Das Projekt begleitet die Weiterentwicklung des internationalen und europäischen Emissionshandels. Auf internationaler Ebene stehen vor allem die Einführung und Weiterentwicklung von Emissionshandelssystemen, deren Rolle in der internationalen Klimapolitik und Möglichkeiten der Verknüpfung von Emissionshandelssystemen, aber auch von Emissionshandelssystemen mit anderen ökonomischen Instrumenten (v.a. Steuern und Offsetmechanismen) im Fokus. Auf europäischer und teils auch nationaler Ebene geht es im Wesentlichen um die weitere Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) in der vierten Handelsperiode, die Einbeziehung des Luftverkehrs, Fragen der Marktaufsicht im EU ETS und die Wechselwirkungen des Emissionshandels mit anderen energie- und klimapolitischen Instrumenten. Das Ecologic Institut unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) durch praxisorientierte ökonomische und juristische Analysen bei der Vorbereitung und Umsetzung der erforderlichen Regelungen.
Der 40. Cairo Climate Talk brachte unter dem Titel "Putting Paris into Effect: Climate Change Action in Africa" Entscheidungsträger sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Lena Donat vom Ecologic Institut beleuchtete als deutsche Expertin die Ergebnisse des Klimagipfels in Paris und zukünftigen Prozesse aus europäischer Sicht.
Als Teil des Projektdesign des Projektes "Ressourceneffiziente Verwendung von Lebensmitteln in der gesamten Versorgungskette" (REFRESH) entwarf das Ecologic Institut einen Projektflyer. Die Flyer fasst die generellen Themen und Zielstellungen des Projektes zusammen und enthält neben Informationen zum Projekt auch die Kontaktinformationen. Zusätzlich befindet sich ein QR-Code auf dem Flyer, der auf die Website des Projektes führt. Der Flyer wird während der Refresh-Veranstaltungen verteilt.
Am 23. Mai 2016 führte das ELEEP-Netzwerk ein UNFCCC-Side Event am Rande der Klimaverhandlungen in Bonn durch. Gastredner waren Aki Kachi (ELEEP Fellow 2015/2016) und Michael Mehling (MIT). Matthias Duwe (Ecologic Institut) moderierte die Veranstaltung. Während des Side Events diskutierten die Redner die nach Paris existierenden Optionen für die Entwicklung von Kohlenstoffmärkten, sowie deren Bedeutung für die Entwicklungen der Kohlenstoffmärkte in den USA und Europa. Ein Videomitschnitt der Veranstaltung steht online zur Verfügung.
Innerhalb des Projektes Post-Carbon Städte von morgen (POCACITO) wurden in zehn Fallstudienstädten eine Vision und Maßnahmen für eine post-fossile Zukunft erarbeitet und diskutiert. Der Workshop "Rostock 2050 – Maßnahmen für eine post-fossile Stadt. Nächste Schritte (Next Steps)" war der vierte und letzte Workshop in der Fallstudienstadt Rostock. Er diente der Präsentation der Ergebnisse der Modellierung, die durch das POCACITO-Team vorgenommen wurde. Die Modellierer hatten zwei Szenarien erarbeitet: ein Basisszenario, welches die bereits beschlossenen Maßnahmen fortschreibt und ein "post-fossiles Szenario 2050". In Letzterem wurden die ambitionierten Maßnahmen, welche als Teil der Rostocker Klimastrategie (Masterplan 100% Klimaschutz) und im Rahmen des POCACITO-Beteiligungsprozesses erarbeitet wurden, modelliert. Für beide Szenarien wurde so aufgezeigt, welche Lücken auf dem Weg zu einem "post-fossilen Rostock 2050" noch bestehen und welche Bereiche prioritär behandelt werden sollten. Des Weiteren wurde diskututiert, wie die EU und die nationale Ebene der Stadt Rostock helfen können, ihre post-fossilen Ziele zu erreichen.
Als Teil der langjährigen Kooperation mit der Duke University setzte das Ecologic Institut einen Kurs zur Energiewende um, der im Rahmen des Duke Berlin Summer Programs für Duke Studenten angeboten wurde.
Als Beitragskandidat der EU ist Montenegro bestrebt, sich an den Stand der europäischen Gesetzgebung im Energiebereich anzupassen. Im Rahmen eines EuropeAid-Projekts unterstützt das Ecologic Institut in einem Konsortium mit IBF International Consulting SA und EuroPartner Consulting International das Montenegrinische Wirtschaftsministerium bei der Verbesserung der Investitionsbedingungen für nachhaltige Energien und der Entwicklung des entsprechenden Rechtsrahmens.
