Foto von JOHN TOWNER auf Unsplash, Cover: Umweltbundesamt, 2026
Options for Implementing Limits for CDR Integrated Into the EU ETS 1
Final Report
- Publikation
- Zitiervorschlag
McDonald, Hugh; Gardiner, Jonathan (2026): Options for implementing limits for CDR integrated into the EU ETS 1. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt.
Im Zuge der Überlegungen der Europäischen Union, das Emissionshandelssystem (EU ETS) durch die Einbeziehung permanenter Kohlendioxid-Entnahmen (Carbon Dioxide Removals, CDR) weiterzuentwickeln, untersucht dieser Bericht der Ecologic-Institut-Forscher Hugh McDonald und Jonathan Gardiner geeignete Schutzmechanismen. Ziel ist es, den schrittweisen Ausbau permanenter CO₂-Entnahmen zu ermöglichen und gleichzeitig deren Umfang zu begrenzen, um Risiken zu minimieren und die Anreize zur Emissionsminderung zu erhalten. Der Bericht wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt und analysiert verschiedene Mechanismen zur Begrenzung der Integration von CDR in das EU-ETS.
Der Bericht entstand im Rahmen eines Projekts zur Unterstützung des Umweltbundesamtes bei der Bewertung von Optionen für die strukturelle Weiterentwicklung des EU-ETS nach 2030.
Die Rolle von CO₂-Entnahmen im EU-ETS steuern
Permanente CO₂-Entnahmen werden voraussichtlich eine zunehmend wichtige Rolle bei der Erreichung des EU-Ziels der Klimaneutralität spielen. Gleichzeitig wirft ihre Anrechnung auf die Erfüllungspflichten im EU-ETS 1 grundlegende Fragen auf. Ohne geeignete Schutzmechanismen könnten CO₂-Entnahmen die Anreize zur Emissionsminderung verringern, zu Unsicherheiten auf dem Kohlenstoffmarkt führen oder Nachhaltigkeitsrisiken mit sich bringen.
Der Bericht analysiert neun politische Ansätze zur Begrenzung der Menge an CO₂-Entnahmen, die in das EU-ETS eingebracht werden können. Diese reichen von systemweiten Mengengrenzen bis hin zu Zulassungskriterien für Zertifikate zur CO₂-Entnahme. Die verschiedenen Optionen werden anhand zentraler politischer Ziele bewertet, darunter Umweltintegrität, Kosteneffizienz, Marktstabilität und praktische Umsetzbarkeit.
Handlungsempfehlungen für die nächste Reformphase des EU-ETS
Die Analyse zeigt, dass kein einzelner Ansatz alle politischen Zielsetzungen gleichermaßen erfüllt. Welche Option sich am besten eignet, hängt sowohl von den Prioritäten der politischen Entscheidungsträger als auch von den noch festzulegenden Ausgestaltungsmerkmalen der CDR-Integration ab. Über verschiedene Szenarien hinweg kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Kombination aus mengenmäßigen Begrenzungen und robusten Qualitätsstandards für CO₂-Entnahmezertifikate die beste Grundlage bietet, um die Integrität des Emissionshandelssystems zu wahren und gleichzeitig den schrittweisen Ausbau permanenter CO₂-Entnahmen zu unterstützen.
Da die Europäische Kommission im Rahmen der für Juli 2026 vorgesehenen Überprüfung des EU-ETS Vorschläge zur Integration permanenter CO₂-Entnahmen vorlegen will, liefert der Bericht eine wichtige Grundlage für die politischen Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung des zentralen europäischen CO₂-Bepreisungsinstruments.