Der in der Zeitschrift Drug Discovery Today veröffentlichte Artikel "Design of greener drugs: aligning parameters in pharmaceutical R&D and drivers for environmental impact" untersucht die Herausforderungen und Potenziale in der Entwicklung von Arzneimitteln, die nicht nur sicher und wirksam für die Patient:innen, sondern auch ökologisch nachhaltig sind. In diesem frei zugänglichen Artikel, der von einem interdisziplinären Team mit Vertretern von Universitäten, Regulierungsbehörden, forschenden Pharmaunternehmen und KMU verfasst wurde, werden die vielversprechendsten Handlungsfelder in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung aufgezeigt. Er zielt insbesondere darauf ab, eine Brücke zu schlagen zwischen den wissenschaftlichen Konzepten der Umweltwissenschaft und denen der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung (F&E).
Im Webinar "Natürlich resilient: Naturbasierte Lösungen in kommunalen Klimaanpassungskonzepten verankern" wird diskutiert, wie sich naturbasierte Maßnahmen sinnvoll in Klimaanpassungskonzepte integrieren lassen und welche Herausforderungen und Chancen hierbei in der Praxis bestehen.
Der Artikel, an dem Aaron Scheid als Koautor beteiligt war, konzentriert sich auf die Wiedervernässung im Polder Kieve in Nordostdeutschland und nutzt sowohl Standard- als auch Premium-Ansätze zur Bewertung der Ökosystemdienstleistungen. Die Standardansätze sind einfacher anzuwenden und basieren hauptsächlich auf Vegetationsdaten, während die Premiumansätze durch Messungen oder Modellierungen eine höhere Genauigkeit bieten. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion der CO₂-Emissionen von 1.306 auf 532 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr, eine Verringerung der Stickstofffreisetzung von 1.088 auf 359 kg pro Jahr und eine deutliche Reduktion des Wärmeflusses von 6.691 auf 1.926 kW nach der Wiedervernässung. Fünf Jahre nach der Wiedervernässung blieben die Werte stabil, wobei die Biodiversität von sehr niedrig auf hoch anstieg, jedoch noch unter den Erwartungen lag.
In diesem Projekt unterstützte das Ecologic Institut die European Climate Foundation (ECF) dabei, die klimapolitischen Rahmenbedingungen der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu stärken, um das Ziel der klimaneutralen EU zu erreichen. Aufbauend auf einer mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit kombinierte das Projekt wissenschaftliche Analysen und gezielte Zusammenkünfte, um vorrangige Optionen für die Angleichung nationaler Governance-Standards zu identifizieren und Informationen für die für 2025–2026 erwartete Überarbeitung der EU-Governance-Verordnung beizusteuern.
Im Rahmen des Vorhabens soll das Kohlenstoffspeicherpotenzial von Nord- und Ostsee im guten Umweltzustand gemäß MSRL und im guten ökologischen Zustand gemäß WRRL quantitative abgeschätzt werden. Diese Abschätzung gibt klare Handlungsempfehlungen, wie sich natürlicher Klimaschutz in den Meeren verbessern lässt und ob die momentan gesetzten Ziele aus Klimaschutzsicht ausreichend sind.
Die Infografik illustriert die zentralen hydrologischen Parameter, die den Wasserhaushalt in einem Ökosystem beeinflussen. Dargestellt wird der Zyklus des Wassers beginnend beim Niederschlag über verschiedene Phasen wie Verdunstung, Transpiration, Oberflächenabfluss, Sickerwasserbewegungen bis hin zur Neubildung von Grundwasser. Diese Prozesse sind grundlegend für das Verständnis von Wasserkreisläufen und deren Bedeutung für Umwelt und Klima. Die Visualisierung macht deutlich, wie Niederschläge durch die verschiedenen Schichten der Erde filtriert werden und letztlich zur Auffüllung des Grundwassers beitragen.
Aufgrund des Klimawandels gewinnt der Landschaftswasserhaushalt neben dem Hochwasserschutz zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Maßnahmen können die Wasserbilanz der Landschaft verbessern oder die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme gegen extreme Wetterereignisse durch Überschwemmungen und Dürren verstärken. Im Rahmen des UBA-Projekts WADKlim haben die Autor:innen einen Katalog von 69 Maßnahmen zusammengestellt. Diese stammen größtenteils aus bewährten Praktiken im Wassermanagement, der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft in Deutschland und wurden aufgrund ihrer lokalen Auswirkungen und umsetzungsrelevanten Bedingungen bewertet.
Die Plastic Pirates starten im Herbst 2024 in ein neues Teilprojekt. Der neue Schwerpunkt, dieses Mal: das Flusssystem der Donau! Der mit 2.850 Kilometern zweitlängste Fluss Europas beginnt im Schwarzwald und fließt durch insgesamt 10 Länder, bevor er ins Schwarze Meer mündet. Das Flusssystem umfasst viele wichtige Nebenflüsse, zum Beispiel Isar, Inn und Lech. Das neue Projekt ergänzt die laufende Untersuchung des Flusssystems der Elbe und der deutschen Küsten. Das Ziel der Herbstkampagne 2024 der Plastic Pirates ist es, weitere Erkenntnisse über die Plastikverschmutzung dieser Gewässer zu gewinnen.
