Verwandte Inhalte für das Projekt "Strukturelle Weiterentwicklung des Emissionshandels nach 2030" (Projektnummer 50199)
Publikation:Bericht
Das Papier bewertet vier politische Optionen für die Integration von Gutschriften nach Artikel 6 in das EU ETS über eine zentrale Vermittlungsstelle, anstatt Unternehmen den direkten Erwerb solcher Gutschriften zu ermöglichen. Es kommt zu dem Schluss, dass dieser indirekte Ansatz eine stärkere Kontrolle der Qualität und des Angebots an Gutschriften ermöglichen würde. Dadurch könnte die Rolle des EU ETS als Treiber für Emissionsminderungen innerhalb der EU gewahrt und zugleich dort, wo es sinnvoll ist, ein begrenztes Maß an Flexibilität geschaffen werden.
Im Zuge der Überlegungen der Europäischen Union, das Emissionshandelssystem (EU ETS) durch die Einbeziehung permanenter Kohlendioxid-Entnahmen (Carbon Dioxide Removals, CDR) weiterzuentwickeln, untersucht dieser Bericht geeignete Schutzmechanismen. Ziel ist es, den schrittweisen Ausbau permanenter CO₂-Entnahmen zu ermöglichen und gleichzeitig deren Umfang zu begrenzen, um Risiken zu minimieren und die Anreize zur Emissionsminderung zu erhalten.
Der vorliegende Bericht von Hugh McDonald und Jonathan Gardiner vom Ecologic Institute, der im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, untersucht, wie marktbasierte Politikinstrumente – etwa ein Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft – dazu beitragen könnten, diese Lücke zu schließen.
Dieses Projekt unterstützt das Umweltbundesamt (UBA) bei der Entwicklung strategischer Optionen für die strukturelle Weiterentwicklung des EU-EHS nach 2030. Die Ergebnisse werden in die Überprüfung des ETS durch die Europäische Kommission im Jahr 2026 einfließen und die Position Deutschlands in den anstehenden Verhandlungen zur ETS-Reform bestimmen.