Ökodörfer sind Pioniere des Wandels, die als Modelle gelebter Nachhaltigkeit ein politisches Statement beabsichtigen und strukturellen Wandel umsetzten. Es sind intentionale Gemeinschaften mit größeren Siedlungsstrukturen die sich im Besitz ihrer Bewohner/innen befinden, sich an planetaren Grenzen orientieren und sozial-kulturellen Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Autonomie, Partizipation und persönlicher Entwicklung erfüllen sollen. Diese Masterarbeit entwickelt ein Framework um den Einfluss dieser Pioniere auf die verlinkten Elemente etablierter Systeme zu untersuchen, wobei sie selbst als komplexe sozial-ökologische Systeme im Fokus stehen und damit ihre Barrieren und Chancen diagnostiziert werden können. Konzepte zu mehreren Ebenen von Veränderung (GEELS 2011), komplexen sozial-ökologischen Systemen (OSTROM 2006, POTEETE et al. 2010) und Praktiken als Entitäten (SHOVE et al. 2012), versuchen der Komplexität von Ökodörfern und Transformationen gerecht zu werden. Das entwickelte Konzept betrachtet die stabilen, wertgeschätzten Praktiken des Pioniers und ihren Einfluss auf Institutionen (Regeln, Normen, Organisationsformen), und vice versa. Der transformative Einfluss eines Pionier des Wandels wird als Diffusionsprozess (SCHOT et al. 2008) seiner innovativen sozial-ökologischen (ZAPF 1989, CAULIER-GRICE et al. 2012) Praktiken und Institutionen konzeptionalisiert. Abschließend wird das Ökodorf Sieben Linden in einem Methoden-Mix untersucht um das erklärende Potential des entwickelten Konzepts zu prüfen.
Da Fluggesellschaften in Zukunft ihre Treibhausgasemissionen durch einen marktbasierten Mechanismus ausgleichen müssen, der kürzlich von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) beschlossen wurde, evaluiert dieser Bericht die gegenwärtigen Ausgleichsprogramme der Hauptfluggesellschaften – diese werden Fahrgästen auf freiwilliger Basis angeboten. Die Struktur solcher Ausgleichsprogramme, sowie die Art von Emissionsausleichseinheiten, die darin verwendet werden, zeigen das aktuelle Engagement der Fluggesellschaften in diesem Bereich im unmittelbaren Vorfeld ihrer obligatorischen Beteiligung an solchen Märkten.
Am 30. Oktober 2016 unterzeichneten Kanada und die EU CETA. Die Ratifikation des Abkommens ist der nächste Schritt. Das Ecologic Institut analysierte die Umweltauswirkungen von CETAs Regeln zu regulatorischer Zusammenarbeit. Die Analyse steht als Download zur Verfügung.
Mit 1.700 Teilnehmern aus über 100 Ländern war die "Adaptation Futures 2016" eine der größten Konferenzen die jemals zum Thema Anpassung und Klimawandel stattgefunden hat. Das europäische Forschungsprojekt "Bottom-Up Klimaanpassungsstrategien für ein nachhaltiges Europa" (BASE) wurde dafür als ein Best-Practice-Projekt ausgewählt. Die BASE-Partner, unter ihnen das Ecologic Institut, stellten die Projektergebnisse und Forschungswerkzeuge in zwei Sitzungen vor.
Nach dem Erfolg der ECCA-Konferenz im Jahr 2015 wurde das BASE-Projekt als ein Best-Practice-Projekt für die Präsentation auf der Adaptation Futures-Konferenz (AF 2016), vom 10. bis 13. Mai 2016, in Rotterdam (Niederlande) ausgewählt. BASE-Projektpartner stellen in verschiedenen Veranstaltungsblöcken und Vorträgen sowie mit diversen Informationsmaterialien Ergebnisse und Methoden des BASE-Projekts vor. Im Projekt entwickelte Anpassungswerkzeuge werden im "Werkzeugschuppen" vorgestellt.
Özerol, Gül; Jenny Troeltzsch; Corinne Larrue et. al. 2016: "Drought Awareness Through Agricultural Policy: Multi-level Action in Salland, The Netherlands", in: Bressers, Hans; Nanny Bressers; Corinne Larrue (eds.): Governance for Drought Resilience. Land and Water Drought Management in Europe. Heidelberg: SpringerOpen, 159-180.