Mit der EU-Biodiversitätsstrategie 2030 werden Städte aufgefordert, in Form von "Urban Nature Plans" Stadtnatur zum Schutz der biologischen Vielfalt, für Klimaschutz und -anpassung und für die Lebensqualität in Städten zu fördern und sich dafür ambitionierte Ziele zu setzen. Diese Broschüre überträgt den Ansatz der Stadtnatur-Pläne auf den deutschen Kontext und bietet konkrete Hinweise zur Umsetzung. Hierzu gehört unter anderem eine Checkliste, um zu ermitteln, inwiefern die vorhandenen Planwerke einer Kommune bereits Stadtnatur-Plänen entsprechen.
Vom 23. bis 29. April 2024 fand in Ottawa (Kanada) die vierte Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses (INC-4) statt, der ein internationales rechtsverbindliches Instrument zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung, auch in der Meeresumwelt, erarbeiten soll. Diese Sitzung mit mehr als 2500 Teilnehmer:innen aus Regierungen, der Wissenschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Einrichtungen des Privatsektors, UN-Einrichtungen und internationalen Organisationen war ein entscheidender Schritt bei den weltweiten Bemühungen, die Plastikverschmutzung zu bekämpfen. Linda Mederake nahm an den INC-4 Verhandlungen in Ottawa im Namen des Ecologic Instituts teil, unterstützt vom Konrad von Moltke Fonds.
Das Ecologic Institut ist Partner in einem Konsortium unter der Leitung von COWI innerhalb eines Rahmenvertrags zur unterstützenden Konsultation der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Los 6 "Bioökonomie". Das Ecologic Institut wird innerhalb des Rahmenvertrages eine Reihe von Dienstleistungen anbieten, wie z. B. thematisches Fachwissen zum Sektor "Natürliche Ressourcen & Naturkapitalmanagement" und zu den horizontalen Teilsektoren "Kapazitätsaufbau, Wissensaufbau und -verbreitung", "Beratung in Regulierungsfragen" und "Klimaschutz-Anpassung".
Dr. Stephan Sina, Senior Fellow des Ecologic Instituts, nahm an einer Podiumsdiskussion im Bundestag im Rahmen eines Workshops von Bündnis90/Die Grünen zur Umweltkriminalität teil. In seinem Impulsvortrag stellte er die wichtigsten Neuerungen der geänderten Umweltstrafrechts-Richtlinie der EU und Herausforderungen bei der Umsetzung in Deutschland dar. Die Podiumsdiskussion wurde von MdB Lukas Benner geleitet. Weitere Podiumsteilnehmer waren Katharina Lang (WWF) zum Thema illegaler Holzhandel und der Journalist Marius Münstermann zum Thema illegaler Müllhandel.
Dr. Stephan Sina, Senior Fellow des Ecologic Instituts, hielt einen Vortrag zur Strafverfolgung nach der novellierten Umweltstrafrechts-Richtlinie im Rahmen einer Informationsveranstaltung von Green Legal Impact und Stop Ecocide Deutschland zum neuen EU-Umweltstrafrecht. Dabei beschrieb er zunächst die Besonderheiten der Strafverfolgung im Umweltbereich sowie den Grund für die erstmalige Aufnahme von Strafverfolgungsvorgaben in die Richtlinie. Anschließend gab er einen Überblick über die Regelungen zu Ressourcen und Schulung, zur Zusammenarbeit zwischen Behörden, zur nationalen Strategie zur Bekämpfung von Umweltkriminalität und zu statistischen Daten. Der Vortrag endete mit Beispielen für Herausforderungen und Ansätze bei der Umsetzung der Richtlinie in Deutschland.
Seit 2019 hat die Europäische Union im Rahmen ihres Pakets "Saubere Energie für alle Europäer" eine Reihe von neuen Gesetzen eingeführt. Dieser Bericht bewertet den Umsetzungsstatus und die Qualität einer Auswahl von 11 Bestimmungen aus 4 EU-Gesetzen (unter anderem Strommarkt-Richtlinie und -verordnung, Erneuerbare-Energien-Richtlinie) in 6 EU-Ländern (Österreich, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Polen und Spanien). Neben den Länderstudien enthält der Bericht eine Gesamtbewertung mit einigen Trends, die auf vergleichbare Ergebnisse in den nicht in diese Analyse einbezogenen Mitgliedstaaten schließen lassen. Eine Kernaussage ist, dass die Vorteile der EU-Rechtsvorschriften für den Übergang zu sauberer Energie nur dann zum Tragen kommen, wenn alle Bestimmungen auf nationaler Ebene rechtzeitig und wirksam umgesetzt werden.
Das Ecologic Institut setzt sich als UN-akkreditierte Stimme für ein globales Plastikabkommen ein. Doch für die nächste entscheidende Verhandlungsrunde in Busan (Südkorea) im November 2024 fehlt uns die Finanzierung. Mit unserer Teilnahme tragen wir dazu bei, Lobbyismus entgegenzuwirken und ermöglichen es den Delegierten, sich angemessen informieren zu können. In Ottawa stellen wir derzeit Fachinformationen zu den Auswirkungen von Plastikproduktion und -konsum bereit. Ihre Spende ermöglicht es, die unabhängige Wissenschaft zu stärken und diese wichtige Arbeit fortzusetzen!