiepfade konzipiert und geprüft werden.
Das Europäische Parlament verbessert den Vorschlag der Kommission für ein EU-Klimaschutzgesetz. Bruttoreduktionsziel für 2030, rechtsverbindliche Klimaneutralitätsziele, Emissionsbudgets und ein Europäischer Klimarat würden das Europäische Klimaschutzgesetz zu dem machen, was es sein soll: einem verlässlichen Kompass für den Weg zu Klimaneutralität bis 2050, schreibt Nils Meyer-Ohlendorf in seinem Beitrag für den Tagesspiegel.
Diese Veröffentlichung untersucht Koordinations- und Implementierungsherausforderungen zwischen dem Wasser- und dem Landwirtschaftssektor in Bezug auf Wasserquantität bei der WWRL-Umsetzung im Guadalquivir in Südspanien. Die Herausforderungen sind mit der Schwierigkeit verbunden, unpopuläre Entscheidungen gegen den Willen mächtiger landwirtschaftlicher Akteur*innen durchzusetzen. Die Veröffentlichung benennt verschiedene Koordinationsinstrumente um den Herausforderungen zu begegnen. Sie ist eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Diese Governance-Analyse zeigt, dass die Koordination im Emscher-Einzugsgebiet bereits gut funktioniert. Verbesserungspotenzial besteht in der Bürger*innenbeteiligung und der Flexibilität von Planungsprozessen. Dazu gibt die Analyse Empfehlungen. Diese Veröffentlichung ist eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
In einem neuen wissenschaftlichen Artikel, der in der Zeitschrift Agricultural Water Management veröffentlicht wurde, untersuchen Dr. Josselin Rouillard, Senior Fellow am Ecologic Institut, und Co-Autor Dr. Jean-Daniel Rinaudo (Brgm) Strategien, um die Übernutzung von Wasser durch die Landwirtschaft zu regulieren. Die Forschung konzentrierte sich auf innovative Wasserzuteilungssysteme, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und Wassernutzern beinhalten.
Es besteht die Gefahr, dass nach der Coronavirus-Krise die Treibhausgasemissionen wieder ansteigen. Michał Dorociak und Michał Kamiński von 300Gospodarka sowie Nils Meyer-Ohlendorf diskutieren in einem OpEd für den EUObserver, wie EU-Konjunkturprogramme Emissionsanstiege verhindern können.
In diesem Artikel untersuchen die Autoren, darunter Ulf Stein vom Ecologic Institut, Hindernisse bei der Umsetzung der
Wasserrahmenrichtlinie aus Governance-Perspektive. Der Mangel an horizontaler, intersektoraler Kommunikation, unzureichenden Landreserven, Personalkapazitäten und mangelnde Finanzierung zeigten sich als die dringendsten Probleme. Zudem erfordert das Zusammenspiel der WRRL mit anderen auf europäischer Ebene geregelten Politikfeldern eine genauere Betrachtung.
Der EU-Aufbaufonds hat Fortschritte gebracht, er weist aber auch klimapolitische Schwachstellen auf. Eine größere Rolle für das Europaparlament bei der Verteilung von EU-Hilfsgeldern ist wichtig – für Klimaschutz und Demokratie in der EU. Die Regeln, nach denen Hilfsgelder ausgegeben werden, müssten präzisiert werden, argumentiert Nils Meyer-Ohlendorf in seinem Standpunkt für den Tagesspiegel.
Diese Studie untersucht die Bemühungen ausgewählter Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, einen koordinierten Ansatz zur Klimaanpassung zu realisieren. Sie befasst sich insbesondere mit den Koordinierungsansätzen, die die Länder für die Entwicklung und Umsetzung ihrer nationalen Klimaanpassungspolitik in der unmittelbaren Zeit nach der Veröffentlichung der Anpassungsstrategie der EU von 2013 verfolgen.
Dieser Artikel beleuchtet verschiedene politische Maßnahmen und Ansätze, die gegenwärtig als Lösungswege zur Plastikkrise in Anwendung und Planung sind. Dabei wird deutlich, dass in nationalen und internationalen Politiken Plastik hauptsächlich als Problem des Abfallmanagements beschrieben wird und Lösungswege entsprechend ausgerichtet sind. Folge dessen bestehen auch in Deutschland zahlreiche Regelungen zur Verwertung von Kunststoffabfällen, während Abfallvermeidung nur selten adressiert wird. Die Wahrnehmung der Plastikkrise als ein Problem des Abfallmanagements führt außerdem zur Verantwortungsübertragung auf Individuen, welche jedoch im Vergleich mit Industrie und Politik nur über einen kleinen Handlungsspielraum verfügen.